War das Verhalten meines Vaters normal?

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4 Antworten

Folter eines von Minderwertigkeitskomplexen besessenen Männchens.

So würde ich es bezeichnen. 

Du kannst, natürlich, in Therapie gehen. 

Die Alternative ist, Du zeigst ihm durch Deine Lebensführung, Deine Karriere, was für ein armes Würstchen er tatsächlich ist. 

Es macht absolut keinen Sinn, hier von einer Schuldfrage auch nur im Ansatz ausgehen zu wollen. Solche Menschen haben in der Regel ihre eigene, oft sehr unlustige Geschichte. Es ist ihre Geschichte. 

Für Dich geht es um Deinen Seelenfrieden. 

Meine Mutter war z.B. durch ihre Kriegserlebnisse massiv gestört. Zu mir konnte sie keine echte Bindung aufbauen. Worunter sie tatsächlich selbst litt. Dafür ging sie mit mir in andere, für mich aber auch lange belastende Machtkämpfe. 

Bei mir war es Haushaltsführung mit allen Themen. 

Meine Mutter starb relativ früh. Diese Tatsache hat mich nicht davon abgehalten, die von mir genannte Alternative zu leben. Ich stand also in der Küche und kochte. Dann schmeckte ich ab. Und streckte ihr, als wäre sie da, einen Löffel zum probieren hin. Ich sprach sie dabei laut an. Und fühlte innerlich, dass sie so niemals hätte kochen können .So gut und so lecker. 

Dieses Verhalten habe ich einige Jahre gepflegt, bis das Thema für meine Seele erledigt war. Ich habe mich nicht von meinem Lebenspartner abhalten lassen und nicht von Besuch. 

Vielleicht schreibst Du vor dem einschlafen eine halbe Stunde von Hand auf Papier Tagebuch, bis Du Deine für Dich passende Übung gefunden hast oder den für Dich passenden Weg. Schreibe ziellos, ohne auf Grammatik oder Schönschrift zu achten. Das Ziel erarbeitet sich so von alleine. 

Verfolgst Du aber bewusst das Ziel, wirst Du scheitern. Denn Sinn der Übung ist, nur einen einzigen Gedanken zunächst mal im Gehirn zuzulassen. Deshalb von Hand auf Papier. Und dieser soll möglichst aus dem Unterbewussten in seiner eigenen Zeit und auf seine eigene Weise hochkommen. Deshalb ziellos. Denn ein Ziel setzt das Bewusstsein. 

Übrigens habe ich mich schon relativ früh dafür entschieden, meine Mutter zu lieben. Mit alle ihren Ecken und Kanten. 

Ich habe mich intensiv mit ihrer Jugendzeit beschäftigt. 

Heute weiß ich mit Sicherheit: 

Hätte ich ihre Lebensgeschichte erleben müssen, ich wäre reif für die Irrenanstalt gewesen. Sie aber hat eine ganze Menge geleistet. 

Jene Therapie ,welche sie gebraucht hätte, war 20 Jahre nach ihrem Tod erst praxistauglich. 

Dein Schmerz ist berechtigt. Schuld aber führt ins Uferlose. 

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Es braucht seine Zeit,bis man mit seinen Problemen umgehen kann. Natürlich verschwinden sie nicht,die sind ja da. Es ist gut , dass du dich damit auseinander setzst. Ein Psychotherapeut kann dir eher helfen, da er dir hilft einen Lösungsweg zu finden. 

Das erste was mir einfallen würde wäre deine Mutter. Lade sie zu einem Kaffee ein und versuche mit ihr über das zu reden was dich bedrückt. Sie hat ja seit dem du geboren warst um dich gesorgt. ^^ 

Mütter sind immer die ersten, mit denen man über Probleme redet :)

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Hi, nein, du reagierst nicht über. Diese sadistische Gewalt muss ja ganz schlimm für dich gewesen sein. Du hast wahrscheinlich vieles verdrängt, da es zu schmerzhaft für dich gewesen wäre. Aber, heute bist du nicht mehr so hilflos und abhängig wie damals als Kind. Ich rate dir, mach eine Psychotherapie, wo du über alles reden kannst. LG und alles Gute, Korinna

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Auch wenn du einen Namen dafür hast, wird es an den Geschehnissen nichts ändern. Du solltest dir professionelle Hilfe suchen, um das alles zu verarbeiten

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