War Charlie Hebdos Karikatur ethisch verwerflich?

28 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Indem man mit den Muslimen diskutiert und nicht gegen sie

Menschen, die bereit sind, wegen einem "Witz" andere Menschen zu töten, sind fern jeglicher Diskussion. Diese Leute sind absolut verblendet von ihrem Fanatismus und nicht bereit auch nur den klitzekleinsten Schritt von ihrem Weltbild abzuweichen.

Wohlgemerkt meine ich damit nicht Muslime im Allgemeinen, sondern beziehe mich auf Fanatisten.

Meine Freiheit endet da, wo die das anderen beginnt

Und inwiefern hat denn die Karikatur die Freiheit des anderen beeinflusst? Demokratische, westliche Staaten haben das Recht auf freie Meinungsäußerung. Damit muss man hier leben, oder man muss eben wo hin, wo das nicht so ist.

Und "verletzte Gefühle" rechtfertigen NIEMALS das Töten eines Menschen!

Ein Extra Dank von mir.

6

Verletzte Gefühle sind kein Grund, jemanden zu töten. Stimmt vollkommen. Und nicht-extremistische Muslime würden sowas auch nicht tun. Leider werden immer wieder Extremisten als Maßstab genommen für die Muslime insgesamt. Selbst als man den Propheten mit Steinen beworfen hatte, blieb dieser ruhig und besonnen.

was Charlie Hebdo veröffentlich hat, war keine Kritik sondern einfach nur geschmacklose Schmäh.

2
@mulan2255

Nein. Es war Satire. Problem ist das es sowas in der Islamischen, und auch generell nicht westlichen Welt nicht gibt.

4
@mepantos

Nö. Hast du es gesehen? Ich hab’s gesehen und weiß auch, was Satire ist. Und die Muslime für humorlos zu halten zeugt nur davon, diese nicht zu kennen. Dass nur wir im Westen Satire kennen würden, ist Unsinn und arg überheblich.

1
@mulan2255

Ich sage nicht das nur wir Satire verstehen, aber es ist in vielen Kulturen nicht vorhanden. In meinem Herkunftsland, ein Land in Afrika, ist das zb. nicht existent. Die Leute kapieren das sicher, aber es ist nicht Teil der Kultur.

Es war übrigens Satire, ich habs auch gesehen.

5
Hätten sie nicht absehen können, dass solche radikalen Reaktionen erfolgen?

Diese Argumentation läuft darauf hinaus, dass Religionen, die nicht rabiat reagieren, nach Belieben beschimpft werden dürfen, aber solche wie der Islam nicht.

Diese Überlegung hat in einer "rein" ethischen Betrachtung nichts verloren, sie ist schon Taktik. Und irgendwie wird so Schuld von Tätern zu den Opfern geschoben. So ähnlich wie bei "hätte sie sich weniger aufreizend angezogen, wäre sie nicht vergewaltigt worden". Ich hoffe dass du dem vorigen Satz nicht zustimmst.

Ist Charlie Hebdo rein ethisch betrachtet dadurch zu weit gegangen, dass sie in dieser Form Religionskritik betrieben haben?

Ich weiß jetzt nicht an welche Karikaturen du konkret denkst - ich erinnere mich an welche, die meiner Meinung nach zu weit gingen, und da ging es nicht um den Islam. Bin aber auch nicht sicher, ob die von Charlie Hebdo waren, und wie gesagt, bei den Karikaturen, die den Islam angriffen, weiß ich die Details nicht (mehr).

Und nur weil jede Meinung erlaubt ist heißt es ja nicht, dass jede Meinung auch ethisch korrekt ist.

"Inkorrekt" ist eine Meinung, die Verbrechen legitimiert, also z.B. die Meinung, auf Karikaturen dürfe man mit Gewehren antworten. Ich denke nicht, dass Charlie Hebdo eine ethisch inkorrekte Meinung vertreten hat.

Aber bei Karikaturen geht es ja auch um den Stil. Karikaturen überspitzen und verzeichnen (sogar im wortwörtlichen Sinn). Und der Stil einer Kaikatur kann ethisch inkorrekt sein - eine Beleidigung unter der Gürtellinie, eine die auf Vorurteilen basiert, ...

Da kann man sich schon fragen, ob Charlie Hebdo zu weit gegangen ist. Aber die Sache ist zu lange her, als dass ich da jetzt ein einfaches Urteil wage.

Nein, im Gegenteil. Charlie Hebdo hat überaus ethisch gehandelt, und zwar hauptsächlich aus zwei Gründen:

1. Es hat die dänischen Karikaturen aus Solidarität nachgedruckt, um die dänischen Karikaturisten nicht allein in der Schusslinie stehen zu lassen, während so ziemlich alle anderen Medien weltweit feig den Schwanz eingezogen haben.

2. Die dänischen Karikaturen hatten den islamistischen Terrorismus zum Zielpunkt. Was soll falsch daran sein, Terrorismus zu kritisieren?

Und plötzlich waren die Muslime, in krassem Widerspruch zu ihren üblichen Behauptungen ("Islamismus betrifft uns nicht, denn er hat NICHTS mit Islam zu tun") DOCH vom Islamismus betroffen: Warum hätten sie sonst so empfindlich auf Kritik am Islamismus reagiert? Wären sie kohärent, hätten sie doch in diese Kritik einstimmen müssen, behaupten sie doch immer, sie wären selbst gegen den Islamismus!

Aber nein, die islamische Welt fühlte sich von Kritik an Islamisten und Terroristen beleidigt. Damit erklärt sie sich mit ihnen solidarisch.

"Meine Freiheit endet da, wo die des anderen beginnt"

Wessen Freiheit hat Charlie Hebdo beschnitten? Haben sie irgendjemanden gezwungen, ihre Zeitung zu kaufen oder die Karikaturen anzusehen?

Für mich sind die ermordeten Redakteure Märtyrer für die Freiheit. Ein verteidungswürdigeres Ziel gibt es nicht.

Meine Helden.

Chalie Hebdo ist ein satirisches Blatt mit vielen Karikaturen - und wenn mich mein gedächtnis nicht täuscht, waren die dänischen Karikaturen nicht der Auslöser der Tat.

1

Seit wann ist es eine ethisch integre Darstellung hinsichtlich Terrorismus, wenn der Prophet in äußerst übler Weise in schweinischer Weise dargestellt wird?

1
@mulan2255

Langsam bekomme ich den Eindruck, dass DU die Karikaturen nicht gesehen hast...

2

Vor Charlie Hebdo gab es doch schon Kurt Westergaard. Da sind über 100 Menschen gestorben. Wäre gar nicht so aufgefallen wenn sich nicht die Muslime so darüber aufgeregt hätten.Dänemark ist ein kleines Land. Dann ging das Bild mit Mohammed und der brennenden Bombe als Turban um die Welt. Diskussionen bringen da nichts, weil Muslime sich da gegenseitig noch aufheizen und serienweise zu Mord und Totschlag aufrufen. Dass der Zeichner mehrere Auszeichungen bekam auch von der Merkel haben sie nicht verstanden. Da ging es gar nicht um die Zeichungen sondern um den Mut seine Meinung trotz Morddrohungen weiterhin zu äußern und sich nicht den Mund verbieten zu lassen. Er soll noch immer unter Polizeischutz stehen.

Menschen umbringen wegen Karikaturen - so etwas ist jenseits.

Wenn radikale Muslime solche Karikaturen nicht akzeptieren, wie sollte dann mit ihnen eine offene Diskussion möglich sein?

 Charlie Hebdo hat auch gleichartige Zeichnungen die sich kritisch über das Verhalten von Juden oder Christen gebracht. Dort sind mir keine grösseren Proteste bekannt.

..und wie steht es um die Respektierung der religiösen Gefühle von Nicht-Muslimen?

Zum Beispiel der Iran. Da gibt es Wettbewerbe, die den Karikaturen Preise verleihen, die den Holocaust am besten ins Lächerliche ziehen.

Bei Karikaturen geht es nicht darum, einfach gegen Muslime, Christen oder Juden zu sein. Es geht darum, dass man gewissen Denkweisen der religiösen Menschen einen Spiegel vorhält.

Was möchtest Du wissen?