War Brandenburg der Vorgänger von Preußen?

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3 Antworten

Zur Ergänzung der sehr guten Antwort von Nauticus: Daß Preußen und Brandenburg unterschiedliche Territorien waren, erkennt man schon daran, daß Brandenburg zum Heiligen Römischen Reich gehörte, Preußen aber nicht. Die Verbindung kam so zustande, daß der Hohenzoller Albrecht als Hochmeister des Deutschen Ordens die Reformation einführte und so das Herzogtum Preußen schuf (1525). Albrechts Linie starb 1618 aus, das Herzogtum fiel an seine Brandenburger Verwandten.

Brandenburg und Preußen sind zwei komplett unterschiedliche Regionen!

Brandenburg-Preußen gab es einmal als Königreich, da beide vom gleichen Fürstengeschlecht regiert wurden, daraus entstand dann das Königreich Preußen. http://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fen

Ost und Westpreußen gehören heute nicht mehr zu Deutschland, da sie uns nach den beiden Weltkriegen abgenommen wurden und zu Polen und Rußland kamen.

Deshalb gibts heute oben in der Ecke nur Brandenburg.

Naja, fast, aber nicht ganz. Brandenburg-Preußen ist die Bezeichnung für zwei unterschiedliche - jedoch in Personalunion von den Hohenzollern regierte - Gebiete. Streng genommen handelte es sich dabei um das Kurfürstentum Brandenburg und das Herzogtum Preußen. Das 1701 gegründete Königreich umfaßte dann zwar diese Gebiete, hieß aber nicht Brandenburg-Preußen sondern Preußen. Und ja - Brandenburg war neben Preußen einer der beiden Vorgänger des Königreiches Preußen. Die Hauptresidenz der Hohenzollern war zudem nicht das abgelegene Königsberg sondern Berlin. Sorry für's Klugscheißen. :-)

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Preussen ist glaub ich aus Brandenburg und den Deutschen Orden entstanden.

Preussen gibt es nicht mehr seit 1945, es wurde aufgelöst und die gebiete durch Polen und Rusland Annektiert und die Deutsche Bevölkerung wurde vertrieben oder ermordet.

Jetzt ist es nurch noch Brandenburg und Berlin.

Na, na, na - diese Antwort ist tendenziös motiviert!

Zunächst einmal wurde Preußen 1947 durch die Alliierte aufgelöst. Vernichtet wurde es aber 1933 durch die Nazis.

Vertreibung und Ermordung fanden statt und gab es. So wie hier dargestellt, liest man aber eindeutig heraus, daß es dem Autor wohl weniger um Vermittlung von Wissen als vielmehr um Vermittlung von Einstellungen geht - das ist schade, weil gerade dieses Thema auch viel Aufklärung benötigt.

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@tvinnefossen

Ich kann nicht erkennen, wo Du in dem Beitrag etwas Tendenziöses herausliest. Die Fakten stimmen – bis auf das Jahr 1945. Vertreibung und Ermordung fanden nicht nur „statt und gab es“, sondern fast die gesamte Bevölkerung wurde vertrieben oder war gezwungen zu fliehen. Wer vor den Kriegshandlungen geflohen war, hatte keine Möglichkeit zurückzukehren, was einer Vertreibung gleichkommt. Diejenigen, die nicht vertrieben wurden, hat man jahrelang zur Zwangsarbeit gezwungen. Nicht Wenige starben dabei. Massenvergewaltigungen waren zudem an der Tagesordnung. Trauriger Höhepunkt dieser Zustände war der Massenselbstmord von Demmin mit 1200 bis 2500 Toten (meine Schwiegermutter war Augenzeuge). Die Gebiete östlich der Oder wurden schließlich von der SU und Polen völkerrechtswidrig annektiert. Das sind die harten Fakten, und daran gibt es nichts herumzudeuteln. Wer starke Nerven hat, kann sich ja mal mit über den Untergang Königsbergs informieren. Ich empfehle zum Einstieg Hans von Lehndorffs „Ostpreußisches Tagebuch“. Worauf jedoch unbedingt hingewiesen werden muß, ist der Zusammenhang von Ursache und Wirkung. Die Ursache für diese kollektive Rache war ein von D. zuvor entfesselter, mit ungeheurer Brutalität geführter Raub- und Vernichtungskrieg, dem 27 Mio. Sowjetbürger zum Opfer fielen. Nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern durch 3,5 Jahre gezieltes Verhungernlassen von Kriegsgefangenen und Zivilbevölkerung (Backe-Plan) und Massenerschießungen von Juden (Einsatzgruppen) sowie anderer Zivilisten (Kriegsgerichtsbarkeitserlaß) unter dem Vorwand der Partisanenbekämpfung.

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