War Albert Einstein ein Gläubiger?

11 Antworten

Ja, im Sinne seiner Weltanschauung. Er hielt nichts von Religionen, sehr wohl aber anerkannte er die göttliche Ordnung im Universum.

Per Definition ist Einstein keineswegs ein Atheist, allenfalls ein Agnostiker. Aber ich rechne ihn persönlich nicht zu den Agnostikern, da Einstein von der göttlichen Ordnung überzeugt war und nicht wie ein Agnostiker meint, er wisse es nicht.

Weil A.Einstein (säkularer) Jude war, behaupten viele Rechte heute, die Ideen seien auf dem Mist seiner (tatsächlich sehr kompetenten) Frau Mileva gewachsen, er hätte sie nur publiziert.

E. war aber in der Lage, Fragen zum 4-Dimensionalen Raum aus der Anschauung heraus zu beantworten, was kaum jemand kann, damals schon gleich gar nicht.

Im übrigen stammt von ihm der Spruch "Gott würfelt nicht" (er suchte nach handfesten Gründen für den Zufall, zB des Atomzerfalls), andererseits aber auch sehr kritische Äusserungen zur Religion. Bei Juden ist dieses kritische Verhältnis immer üblich gewesen, erst der neue Nationalismus und der damit verbundene Fundamentalismus Ultraorthodoxer Juden lenken diese Tradition in eine andere Richtung.

Grüß Dich Blackoutd!

Einstein war ein religiöser Atheist. Das geht sehr wohl zusammen!

2 Einstein Zitate:

Das Wort Gottes ist für mich nicht mehr, als der Ausdruck und das Produkt mensch­licherSchwächen. Die Bibel ist eine Sammlung ehrbarer, aber dennoch pri­mitiver Legenden, wel­che doch ganz schön kindisch sind. Keine Interpretation, wie feinsinnig sie auch sein mag, kann das für mich ändern. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, son­dern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbe­grenzte Bewun­derung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissen­schaft enthüllen kann.“

Und dieses:

Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass
hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen ist, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös.(…).“

Herzlichen Gruß

Rüdiger

"Sie können mich als Agnostiker bezeichnen. Aber ich teile nicht den kämpferischen Geist des Atheismus." ~ Einstein

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@sgn18blk

Einstein als Agnostiker ist ein Atheist, denn er glaubte nicht an einen personalen Gott und er hat sich selbst als religiös bezeichnet. Ein religiöser Atheist also. Ein A - theist ist jemand, der nicht an einen Gott o. ä. glaubt.

Was ihm fremd war ist die Leugnung eines Grundes (Urgrund), warum etwas ist und nicht nichts. Diese Leugnung unterstellt er den fundamentalen Atheisten. Und tatsächlich leugnen sie jegliche Transzendenz. Das tut Einstein nicht. Diesen Urgrund nennt er zwar Gott (Gott würfelt nicht), aber er meint das Geheimnis des Seins, welches mit dem Urgrund identisch ist. Das Geheimnisvolle hat er ja auch deutlich angesprochen. Dafür steht bei ihm das Wort Gott.

Ich persönlich als religiöser Atheist im Sinne Einsteins verwende dieses Wort eher nicht! Es führt zu Verwechslungen im Begriffsverständnis.

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Nur weil Er nicht an persönliche Götter geglaubt hat, heißt es nicht, dass Er eine "Gottheit" ausschließt. Denn das tut Er auch nicht. Agnostiker behaupten kein Wissen von der Existenz eines Gottes zu haben.

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Einstein war nicht religiös. Er lehnte seine und alle anderen Religionen ab und hielt diese für primitiven Aberglauben.

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