Wann zerfällt Kohlensäure in Wasser?

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3 Antworten

Kohlensäure zerfällt unmittelbar bei Kontakt mit Wasser in Wasser und CO2. Das Kohlenstoffdioxid ist gasförmig und wird dem Gleichgewicht sofort entzogen. Daher hat man eine nahezu quantitative Umsetzung von Kohlensäure. Eine Zeit lang wurde die Existenz von Kohlensäure sogar angezweifelt, weil sie eben immer gleich zerfällt und abhaut.

Rosten hat nichts mit Säuren zu tun. Sondern mit Oxidationsmitteln. Der Vorgang des Rostens ist eine Oxidation bei der Fe zu Fe3+ oxidiert wird. Und das beste Oxidationsmittel das man so rumfliegen hat ist nunmal der Sauerstoff aus der Luft. Der Oxidiert das Eisen, nicht der Regen. Es entsteht Fe2O3, also Rost.

Wasser kann hierbei lediglich als Katalysator dienen, da sich Fe(OH)2 als Zwischenprodukt bilden kann.

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Kommentar von ThomasJNewton
08.12.2015, 20:49

Kohlensäure zerfällt unmittelbar bei Kontakt mit Wasser in Wasser und CO2.

Genau, und deswegen sind die Enzyme https://de.wikipedia.org/wiki/%CE%91-Carboanhydrasen so nutzlos wie ein Geweih.

Ich weiß natürlich, dass du weißt, was ich weiß. Dass Kohlensäure unter recht exotischen Bedingungen durchaus fassbar ist.

Aber im Zweifel siegt immer die Persönlichkeit, oder die Störung.
Die nennt sich "anakastisch", und heißt wohl übersetzt "zwanghaft".

Ich bin als ein zwanghafter Besserwisser. Nicht die schlimmste Störung, die man haben kann.

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Deswegen wird ja Kohlensäure als sehr schwach beschrieben, mit einem pKs von 6,35.
Der gilt für die Reaktion CO₂ + H₂O <-> H₃O⁺ + HCO₃⁻.

In Wiklichkeit liegen aber 2 Reaktionen mit 2 Gleichgewichten vor:
CO₂ + H₂O <-> H₂CO₃ <-> H₃O⁺ + HCO₃⁻.
Und für die 2. Reaktion liegt der (eigentliche) pKs bei 3,6.

Und da du ja nach dem Wann fragst, in Lebewesen besonders dann, wenn sie mit dem Enzym Carboanhydrase in Kontakt kommen.
Die katalysiert nämlich Reaktion 1.
Ohne die müsste das Blut länger in der Lunge verbleiben, um das Hydrogencarbonat als Kohlendioxid auszuatmen zu können.

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Hi,

ich beantworte mal deine letzte Frage, auch wenn das nicht so easy ist.

Also Rosten ist eine Art von Sauerstoffkorrosion. Das funktioniert so:

Eisen gibt Elektronen ab, die der Sauerstoff aufnimmt:

Fe -> Fe(2+) + 2 e(-)

O2 + 2 H2O + 4 e(-) -> 4 OH(-)

Fe 2+ + 2 OH(-) -> Fe(OH)2

Nun reagiert dieses Eisenhydroxid mit Sauerstoff zu Rost:

4 Fe(OH)2 + O2 -> 4 FeO(OH) + 2 H2O

Dieses FeO(OH) heißt Eisenoxid(hydroxid), umgangssprachlich eben Rost. Deshalb entsteht Rost vor allem nach Regen.

Die Reaktion von Kohlensäure ist ja so:

CO2  +  H2O <->  H2CO3

Ich habe noch das hier gefunden:

https://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20091119055451AAP3QP6

Scheinbar scheint Fe2O3 auch eine Art von Rost zu sein.

Das heißt dann also Folgendes: Kohlensäure dissoziiert, da H2CO3 nicht als Solches im Regenwasser existiert. Wir haben Ionen vorliegen. Nämlich H3O(+)-Ionen und HCO3(-)-Ionen, da das H2CO3 (Es ist eine SÄURE, also ein Protonendonator) ein Proton abgibt. 

Nun entstehen FeO und Fe2CO3...die Reaktionen kannst du ja selbst mal aufstellen. Mir ist allerdings nur Ersteres (was ich also zuerst beschrieben habe) bekannt, da wir diesen Weg im Chemie LK durchgenommen haben. 

Wenn noch Fragen sind, melde dich.

LG 

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Kommentar von mar302
07.12.2015, 20:04

Ah oke.. Vielen Dank :) Das hat mir sehr weitergeholfen

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