Wann zahl Versicherung nicht, wenn Haustür nicht abgeschlossen ist?

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8 Antworten

Hallo MartinL82,

ich gehe davon aus, du wohnst in einem normalen Mietshaus.

Schließt du abends deine Wohnungstür ab und fühlst dich damit wohl und sicher, ist das absolut in Ordnung und gefährdet deinen Versicherungsschutz über die Hausratversicherung nicht.

Solange du dich in deiner Wohnung befindest, kannst du das nach Belieben handhaben.

Verläßt du allerdings die Wohnung, solltest du deine Haustür immer abschließen.Ziehst du diese nur zu, kann es sein, dass dir im Schadenfall grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird.

Hier kommt es dann auf deinen Vertrag an, inwiefern diese zum Tragen kommt.

Bei vielen Versicherern ist heute bereits die grobe Fahrlässigkeit je nach Tarif mitversichert.

Besteht dein Vertrag aber bereits länger, kann es sein, dass die grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen ist oder es Abzüge in der Erstattung gibt.

Frag einfach kurz bei deinem Versicherer nach. Man wird dir dort eine Antwort auf deine Frage geben.

Eventuell lohnt sich für dich auch eine Aktualisierung des Vertrages.

Schöne Grüße

Sandra vom Social Media-Team

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@MartinL82,

wir müssen unterscheiden, ob es sich um ein Einfamilienhaus, oder ein Mehrfamilienhaus handelt.

Bei einem Einfamilienhaus musst du immer beim Verlassen des Gebäudes die Haustür abschließen. Wenn du dich im Haus befindest, genügt es die Tür zu zu ziehen, wenn gewährleistet ist, dass man die Tür von außen nicht öffnen kann.

Bei einem Mehrfamilienhaus, muss man beim Verlassen die Haustür auf jeden Fall hinter sich zu ziehen, damit nicht jeder von außen in das Haus reinkommt.  Ob man sie zusätzlich zuschließen muss oder darf (bzw. in welchem Zeitraum man sie zuschließen muss), findest du in den Anweisungen der Hausordnung. 

Sinnvoll ist es immer die Hausratversicherung auf die neuesten Versicherungsbedingungen anzupassen. Bedeutet auf jeden Fall ändern, damit die grobe Fahrlässigkeit mit versichert ist.

Denn diese spielt z.B. beim Schlafen im Sommer bei offenem Fenster eine große Rolle.

Steigt der Dieb durch das offene Fenster ein, zahlt der Hausratversicherer nicht wenn die grobe Fahrlässigkeit nicht mitversichert ist.

Nur wer schläft im Sommer bei heißen Temperaturen im Zimmer mit verschlossenen Fenstern?

Gruß Apolonl

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Du sprichst von Haus- und Wohnungstür. Fangen wir mit der Haustür (Mehrfamilienhaus) an. Diese sollte geschlossen aber ohne Schlüssel von innen zu öffnen sein. Einfach damit im Fall eines Brandes gewährleistet ist, dass man aus dem Haus kommt.

Ähnliches sollte bei einer WG für die Wohnungstür gelten bzw. sollte man zumindest den Schlüssel für den Fall der Fälle in der Türe stecken lassen. Wenn der Flur verqualmt ist, ist man im Zweifel erstickt, bevor man den Schlüssel gefunden hat.

Wofür da allerdings die Versicherung nicht zahlt, das ist mir schleierhaft und immerhin bin ich vom Fach.

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Die Aussage ist natürlich Quatsch.

Möglicherweise hat er mal was von Registrierkassen aufgeschnappt. In Einkaufsläden ist es so, dass das Geld abends in den Tresor kommen. Dennoch wird da gerne mal eingebrochen und nachgeschaut, was so in den Registrierkassen zu finden ist. Wenn die verschlossen sind, werden die gerne aufgebrochen. Der Dieb findet da aber nix drin, weil eben das Geld im Tresor ist.

Jetzt ist es so, dass die Reparatur da sehr teuer ist. Daher haben Registrierkassen außerhalb der Ladenöffnungszeiten unverschlossen zu sein. Eben, damit kein unnötiger Schaden entsteht.

Theoretisch könnte man das bei einer Haustür auch anwenden. Aber nur dann, wenn die Reparatur der aufgebrochenen Haustür deutlich teurer wäre als ein möglicher Diebstahlschaden. Und das wird in der Realität eher nicht vorausgesetzt (auch wenn die Einbruchschäden oftmals höher sind als die Diebstahlschäden).

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Das ist Unsinn, was Dein Mitbewohner da sagt. Versicherungen zahlen evtl. nicht, wenn man ein veraltetes Schloß hat und nicht abschließt.

lg Lilo

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Kommentar von LiselotteHerz
21.02.2017, 07:54

Ich habe mich vor einigen Jahren mal selbst ausgesperrt, Tür war nur zugezogen. Du glaubst nicht, wie einfach es für meinen Nachbarn war (ist gelernter Schlosser) mir ruckzuck die Tür zu öffnen. Wäre abgeschlossen gewesen, wäre das nicht so ohne weiteres gegangen.

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Kommentar von MartinL82
21.02.2017, 08:00

Geht ganz leich... hab ich auch mal in einer Doku gesehen. Wenn man zum Schnapper nur um "ein Eck" muss, ist die Tür innerhalb. Ob Sekunden mit EC-Karte offen. Auch wenn es um "zwei ecken" geht, geht es mit dem entsprechenden Werkzeug extrem schnell ohne Spuren zu hinterlassen

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... natürlich hat eine Versicherung ein Problem, wenn denn Fluchtwege wie hier über die Haustür verschlossen/abgeschlossen sind und etwaige davorliegende Tote kommen jetzt in die Zeitung.

Ich möchte für so etwas auch nicht, daß dafür meine Beiträge so ins Treppenhaus geworfen werden.

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Die Tür nur ranzuziehen gilt vor Gericht als grob fahrlässig. Dein Freund hat Recht!

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Kommentar von qugart
21.02.2017, 07:53

"Ranziehen" ist nicht verschlossen. Eine geschlossene Tür ist nicht automatisch verschlossen.

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Kommentar von MartinL82
21.02.2017, 07:58

Was heißt "ranziehen" dann für dich genau? ☺

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Wenn es ein Privathaus ist, in dem du wohnst, erzählt dein Mitbewohner Unsinn.

Wenn du in einer Kneipe wohnt und du die Notausgänge abschließt, dann hat er recht.

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