Wann wurden Ritter überflüssig?

7 Antworten

Also das stereotype Bild wonach das Schießpulver die Ritter verdrängt hat, ist einfach nicht wahr. Es gab auch vorher lange schon durchschlagstarke Fernwaffen, wie Bögen und Armbrust. Nur weil es nun beim Schießen knallte und rauchte, war es nicht um den Ritter geschehen. Eigentlich war der Ritter so spezialisiert, dass er nur für ganz wenige Aufgaben geeignet war. Erfunden wurde der klassiche Ritter (den Namen gabs schon vorher) für die Kreuzzüge und mit dem Ende der großen Kreuzzüge war er eigentlich auch schon wieder überflüssig. Er war einfach zu teuer, zu spezialisiert, zu unbeweglich und auch zu eigenwillig um ihn als ganz normalen Soldaten einzusetzen.

Dass es ihn bis ins 15. Jahrhundert noch als eigenständige militärische Gattung gab, hatte mehr mit Tradition zu tun als mit Praxisorientiertheit.

mit der Erfindung des Schießpulvers! Ist doch klar! Außerdem waren die schweren Rüstungen nie sonderlich praktisch für den Kriegseinsatz! ;

Kurz & knackig geantwortet.

Hasta la vista!

Zum Ende des Mittelalters (Im Laufe des späten 15. Jhrds.) gab es gewaltige Umschichtungen in der mittelalterlichen Gesellschaft. Alte Strukturen, z.B. das Lehenswesen lösten sich langsam auf und auch der Kampfstil auf den Schlachtfeldern änderte sich. Zunehmend begannen die Monarchen statt schwer gepanzerten Rittern, billigere Söldnerheere, die nicht nur mit Schußwaffen, sondern auch mit langen Picken, Lanzen und den sehr gefürchteten Hellebarden ausgerüstet waren, zu "engagieren". Diese Heere waren dann auch in der Lage, gepanzerte Ritterformationen zu zerschlagen, respektive, diese aus den Sätteln zu heben und dann abzustechen.

Für eine kurze Zeit versuchte man die Ritterorden in Gedenken an glorreiche Zeiten, nicht mehr auf dem Kriegsplatz, sondern für Ehrenaufgaben und weiterführenden Turnieren am Leben zu erhalten. Als aber in Frankreich König Heinrich der II. während eines Turniers (Mitte des 16. Jhrds.) durch einen Lanzensplitter umkam, verbot sein Nachfolger diese gefährliche Sportart, die dann auch nach und nach im gesamten Europ. Raum verschwand.

Auch der Rittertitel verlor mehr und mehr an Bedeutung. Aus wirtschaftlicher Not wurden viele Ritter zu Raubrittern, die erbittert bekämpft wurden. Einige blieben auf ihren Landsitzen, andere verließen ihre Burgen, wandten sich geschäftlichen Dingen zu und begannen Schlösser zu bauen und Monarchen als Minister zu dienen. Anfang des 19. Jhrds. verloren aber auch die Nachkommen dieser Ritter mit dem Ende des hl. röm. Reiches ihre politische Bedeutung und lebten im bürgerlichen Sinne weiter.

Ritter wurden nie überflüssig. Es gibt heute noch "Ritterorden" bzw. einzelne Personen, die nach bestimmten Idealen leben, die man als ritterlich bezeichnen könnte. Was du aber mit deiner Frage wahrscheinlich meinst, ist: Wann wurde der gepanzerte Krieger überflüssig?

Die Ritter waren im Mittelalter wahre Kampfmaschinen, da eine Waffe einen Harnisch nur schwer durchdringen konnte. Später aber, als die Feuerwaffen entwickelt wurden, konnte eine Metallrüstung einen Menschen nicht mehr vor dem Tod schützen. Dann wurde das Rittertum (d.h. seine Ideale) zwar noch weiterpraktiziert, aber die schweren Panzerungen wurden abgeschafft. Später hat man sie aber wieder eingeführt, und zwar in Form von gepanzerten Kettenfahrzeugen, genannt Tanks.

Am Ende der Kreuzzüge ! Da löste sich der dt. Ritterorden nach u d nach auf da er an Macht und einfluss stark verloren hat

Der existiert heute noch...

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