Wann wurde dass erste Bier gebraut?

4 Antworten

Antike

Ein Team von Archäologen der Universität Yale hat außerhalb Kairo's eine 4.500 Jahre alte Bäckerei und Brauerei ausgegraben. Sie glauben, dass dieses Gebäude Bestandteil einer ganzen Stadt war, in der Pyramiden-Arbeiter von der Hochebene von Gizeh lebten. Außer Steinkrügen und Getreidelagern entdeckten sie Steintafeln mit Hieroglyphen. Eine dieser Tafeln enthält eine Beschreibung des Brauprozesses und eine Lobeshymne an die sumerische Bier-Göttin. Diese "Hymne für Ninkasi" wird nicht nur von Geschichts-Studenten gelesen, sondern wird in der letzten Zeit auch immer mehr von Brauern gelesen, die etwas über die Geschichte von Bier erfahren wollen. Die ältesten nachweisbaren Überlieferungen für die Bierherstellung datieren aus dem 4. Jahrtausend vor Christi Geburt aus dem Lande der Sumerer. Das Land der Sumerer, auch Zweistromland genannt, lag zwischen Euphrat und Tigris. Durch einen Zufall wohl entdeckten die Sumerer, oder sogar deren Vorfahren, ganz genau weiß das heute niemand mehr, den Gärungsprozess. Wie sich das Ganze zugetragen hat, ist ungewiss. Es könnte sein, dass man einem kranken Menschen das Schlucken erleichtern wollte und ein Stück Brot in einem Krug Wasser eingeweicht hat. Der Krug wurde ein paar Tage schlicht vergessen und nach kurzer Zeit begann das Brot zu gären. Es entstand ein "berauschender" Brei, den unser kranker Patient eingeflößt bekam. Da der arme Mann aufgrund mangelnder Erfahrung nicht besonders trinkfest war, dürfte die Wirkung ihn ziemlich umgehauen haben. Nach schneller Genesung, machte er sich ans Werk dieses "Gebräu" nachzuahmen - zu rein medizinischen Zwecken, versteht sich. Schnell machte das Rezept die Runde und somit brauten die Sumerer als vermutlich erstes Kulturvolk dieser Erde Bier. Sie hatten ein wirklich "göttliches Getränk" entdeckt. Die Sumerer schienen recht kluge Leute gewesen zu sein, denn sie entwickelten neben dem Bier auch so belanglose Dinge wie die Schrift. Ein Grundstein für die Entstehung von Literatur (natürlich über Bier). Und tatsächlich finden wir im Gilgamesch-Epos - der im 3. Jahrtausend vor Christus niedergeschrieben wurde, dass zur damaligen Zeit sowohl Brot als auch Bier von großer Bedeutung waren. Dieses Epos gilt als eines der ersten echten Großwerke der Literatur. Mündliche Überlieferungen aus den Anfängen der Menschheitsgeschichte wurden erstmals schriftlich niedergelegt. Der Gilgamesch-Epos beschreibt die Entwicklung eines in der Steppe lebenden und grasfressenden Urmenschen zum "kultivierten Menschen". Dieser Urmensch namens Enkidu will seine Kräfte mit dem gottähnlichen Herrscher Gilgamesch messen. Gilgamesch schickt Enkidu, um mehr über dessen Stärken und Schwächen zu erfahren, vorsichtshalber eine Frau, mit der sich Enkidu eine Woche lang vergnügt. Die Frau lehrt Enkidu die Zivilisation: (..)nicht wusste Enkidu, was Brot war und wie man es zu Essen pflegt. Auch Bier hat er noch nicht gelernt trinken. Da öffnete die Frau ihren Mund und sprach zu Enkidu: "Iss nun das Brot, o Enkidu, denn das gehört zum Leben, trink auch vom Bier, wie es ist des Landes Brauch. (...) Enkidu trank sieben Becher Bier (!!!) und ihm wurde leicht ums Herz. In dieser Verfassung wusch er sich und wurde so ein Mensch.

Im 2. Jahrtausend vor Christus zerfällt das sumerische Reich und die Babylonier treten auf den Plan. Sie werden das herrschende Kulturvolk im Zweistromland. Ihre Kultur baute auf der sumerischen auf, also beherrschten sie auch das Bierbrauen. Es ist uns heute bekannt, dass die Babylonier es bereits verstanden 20 verschiedene Biersorten zu brauen. Davon sollen 8 aus reinem Emmer (antike Getreidesorte), weitere 8 aus reiner Gerste und 4 aus einem Getreidegemisch gebraut worden sein. Das Bier jener Zeit war trüb und ungefiltert. Man benutzte einen Vorläufer des Strohhalms, ein dünnes Röhrchen, um nicht die Rückstände der Bierzubereitung in den Mund zu bekommen, da diese recht bitter waren. Lagerbier wurde sogar bis in das 1000 km entfernte Ägypten exportiert. Hammurabi, ein bedeutender babylonischer König und Reichsgründer, erließ die älteste Gesetzessammlung. In dieser wurde unter anderem ein Gesetz gefunden, dass der Bevölkerung Babyloniens eine tägliche Ration Bier zusicherte. Die Biermenge war abhängig vom sozialen Stand des Einzelnen. So erhielten zum Beispiel normale Arbeiter zwei Liter Bier, Beamte erhielten drei Liter und Verwalter und Oberpriester sogar 5 Liter Bier täglich. Zu jener Zeit wurde Bier nicht verkauft, sondern ausschließlich gegen Gerste getauscht . Da das Bier brauen zu den häuslichen Tugenden gehörte, war es Frauensache. König Hammurabi ließ eine Schankwirtin ertränken, wenn sie sich in barer Münze bezahlen ließ. Ebenso wurde verfahren, wenn minderwertiges Bier in den Ausschank gelangte. Man nahm es also damals schon ziemlich genau. Man könnte sagen das Brauen eine bierernste Sache war. 1911 fand man bei Ausgrabungen in Alzey in einem römischen Brunnen einen steinernen Krug. Chemische Analysen der darin enthalten bräunlichen Substanz ergaben, das es sich hierbei um Maische handelt. Es wird geschätzt, das diese Maische über 1.600 Jahre alt ist. Ägypter, bald die Nummer eins im nahen Osten, führten das Bierbrauen fort, welches sie sich wahrscheinlich schon zu Zeiten der Sumerer abgeguckt hatten. Sie benutzten teilweise ungebackenen Brotteig zur Bierherstellung. Noch heute stellen Bauern am Nil, die Fellachen, ihr Bier auf diese Weise her. Die Ägypter gaben dem Sud Datteln, Anis, Safran oder Honig hinzu, damit das Bier schmackhafter wurde. Welche Bedeutung das Bierbrauen auch im antiken Ägypten hatte, lässt sich an der Tatsache erkennen, dass die ägyptischen Schriftgelehrten ein eigenes Schriftzeichen für Bier einführten. Ein Hinweis auf die Bedeutung des Bieres ist dabei, dass das Zeichen für Mahlzeit aus den Zeichen für Brot und Bier zusammengesetzt war.

Es spricht einiges dafür, dass Bier an vielen verschiedenen Orten "erfunden" wurde. Die unterschiedlichen Zutaten in den verschiedenen Kulturkreisen sprechen dafür. So gibt es in Südostasien seit jeher Reisbier, in Afrika Hirsebier und die Indianer Mittelamerikas brauten Bier aus Mais, lange bevor ein gewisser Columbus das Licht der Welt erblickte. Auch die alten Germanen tranken ihr eigenes Bier. In bis zu 3500 Jahre alten keltischen und germanischen Gräbern wurden Gefäße gefunden, in welchen die Archäologen Reste von Bier nachweisen konnten. Während die griechische Kultur aufblühte und wieder versank, lebte man in Mitteleuropa noch recht "unzivilisiert", in der Bierkultur jedoch überlegen, denn auch das Bier der Germanen war ein Trank der Götter, wie wir aus der Sage von Thor und Tyr erfahren, die einem Riesen einen gewaltigen Braukessel klauten damit Götter und Helden für immer ihren Durst daraus löschen konnten. Leider hat die Sage nicht überliefert, wo der Braukessel geblieben ist.

Das Bier der alten Sumerer

Ausgrabungen im Iran geben Hinweise auf die Herkunft des Gerstensafts Ein "kühles Helles" ist keineswegs eine neuzeitliche Errungenschaft. Amerikanische und kanadische Archäologen fanden jetzt einen chemischen Nachweis, daß die Sumerer Bier bereits vor 5500 Jahren sehr geschätzt haben. Virginia R. Badler von der University of Toronto untersuchte Scherben eines zweihenkeligen sumerischen Tonkrugs aus der Zeit um 3500 - 3100 v. Chr., die im iranischen Godintepe ausgegraben worden waren. Auf deren Innenseite fielen der Archäologin zahlreiche kreuzweise verlaufende Kerben auf, in denen gelbliche Rückstände schimmerten. Die chemische Analyse ergab, daß es sich um Kalziumoxalat handelt - ein Bestandteil von Bierstein. Badler: "Offenbar hatten sie die Kerben in die Krüge geschnitten, damit sich der Bierstein dort absetzt". Die Befunde der Archäologin werfen auch neues Licht auf die einfache Bilderschrift der alten Sumerer, in der ein mit Linien verzierter Krug auftaucht - vermutlich das Symbol für ein Bierfaß. Andere Schriftzeichen geben eine Art Gelage wieder, bei dem die Zecher mit langen, gebogenen Strohhalmen gemeinsam aus einem Behältnis süffeln.

Griechen

Hatten wir da gerade die griechische Kultur links liegen lassen? Kurz zurück zu ihr und Hippokrates, der Bier in seinen Schriften als "Gerstensud" erwähnt und seine heilende Wirkung beschreibt, so bei Fieber und Schlaflosigkeit. Als Heilmittel war Bier bei den Griechen und auch den Römern beliebt, als Getränk wohl weniger. Die Römer sollten mit dem Bier jedoch noch Bekanntschaft machen, genauer genommen mit den Konsumenten von selbigem. Für die Römer, die fast nur Wein tranken, war Bier ein abscheulicher Trank der Barbaren. Tacitus, der als erster einen ausführlichen Bericht über die Germanen verfasste, schrieb: Als Getränk haben die Germanen ein schauerliches Gebräu aus Gerste oder Weizen gegoren, ein Gebräu, welches mit Wein eine sehr entfernte Ähnlichkeit hat. Das Bier in der damaligen Zeit war kaum haltbar, trüb und schäumte so gut wie überhaupt nicht. Einige Jahrhunderte nach Christi Geburt war Bier in Deutschland eine gängige Handelsware. Belegt wird dies durch den Fund in der Nähe von Trier. Bei den Germanen galt das Bier nicht nur als Götteropfer, sondern wurde, wie bereits bei den Ägyptern, auch zum eigenen Verzehr gebraut und spielte in ihrem Leben eine wichtige Rolle. So sind in der finnischen Volksdichtung dem Bier zum Beispiel 400 (!!!) Verse gewidmet - für die Erschaffung der Welt reichten hingegen 200 Verse. Nach der Edda, dem großen nordischen Epos, war der Wein den Göttern vorbehalten, das Bier gehörte den Sterblichen und Met den Bewohnern des Totenreiches. Das Brotbacken und das Bierbrauen gehörte in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung eindeutig zu den Aufgaben der Frau. Mittelalter

Bier gleich Frauensache. Das änderte sich erst kurz vor der Jahrtausendwende, als man begann sich in Klöstern, welche seit der Verbreitung in Europa zahlreich entstanden, mit der Braukunst zu beschäftigen. Als Karl der Große im Jahre 800 n. Chr. Deutscher Kaiser wurde, gab es alleine in Bayern 300 Klöster, von denen einige schon seit 150 Jahren Bier brauten. Der Grund, warum Mönche sich intensiv dem Bierbrauen gewidmet haben, liegt darin, dass man ein nahrhaftes und wohlschmeckendes Getränk zu den Mahlzeiten suchte, die vor allem in der Fastenzeit ziemlich karg waren. Es galt Liquida non frangunt ieunum - Flüssiges bricht das Fasten nicht. Also war Bier immer erlaubt. Der Bierverbrauch in den Klöstern nahm, wohl aufgrund der körperlichen Beanspruchung durch die Klosterarbeit und die umfangreichen Exerzitien recht erstaunliche Ausmaße an: Immerhin berichten die Chronisten, dass es jedem Mönch erlaubt war 5 Liter Bier am Tag zu sich zu nehmen. Die Mönche jener Zeit waren also dem Bier sehr zugetan, doch schon nach kurzer Zeit fingen sie an, das Bier nicht nur für den eigenen Bedarf zu brauen. Gegen eine Gebühr erhielten die Mönche das Recht, Bier gewerblich zu vertreiben und somit entwickelten sich viele Klöster zu gut geführten Wirtschaftsbetrieben. In sogenannten Klosterschenken wurde das Bier ausgeschenkt. Da die Klöster die Bierbrauerei sehr vorantrieben, waren die Biere entsprechend gut und beliebt. Dabei entwickelten sich einige Mönche zu anerkannten Spezialisten auf dem Gebiet des Brauens. Im Jahre 1040 wurde dem bayrischen Kloster Weihenstephan vom Freisinger Bischof das Brau- und Schankrecht verliehen. Weihenstephan ist heute die älteste heute noch bestehende Brauerei. Doch bleiben wir kurz in den Klostermauern. Nicht nur Mönche beschäftigten sich mit Bier, auch eine berühmte Nonne - Hildegard von Bingen (1098-1179) schrieb mehrfach in Ihrem Werk causa et cura (Ursache und Heilung (von Krankheiten)): Cervisiam bibat - Man trinke Bier. Sie empfahl Bier vor allem schwermütigen Menschen, weil Bier den Mut hebt und die Regeneration der Seelenkräfte fördert. Zurück zum weltlichen Geschehen: In den aufblühenden Städten des Mittelalters wollte man nicht auf Bier verzichten, mit der Folge, dass sich auch dort die Braukunst durchsetzte und zu einem Handwerkszweig entwickelte. Die Landesfürsten führten Biersteuern ein, die für eine schnelle Füllung ihrer Kassen sorgten. Die Klosterschenken, die keine Steuern zu zahlen brauchten, beeinträchtigten diese Einnahmequelle und viele von ihnen wurden von den jeweiligen Landesfürsten kurzerhand zugemacht.

Auch wenn viele Klosterbrauereien per landesfürstlichem Beschluss dicht gemacht wurden, ist es ein wesentlicher Verdienst der Mönche, sich als erste wissenschaftlich mit dem Bier auseinandergesetzt zu haben. So soll zum Beispiel in Brabanter Klöstern erstmalig Hopfen, das dem Bier seine Würze und natürliche Haltbarkeit gibt, benutzt worden sein. Entsprechend lässt sich auch die Legende erklären, die dem Brabanter König Gambrinus fälschlicherweise die Erfindung des Bieres zuschreibt - er wird noch heute als Schutzpatron der Brauer verehrt. Die Verwendung von Hopfen für die Herstellung von Bier löste heftigen Streit aus, um das sogenannte Grutrecht. Ein König erfindet das Bier "Im Leben ward ich Gambrinus genannt, König zu Flandern und Brabant. Ich hab aus Gersten Malz gemacht und das Bierbrauen zuerst erdacht. Drum können die Brauer sagen, dass sie einen König zum Meister haben. Die Grut war ein Gemisch aus allerlei Kräutern, die zum Würzen des Bieres verwendet wurden. Das sogenannte Grutrecht, welches einer Brauerei die Herstellung von Grut erlaubte, war die rechtliche Basis jeder Brauerei und sicherte den Braumeistern eine "Monopol"-Stellung. Durch die Verwendung von Hopfen wäre kein Grut mehr notwendig gewesen. Aus diesem Grund wurde die Verwendung von Hopfen für die Herstellung von Bier erst einmal schlicht und ergreifend verboten. Alles Neue braucht eben seine Zeit. In die Grut wanderten unter anderem: Wacholder, Gagel, Schlehe, Eichenrinde, Wermut, Kümmel, Anis, Lorbeer, Schafgarbe, Stechapfel, Enzian, Rosmarin, Rainfarn, Johanniskraut, Fichtenspäne, Kiefernwurzel - vor allem aber auch Bilsenkraut. Manche Kräuter waren ausgesprochen giftig, andere erzeugten Halluzinationen beim späteren Biertrinker. Aus dem Bilsenkraut beispielsweise entwickeln sich, wie wir heute wissen, halluzinogene Alkaloide während des Brauprozesses. Dies dürfte ein Grund dafür gewesen sein, dass der Aberglaube eine große Rolle rund um den Braukessel spielte. Opfer dieses Aberglaubens waren vor allem die sogenannten Bierhexen.

Das "Anstoßen" wurde, einem Gerücht zu Folge, als Vertrauensbeweis im Mittelalter zur gängigen Tischsitte. In dieser Zeit war es durchaus üblich den ein oder anderen Zeitgenossen mittels einer Prise Gift vom Diesseits ins Jenseits zu befördern. Um nun in gemütlicher Runde sicher sein zu können, dass keiner der Anwesenden ein derart heimtückisches Attentat geplant hatte, stieß man mit den massiven Krügen so heftig an, dass das Bier überschwappte - in den Krug des Gegenübers wohlgemerkt. Wollte ein Attentäter oder Auftraggeber also die Gefahr meiden selbst ein Portiönchen des verabreichten Mittelchens zu schlucken, durfte er nicht anstoßen. Wer nicht anstieß war also verdächtig! Im Umkehrschluss heißt das: Traue nur denen, mit denen Du zum Biere gesessen und angestoßen hast. Heute sollte man die zünftig mittelalterliche Art des Anstoßens nur mit massiven Zinnbechern oder Holzkrügen praktizieren, wenn man Bruch vermeiden will. Da beim Bierbrauen häufig etwas daneben ging, was man sich aufgrund des damaligen Wissensstandes nicht immer erklären konnte, suchte man in vielen Fällen den Schuldigen im Bereich des Mystischen. Viele wundersame Kräutlein und kultische Gegenstände wurden auch noch im späteren Mittelalter um den Sudkessel herumgelegt, um böse Geister fernzuhalten. Dieser Aberglaube ging soweit, fehlgeschlagene Brauversuche sogenannten "Brauhexen" oder "Bierhexen" zuzuschreiben. Die letzte Verbrennung einer "Brauhexe" erfolgte im Jahre 1591. Dies kann man wohl als den "dunkelsten" Aspekt der Bierherstellung ansehen. Das Ende des Aberglaubens kam mit der Durchsetzung des Hopfens. Auch wenn die Verwendung des Hopfens erst einmal verboten wurde, setzte sich dessen Verwendung auf Dauer durch. Zum einen wurde das Bier dadurch haltbarer und der Brauprozess stabiler. Es ging weniger schief und es mussten weniger "Schuldige" gesucht werden. Mit der Verwendung des Hopfens erhielt das Bier seinen "klaren Charakter". Das damalige Bier glich somit fast den uns heute bekannten Biersorten, sowohl geschmacklich als auch auf das Aussehen bezogen. Um nun eine gewisse Beständigkeit zu erzielen, und die Qualität der Brauereiergebnisse konstant zu halten, erließ 1516 der damalige bayrische Herzog Wilhelm IV. das sogenannte Reinheitsgebot. Durch diesen Erlass wurde erstmalig festgelegt, dass zur Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und reines Wasser benutzt werden durfte. Die Verwendung von Hefe war zur damaligen Zeit noch nicht bekannt und das Gelingen des Gärungsprozesses blieb dem Zufall überlassen, da man ohne es zu wissen, auf Hefepartikel in der Luft angewiesen war. Neuzeit

Unter der Regentschaft von Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) wurde Bier "hoffähig". Sein legendäres "Tabakskollegium" war im Prinzip nichts anderes als der erste Stammtisch. Sein Sohn, später bekannt als Friedrich der Große (1712-1786), erlernte das Brauhandwerk schon in jungen Jahren. Die industrielle Entwicklung ging auch an den Bierbrauern nicht einfach vorüber und nahm zu Beginn des 19. Jahrhunderts ihren Anfang. Zwei grundlegende Erfindungen revolutionierten das Bierbrauen. Im 17. Jahrhundert erfand der niederländische Naturalist Anton van Leeuwenhoek das Mikroskop, eine bahnbrechende Erfindung, die den Forschern eine völlig neue Welt vor Augen führte. Bakterien und Einzeller wurden entdeckt und nichts war mehr sicher vor dem Forschungsdrang der damaligen Naturwissenschaftler. Am Martinstag des Jahres 1842 war es, als in Pilsen zum ersten Mal ein Pils ausgeschenkt wurde. Gebraut vom bayrischen Braumeister Josef Groll. Die Bedeutung des Bieres und seines Preises stand zu allen Zeiten bei seinen deutschen Abnehmern im Mittelpunkt des Interesses. Welche Auswirkungen eine verhältnismäßig geringe Anhebung des Bierpreises zur Folge haben kann, zeigte im Jahre 1888 die Salvatorschlacht in München, bei der sich die Münchner Bürger gegen diese auflehnten und im wahrsten Sinne des Wortes Kleinholz schufen, indem sie in Wirtshäusern keinen Stuhl, Tisch oder Fenster heil ließen. Loius Pasteur war es, der als erstes auf die Idee kam Flüssigkeiten zu kochen, um somit die in ihr enthaltenen Bakterien abzutöten. Aber die von van Leeu-wenhoek gemachte Erfindung bildete nicht nur die Grundlage für die von Pasteur gemachten Entdeckungen, sondern half auch Bierwissenschaftlern eine einzelne Hefezelle zu isolieren. Sie lieferten somit die Grundlage für die moderne Brautechnik und bahnten den obergärigen Bieren den Weg. Pasteur, nach dem die Pasteurisation benannt worden ist, war ein großartiger französischer Wissenschaftler, der vor allem dadurch bekannt wurde, dass es heute sicherer ist Milch zu konsumieren (es steht auf fast jeder Packung: homogenisiert und pasteurisiert). Was heute jedoch keiner mehr weiß ist, dass die Entdeckungen von Pasteur zunächst nur von Interesse für die Brauereien waren. Erst später wurden die gemachten Entdeckungen auch auf die Milch-Industrie übertragen. Pasteur war es auch, der als erstes auf die Rolle von Hefen im Brauprozess aufmerksam machte und somit feststellte, warum der Gärprozess eigentlich einsetzt. Er lernte, dass durch ein plötzliches Erhitzen die Hefen und Bakterien abstarben, und das Bier nicht so schnell schlecht wurde. Seine Arbeit legte ebenfalls den Grundstein für die Isolation von Hefezellen.

Im Jahre 1895 schrieb der britische Brau-Wissenschaftler Walter Sykes folgendes: "Ihm [Pasteur] verdanken wir mehr als jedem anderen lebenden oder toten Mann unser gegenwärtiges Wissen über den schwierigen, und oftmals geheimnisvollen Prozess, der von lebenden Organismen getragen wird - der Gärung." Im 18. Jahrhundert fand die sogenannte industrielle Revolution statt. Dieser Boom in der Industrie brachte viele technologische Fortschritte mit sich, die man sich in den Brauereien zunutze machte. Auch wenn die Herstellung von Maschinen eine große Rolle spielte, so war die Erfindung der Kälte-Maschine in den 50er Jahren ein Quantensprung für die moderne Brauerei. Früher konnte obergäriges Bier nur im Winter hergestellt werden, und oft nur in kalten Kellern gelagert werden. Oftmals wurde es mit Eisblöcken aus nahegelegenen Seen gekühlt. Es ist wohl klar, dass man zugefrorene Seen nur im Winter fand, und somit erleichterte die Kühlmaschine das Lagern von Bier und machte eine ganzjährige Produktion möglich. Angespornt durch die Möglichkeiten der Kältemaschine machten sich die besten europäischen Brauer auf die Suche nach einer neuen Hefeart, die auch bei geringeren Temperaturen gärt. Anton Dreher aus Österreich, Gabriel Sedlmayer aus Deutschland und Emil Hansen aus Dänemark teilten sich diesen Erfolg. Sedlmayr und Dreher wurden bei ihren gemeinsamen Forschungen mit der Isolation der sogenannten untergärigen Hefe, auch Saccaromyces uvarum - wie der Fachmann sagt - belohnt. Hansen hingegen hat es als erster geschafft, eine einzelne Hefezelle zu isolieren. Sedlmayer kam aus einer Brauerfamilie, die den königlichen bayrischen Hof belieferte. Er war eine hoch angesehen Persönlichkeit in der Bierwelt und war Mitte des 19. Jahrhunderts für die Herstellung des Münchner Spaten-Bieres verantwortlich. Er wurde jedoch bekannt als einer der ersten Brauchemiker, die die Wissenschaft erstmals in die Brauhäuser brachten. Dreher, ein Wiener Brauer, traf Sedlmayer während seines Studiums der Brautechnik in München. Hansen hingegen machte wohl eine der wichtigsten Entdeckungen in der Braugeschichte in einem Laboratorium der dänischen Carlsberg-Brauerei. Er isolierte als erster eine einzelne Hefezelle. Nachdem der Trick erst einmal bekannt war, erlaubte es den Braueren, nur die Hefekulturen zu verwenden die für ein gutes Bier sorgen würden. Der Erfolg traf im Jahre 1883 ein, und ermöglichte es, dass die verschiedenen Biermarken einen fast gleichbleibenden Geschmack vorweisen, indem die Brauer reine Hefekulturen verwenden, und vor allem bei jedem Brauprozess die gleichen Kulturen verwenden. Auf die Idee für diese Forschungen kamen die Herrschaften bei einem internationalen Braukongress im Jahre 1873, bei dem Carl von Linde seine Ideen für eine Kältemaschine vorstellte. Louis Pasteur war bei diesem Kongress natürlich auch anwesend. Diese Erfindung der durch verdichtetem Gas betriebenen Kälte-Maschine stellte einen so tiefen Einschnitt in den Brauvorgang dar, dass die Aufregung der anwesenden Herrn nur allzu verständlich war. Beflügelt durch die neuen Möglichkeiten starteten sie ihre Forschungen.

Heute wissen wir, dass Linde's Erfindung nicht nur einen tiefen Einschnitt in die Brauindustrie darstellte, sondern dass sie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Nichtsdestotrotz waren es Brauereien, die diese Maschine als erste einsetzten, da sie auch den größten Nutzen davon hatten - untergärige Biere konnte ganzjährig gebraut werden, und Bier konnte ohne Probleme über größere Strecken transportiert werden. Wir haben bereits von Weihenstephan gelesen, sicherlich dachte 1040 keiner der Mönche daran, dass einmal weltliche Gelehrte in ihrer Brauerei das Bier und das Brauen erforschen würden. 1930 wurde die Hochschule für Brauerei in Weihenstephan der Technischen Universität in München angegliedert - Bierbrauen war nun Objekt der Wissenschaft geworden. Extraordinarius Professor Dr. Piendl, der in Weihenstephan Brauereitechnologie und Mikrobiologie lehrt, ist einer der führenden Bierforscher Deutschlands, der in zahlreichen Fachartikeln auf die positiven Wirkungen von Bier hingewiesen hat. Jean de Clerck war nicht nur Belgiens führender Wissenschaftler im Bereich der Brautechnik, sondern auch einer der größten weltweit. Er war Professor an der UniveritŽ Catholique de Louvain School of Brewing und ein Berater der Brauindustrie. Berechtigt wurde seine Beratertätigkeit durch das von ihm veröffentlichte Buch A Textbook of brewing, das zuerst 1948 in Frankreich herausgegeben wurde. Im Jahre 1958 wurde das Buch in Englisch neu veröffentlicht. Dieses aus zwei Büchern bestehende Werk ist die detaillierteste und verständlichste Arbeit über das moderne Brauen. Es deckt alle Aspekte ab: Das Brauen, der Aufbau einer neuen Brauerei bis hin zur Qualitätskontrolle. Noch heute wird dieses Werk an den meisten Schulen und Universitäten als Standardwerk für den angehenden Brauer angesehen - und das 50 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung. Natürlich waren die Belgier ihrem berühmten Sohn ewig dankbar, so dass sie ihn nach seinem Tod in dem Kloster Scourmont in Chimay begruben, in dem seit Jahrhunderten die sogenannten Trappistenbiere hergestellt werden. Zu guter Letzt bleibt noch der englische Bierpapst Michael Jackson zu erwähnen, der seine Karriere als Reporter für eine lokale englische Zeitung begann. Schnell fiel ihm jedoch auf, dass Bier und Whisky kaum Aufmerksamkeit und Respekt geschenkt wird (es ist da, und es wird getrunken), so dass er seine ersten Bücher zu diesem Thema Mitte der 70er Jahre veröffentlichte. Diese Bücher sind noch heute erhältlich und sind wohl die definitive Quelle zum Thema Biertrinken. Stets auf der Suche nach neuem Wissen, hat Jackson wahrscheinlich mehr Brauereien auf allen Kontinenten besucht, als jede andere lebende Person. Jackson sieht sich jedoch nicht nur als Beobachter, sondern er half auch Brauereien bei der Wiederentdeckung längst vergessener Biersorten. Zusätzlich zu seinen Büchern hat er für den Discovery Channel eine sechsteilige Serie entwickelt (The Beer Hunter), zu der auch eine Multimedia-CD existiert. Jackson ist auch heute noch aktiv und ständig auf der Suche nach neuen Brauereien und Biermarken. Dabei führt er Bierverkostungen auf allen Kontinenten der Erde durch, und schreckt dabei auch nicht vor dem Smithsonian Institut zurück, die schon ein Schauplatz eines solchen Events war. Auch wenn unsere "Bier-Geschichte" hier zuende ist, sollte festgehalten werden, dass Tausende deutsche Brauer und Millionen Konsumenten deutscher Biere sie tagtäglich fortschreiben.

VEB-Brauereien in der DDR

* 1945 - 1952 Die Umwandlung vieler Brauereien in Volkseigene Betriebe (VEB) erfolgte ab 1946. Diese Betriebe waren unselbständige Einheiten, und der VVB (Vereinigung Volkseigener Betriebe) unterstellt
* 1952 - 1964 Die VVB wurden schrittweise aufgelöst; die VEB arbeiteten selbständig. Unterstellt waren sie den Räten der Kreise.
* 1964 - 1967 Neugestaltung der Wirtschaftsorganisation (Neues Ökonomisches System). Der überwiegende Teil der VEB waren nun den Wirtschaftsräten der einzelnen Bezirke unterstellt.
* 1967 - 1968 Das 1967 eingeführte Ökonomische System des Sozialismus betonte wieder stärker die ideologischen Aspekte der Wirtschaft; viele Betriebe wurden umstrukturiert.
* 1968 erfolgt die Bildung von Kombinaten.
* 1969 Es wurden Getränkekombinate auf Bezirksebene gebildet. Dazu zählten alle VEB der Gärungs- und Getränkeindustrie des jeweiligen Bezirkes. Das Kombinat ist dem Wirtschaftsrat des Bezirkes unterstellt - die einzelnen Betriebe sind dem Kombinat unterstellt. In einigen Bezirken (Halle, Potsdam) wurden erst Vor- oder Übergangsstufen gebildet. Nachvollziehbar ist dies vor allem in den Kennzeichnungen auf Etiketten.
* 1972 Alle bisher halbstaatlichen Betriebe (KG) und alle bisher privaten Betriebe mit über zehn Beschäftigten werden zu Volkseigenen Betrieben. Die meisten dieser Betriebe arbeiten eigenständig und sind den Wirtschaftsräten der Bezirke, z.T. auch den Kreisen, unterstellt. Einige Betriebe werden sofort, andere später, den Kombinaten eingegliedert.
* 1975 Fortschreitende Kombinatsbildung; viele Brauereien werden zu Betriebsteilen, die Produktion wird spezialisiert.

Verbreitung des Bieres

Vor knapp 100 Jahren trat der Münchner Gerstensaft seinen Siegeszug um die Welt an. Seit jener Zeit gilt das Münchner Bier weltweit als eine Delikatesse, die durchaus dem Champagner und dem Chiantiwein Italiens das Wasser reichen kann. Man hatte zwar schon zuvor bis nach New York exportiert, 1896 aber ging das Bier erstmals an die Westküste der USA, ja sogar in das Innere Afrikas. Überall herrschte helle Freude über den dunklen Trunk aus der Bayernmetroploe, die sich dank ihres Bieres allmählich zu den bekanntesten Städten auf der Erde entwickelte. Die Loblieder auf den Gerstensaft reichen von den Siedlern in Südwestafrika des Jahres 1896 über Lenin und Kaiserin Elisabeth (Sissi) bis zu den Amerikanern Thomas Wolfe und Leonard Bernstein.

Neujahr 1896; in der Pschorrbrauerei, die gerade an der Neuhauser Straße ihr Stammhaus zu den berühmten Pschorr-Bierhallen mit 2000 Plätzen umbaut, startet man ein ungewöhnliches Unternehmen. Die Vorbereitungen gelten einem Eisenbahnwaggon mit Bier, der für eine rund 15 000 Kilometer lange Reise fertig gemacht wird. Ziel ist San Francisco. Bis New York gibt es keine Schwierigkeiten, denn dort hat seit Jahren die US Branch of Pschorrbräu München ihren Sitz. Danach aber beginnt das Abenteuer. Das Bier muss in den Wilden Westen. Daheim sind die unglaublichen Geschichten bekannt, die den reisenden auf dieser Route passieren können. Doch über der Münchner Eisenbahn-Lieferung braut sich auf dem weiten Weg durch die Prärie kein von Banditen angezetteltes Unheil zusammen. Mitte März 1896 hat sie San Francisco erreicht. Stolz verkündet Pschorr in seiner Heimatstadt: Es war das erste Münchner Fassbier, das den ganzen nordamerikanischen Kontinent durchkreuzte."

Aber nicht nur Pschorr liefert ein hervorragendes Getränk. Die Spatenbrauerei, deren Getränke besonders Karl May lobt, festigt ihren Platz in London und schenkt ebenfalls 1896 im eben eröffneten Spaten-Beer-Restaurant am Piccadilly Circus, in drei weiteren Londoner Gaststätten und in Manchester ihr Dunkles und zusätzlich ihr berühmtes helles Versandbier - damals eine Münchner Novität - aus. Wie es heißt, macht Spaten auch einen Stich im Buckingham-Palace, wo die Hoheiten regelmäßig das Münchner Erzeugnis trinken.

Vom Sommer 1896 an sendet das bügerliche Brauhaus Münchner Bier direkt in den Königspalast von Kopenhagen. Der 78jährige Christian IX. von Dänemark erkrankt in diesem Jahr so sehr, dass der Leibarzt als letztes Mittel Münchner Bier anordnet. So erhält Ende Juli die Brauerei einen werbeträchtigen Dauerauftrag. Tatsächlich trinkt der König täglich sein Münchner Bier, wird wieder gesund und lebt noch bis zu seinem 89. Lebensjahr.

Freilich, dass Bier Medizin sein kann, ist gar nicht so neu. Die heilende Kraft erwähnt auch Georg Friedrich Knapp, der Neffe Liebigs und Schwiegervater von Theodor Heuss. Er erzählt von einem todkranken Münchner, dass er nach völlig aufgegebener Hoffnung nur noch verlangt habe, nach Kräften Bier zu trinken. Knapp: "Und gerade dieser wurde wieder gesund."

Die meisten Abenteuer aber macht das Bier aus München beim rund 10.000 Kilometer langen Transport nach Windhuk mit. In der Hauptstadt des Schutzgebiets Deutsch-Südwestafrika mit einer Höhe von knapp 1700 Metren kommt man 1896 auf die Idee, Münchner Starkbier (Salvator) zu bestellen. Der Zacherlbräu geht das Risiko ein und sendet sein kostbares Nass in Fässern per Eisenbahn an einen Mittelmeerhafen. Nachdem das Bier in einem uns unbekannten Hafen gelöscht worden war, steht ein Ochsenwagen bereit, der über holprige und gefährliche Pfade in sechs Wochen das Ziel Windhuk erreicht. In ganz tadellosem Zustand oben in Windhoek eingetroffen, schreiben die fernen Trinker im August 1896 an den Zacherlbräu nach München. Zum bekanntesten Münchner Bier entwickelt sich das aus dem Königlichen Hofbräuhaus. Und es legt ebenfalls 1896 den Grundstein zu seinem weltbekannten Image. Die Brauerei wird nämlich wegen der beengten Verhältnisse der Innenstadt an die Wiener Straße verlegt. Bereits im August 1896 beginnen die Brauer dort mit dem Einsieden.

Das Stammhaus am Platzl wird inzwischen umgebaut. Kaiserin Elisabeth schaut sich die Baustelle im Sommer 1896 an. In der Zeitung ist zu lesen: "Der Kardinalpunkt des Umbaues liegt in der Umwandlung der vormaligen Sudhauslokalitäten in Gastlokalitäten." Nach der Einweihung wird das Hofbräuhaus, so wie es heute die ganze Welt kennt, zum zweiten Wahrzeichen Münchens. Sein Bier kredenzen die Lakaien an den Kaiserhöfen in Wien und Berlin. Selten verlässt Kaiser Wilhelm II. die Isarstadt ohne Hofbräufässer im Gepäck. 1896 schenkt ein Wissenschaftler der Welt endlich auch reinen Wein über den Namen Bayern ein. In der Universitätsbibliothek München trifft nämlich der Aufsatz Germanische Völkernamen des Etymologen Rudolf Munch ein. Nach ihm heißt Bayern nichts anderes als zechlustiges Geschlecht, das Gerstenland bewohnt.

Gründungsdaten der ältesten noch bestehenden Brauereien in Bayern (bis 1300)

* 1040 Bayerische Staatsbrauerei, Weihenstephan (ehem. Benediktiner Klosterbrauerei)
* Um 1050 Klosterbrauerei Weltenburg
* Um 1050 Herzoglich Bayerisches Brauhaus, Tegernsee
* 1100 Schlossbrauerei Herrngiersdorf
* 1119 Klosterbrauerei Scheyern
* 1150 Klosterbrauerei Biburg (ehem. Benediktiner Klosterbrauerei)
* Um 1150 Brauerei Mühlbauer & Söhne (ehem. Schlossbrauerei)
* 1160 Graf von Moy Hofbräuhaus, Freising (ehem. Bischöfliche Brauerei)
* 1182 Klosterbrauerei Irsee
* 1239 Brauerei Haselbach, München
* Um 1250 Bierbrauerei Schneider und Sohn, München
* 1259 Brauerei Peschl, Passau
* 1268 Brauerei Aldersbach Aretin-Werke KG, Aldersbach
* Um 1273 Brauhaus Hallertau, Hans Veit Graf zu Toerring-Jettenbach, Pörnbach
* 1283 Rhanerbräu, Rhan
* 1286 Klosterbrauerei Raitenhaslach
* Um 1300 Schlossbrauerei Eichhofen
* 1300 Klosterbrauerei Fuchbüchler
* 1300 Brauerei zum Kuchlbauer, Abendsberg

quelle: http://www.biersekte.eu

Alter,lach mich weg,da hast Du entweder schnell geschrieben oder schnell kopiert.....! Hut ab! lol

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Beanstandet, wegen trolligen verhalten!

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@Dittsche

Na wenn das jeder machen wuerde! Ein Link haette auch gereicht.

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da schon die Römer über die Germanen schrieben, das sie täglich Met (Bier) tranken, wird dieses Gebräu schon sehr alt sein. In den Hochkulturen Griechen, Ägypter, Sumerer wird es auch erwähnt. Der erste, der dies erfand, den können wir heute nicht mehr wissen. Bier und auch Alkohol ist bei den Menschen wohl durch Zufall entdeckt worden. Irgend etwas an Früchten oder Gerste lang zu lange im Wasser und gärte. Da man Hunger hatte, aß man es trotzdem und hatte einen Rausch. Das hat man sich gemerkt und das ganze dann professionell ausgearbeitet.

Vor ca. 5000 Jahren bei den Sumerern. Vermutlich aus vergorenem Brot durch spontangaerung aus der Luft. Also noch weit entfernt vom bayerischen Reinheitsgebot von 1516

Schon unter Hammurabi, von 1792 bis 1750 v. Chr., König der 6. babylonischen Dynastie, wurde auf dessen berühmten Gesetzestafeln von vergorenem Bier berichtet. In Wirklichkeit wird das Bier vermutlich noch sehr viel älter sein!

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