Wann wird man umsatzsteuerpflichtig?

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4 Antworten

gibt ein richtig gutes video dazu, peinlicherweise war mir das auch nicht sooo bewusst und naja das ist nunmal eine lücke die gefüllt gehört! der user erkki (oder so ;) ) erklärt das gut am PC! LG

Nur noch ein kleiner Hinweis. Wenn Sie sich entscheiden freiwillig für die Umsatzsteuerpflicht zu optieren, sind Sie für einen gewissen Zeitraum daran bebunden, können es sich also nicht kurzfristig anders überlegen. Manche Unternehmen bestehen darauf, daß die Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausgewiesen wird.

Hier ein Artikel dazu von der Seite der "Ich-AG": http://ichag.vnr.de/buchfuehrung/index_12718.html

Keine Umsatzsteuerpflicht für Kleinstunternehmer Als Kleinunternehmer sind Sie unter bestimmten Voraussetzungen (§ 19 UstG) von der Umsatzsteuer befreit. Das heißt, Sie schlagen dann auf Ihre Rechnungen keine Mehrwertsteuer auf, sondern berechnen Ihren Kunden einfach den vereinbarten Preis. Sie bekommen aber im Gegenzug auch keine Vorsteuer vom Finanzamt erstattet, die Sie bei Ihren Ausgaben hatten. Von der Umsatzsteuerpflicht sind Sie befreit, wenn Sie im Jahr der Betriebsgründung voraussichtlich nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz machen bzw. im letzten Geschäftsjahr nicht mehr als 17.500 Euro Brutto-Umsatz gemacht haben und im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 50.000 Euro Brutto-Umsatz nicht überschreiten werden.

So weit, so gut. Aber welche Umsatzgrenze ist für neugegründete Unternehmen entscheidend? Für die Finanzämter zählte bisher die oben beschriebene 17.500-€-Grenze. Diesem Vorgehen widerspricht das Finanzgericht München (Finanzgericht München, 9.7.2003, Aktenzeichen: 3 K 4787/01). Die Vorbereitungszeit bis zur Unternehmensgründung müsse ebenfalls einbezogen werden, so die Richter. Folge: Für die Vorbereitungszeit gilt die 17.500-€-Grenze. Für das 1. Jahr, in dem das Unternehmen tatsächlich besteht, gilt die 50.000-€-Grenze.

Das bedeutet für Sie: Umsatzsteuer müssen Sie nach Ansicht der Finanzrichter im Gründungsjahr nur noch dann zahlen, wenn Ihr Umsatz über 50.000 € liegt. Vorteil: Weil die Umsatzsteuer (= Mehrwertsteuer) entfällt, können Sie (Privat-)Kunden Produkte und Leistungen günstiger anbieten.

Tipp: Selbst wenn Sie nur einen geringen Umsatz machen, können Sie sich dennoch freiwillig für die Umsatzsteuerpflicht entscheiden. Dieser Schritt lohnt sich, wenn Sie im Gründungsjahr viel investieren oder einkaufen. Sie bekommen dann, die oft nicht unerhebliche Vorsteuer, auf Ihre Ausgaben erstattet. Wenn Sie für die Umsatzsteuerpflicht optieren wollen, genügt ein formloses Schreiben an das Finanzamt.

Als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer müssen Sie den allgemeinen Steuersatz (16 %, ab 2007 19 %)) oder ermäßigten Steuersatz (7 %) beachten, wenn durch Ihren Betrieb entsprechende Lieferungen oder Leistungen erfolgen. Auf private Geschäfte - wenn Sie z.B. dem gebrauchten Pkw ihrer Frau verkaufen - müssen Sie keine Umsatzsteuer berechnen. Der 7-prozentige Mehrwertsteuersatz fällt hauptsächlich bei Nahrungsmitteln an. Eine Reihe von Umsätzen, wie z.B. heilberufliche Tätigkeiten oder Unterricht zur Schul- und Bildungszwecken, sind gänzlich von der Mehrwertsteuer befreit.

Umsatzsteuerpflichtig sind Unternehmer und Unternehmerinnen, deren Jahresumsatz EUR 22.000,-- übersteigt.

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