Wann wird die Sonne explodieren.?

12 Antworten

Hallo Paulemann1234,

die Sonne wird gar nicht explodieren, weil ihre Masse nur etwa 70% der CHANDRASEKHARschen Grenzmasse liegt.

Das ist die größte Masse, bei der ein Weißer Zwerg stabil sein kann, der ehemalige Kern eines Sterns wie etwa der Sonne.

Die befindet sich zurzeit in ihrer Hauptreihenphase, einer langen Stabilitätsphase, in der sich Gravitation und Innendruck die Waage halten. Letzterer wird vor allem durch eine sehr hohe Temperatur gestützt, die durch ein Gleichgewicht aus stetiger Energieabgabe und einer sehr langsam ablaufenden Kernfusion von Wasserstoff etwa konstant gehalten wird.

Allerdings verschiebt sich dieses Gleichgewicht ganz langsam in Richtung höhere Drücke und Temperaturen, bis der Wasserstoff im Kern knapp wird.

Bei höheren Temperaturen fusioniert mehr Wasserstoff, deshalb wird der auch immer schneller immer knapper. Der Kern kühlt aber nicht etwa ab, das kann er nicht. Schließlich ist ja der Innendruck noch temperaturabhängig, und der kann nicht fallen. Stattdessen zieht sich der Kern unter deiner eigenen Schwerkraft immer weiter zusammen und heizt sich immer mehr auf. Die steigende Temperatur bewirkt einen steigenden Strahlungsdruck aus dem Inneren, die Hülle des Sterns bläht sich auf, wobei sie abgekühlt, weshalb sie in einem gelblich-rötlichen Farbton leuchtet. In der Phase heißt der Stern deshalb ein Roter Riese.

Schließlich reicht die Temperatur auch für die Kernfusion von Helium zu schweren Elementen bis Kohlenstoff und Sauerstoff. Die Hülle bläst der Kern mit seinem Strahlungsdruck schließlich so weit auf, dass sie durchsichtig wird und einen sogenannten Planetarischen Nebel (der heißt so, weil er durch ein Teleskop ein bisschen wie ein Planet aussieht) bildet, der weiter expandiert und durch das Licht aus dem Inneren angeregt in allen Regenbogenfarben leuchtet.

Im Kern passiert etwas, das den weiteren Kollaps stoppt: Die Materie FERMI- entartet, der Druck wird temperaturunabhängig. Das geschieht durch das Gedränge im Inneren, wo sich die Wellenfunktionen der Elektronen überlappen und eine Eigenschaft zum Tragen kommt, der auch die Chemie ihre Existenz verdankt, das PAULI-Prinzip. Elektronen, die sich auf engem Raum aufhalten, müssen sich in irgendwelchen Zustandsgrößen unterscheiden, und dazu gehört die Energie. Deshalb behalten etliche dieser Elektronen eine hohe Energie trotz Abkühlung weiter bei uns einen Druck aufrecht, der ausreicht ein weiteres zusammenziehen zu verhindern. Genau das ist der Weiße Zwerg.

Bei mehr als 1,4 Sonnenmassen funktioniert diese Stabilisierung nicht mehr, sondern der Kern zieht sich von Planeten- auf Stadtgröße zusammen. Dabei werden Unmengen an Energie frei, und es finden im Inneren Reaktionen statt, die alles in Neutronen verwandeln. Die dabei entstehenden Neutrinos, die normalerweise kaum mit irgendetwas reagieren, haben hier sehr dichte Materie Vorsicht und heizen sie so stark auf, das alles explodiert.

Schwere Sterne

Außerdem werden in schwereren Sternen auch höhere Temperaturen und drücke erreicht, sodass auch schwerere Elemente als Kohlenstoff oder Sauerstoff, bis hin zum Eisen, gebildet werden können. Dann ist dort allerdings auch der Ofen aus, und mehr Energie wird nur noch durch einen Gravitationskollaps frei. Das kann dann allerdings so viel sein, dass selbst energiefressende Kernreaktionen wie die Entstehung von noch schwereren Elementen wie Gold, Uran und so weiter stattfinden können, wenn auch nur für Sekundenbruchteile. Die Hülle ist dann meistens noch da, heizt sich enorm auf und expandiert explosionsartig, wobei der Stern so viel Energie freisetzt wie die Sonne in ihrer ganzen Lebensdauer. Das ist die Supernova.

Auch für Neutronen gilt das PAULI-Prinzip, und so können Neutronensterne entstehen, die bis zu etwa 2½ Sonnenmassen stabil sein können. Was noch wesentlich schwerer ist, kollabiert zu einem Schwarzen Loch.

Woher ich das weiß:Hobby

Übrigens ist ein Stern um so kurzlebiger, je mehr Masse er hat, und zwar extrem. Während die Sonne insgesamt 10 Milliarden Jahre "lebt", von denen sie etwa die Hälfte hinter sich hat, sind viele der Sterne, die wir selbst von unseren lichtverschmutzten Städten aus funkeln sehen können, erst ein paar Millionen Jahre alt und schon im Roter-Riese- Stadium angelangt.

Rote Zwerge hingegen - sie haben Massen ab 0,08 Sonnenmassen und geben zumeist eher ein goldgelbes Licht ab, das auch den Bulges in den Zentren von Spiralgalaxien ihre Farbe geben - können trotz viel weniger "Treibstoff" womöglich Billionen von Jahren existieren und befinden sich derzeit alle noch in ihrer "Jugendphase".

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Die Sonne ist ein gigantischer Kernfusionsreaktor. Sie besteht hauptsächlich aus Wasserstoff. In ihrem Inneren sind Druck und Temperatur so hoch, dass Wasserstoffatome miteinander zu Heliumatomen verschmelzen. Dabei wird eine ungeheure Menge Energie frei.

Aber, wie gesagt, der Wasserstoffvorrat ist nicht unendlich. Nachdem ihr Wasserstoffvorrat erschöpft ist, bläht sich die Sonne auf. Dabei wird sie vorübergehend sogar noch intensiver leuchten: Als ein "Roter Riese", ein Riesenstern, wird ihre Leuchtkraft im Alter von etwa zehn Milliarden Jahren doppelt so groß sein wie heute.

Allerdings scheint sie dann nicht mehr gelb sondern rot, weil sie wesentlich kühler sein wird. Im Zentrum ist jetzt aller Wasserstoff verbraucht und eine Kugel aus Helium bleibt übrig. Der "Rote Riese" wird die Planeten Merkur und Venus verschlucken und das Leben auf unserer Erde zerstören. Kein Wunder, denn hier wird es über 1000 Grad heiß werden – die Ozeane verdampfen.

Gar nicht, die Sonne hat zu wenig Masse für eine Supernova, sie wird erst größer und schrumpft letzendlich zu einem weißen Zwerg, bis dahin dauert es aber noch ein paar Milliarden Jahre.

Aber schon in etwa 4 bis 5 Mrd. Jahre – nachdem sich die Sonne zu einem Roten Riesen aufplustert hat – wird die Erde in ihr verbrannt worden sein.

Bitte lies: https://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-6572/10788_read-24352/

Genauer: Die Sonne wird sich dann infolge des Schalenbrennens um etwa das Hundertfache aufgeblasen haben. Sie verändert dabei auch ihr Erscheinungsbild: als Riesenstern wird die Sonne das 10000fache ihrer jetzigen Leuchtkraft aufweisen und sie wird rot erscheinen, weil sich ihre Effektivtemperatur absenkt – das wird auch ihren Spektraltyp ändern. Durch den kräftigen Sonnenwind wird die Sonne fast die Hälfte ihrer Masse an die Umgebung abgeben. Aufgrund des enormen Aufblähens kühlen sich die Sternhüllen des Riesen ab und werden ausgedünnt – das stoppt schließlich das Schalenbrennen wieder. Die Ausdehnung der Sonne zum Riesen hat auch entscheidende Konsequenzen für das innere Sonnensystem, weil dann die inneren Planeten Merkur und Venus von der Sonne verschlungen werden (siehe maßstabsgerechte Abbildung oben). Auf der Erde wird die Temperatur lebensfeindlich anschwellen: das Ende des irdischen Lebens ist in diesem Szenario der Wärmetod! Danach wird der innere Teil der Sonne zu einem etwa erdgroßen Weißen Zwerg in sich zusammenfallen. Das Schicksal der Sonne teilen mehr als 90% der Sterne – nämlich alle Sterne mit Anfangsmassen von weniger als 8 Sonnenmassen.

Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/astronomie/roter-riese/415

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Die wird nicht explodieren. Es ist nämlich kein Sprengstoff drin. Sie wird sich zu einem Roten Riesen entwickeln, wobei sie in etwa 9 Mrd. Jahren den hundertfachen Durchmesser haben wird. Dabei schluckt sie Merkur und Venus. Am Ende wird sie ein weißer Zwerg etwa von der Größe der Erde und stößt einen Teil ihrer Hülle ab.

Voll spannend lol

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Das wir€ noch lange nicht passieren. Und wenn es passiert, dann ist der Mensch nicht mehr existent und die Erde wird unbewohnbar

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