Wann wird die Menschheit endlich aussterben?

13 Antworten

Aussterben wird sie, so wie es momentan aussieht, ganz sicher irgendwann. Wird aber vermutlich noch etwas dauern. In spätestens so 2 - 3 Milliarden Jahren ist Schluß, wenn sich die Sonne aufbläht und unsere gute alte Mutter Erde in eine schöne runde Fackel verwandelt. Ob das deine Vorstellung von Frieden ist wage ich zu bezweifeln, aber da ist dann gar kein Leben mehr, also auch kein Streit.

Dein Weltbild ist aber sehr verzerrt. Die meisten Menschen begehen keine Terroranschläge oder wollen Krieg oder heißen diese beiden Sachen gut.

Von den 7 Milliarden Menschen auf diesem Planten begehen jedes Jahr ungefähr 10.000 einen Terroranschlag. Das heißt von 7 Millionen Menschen begeht ein einziger einen Terroranschlag. Das dürfte ja wohl kaum repräsentativ sein für die Menschheit. Sogar wenn jeweils noch eine Millionen Leute diesen Anschlag direkt gut heißen würden (was ich glaube eine schwer übertriebene Zahl ist), dann wäre es immer noch nur 1/7 der Menschheit.

Ich schätze höher dürfte auch die Zahl derer nichts sein, die wirklich einen Krieg wollen. Sagen wir jeder 7te findet Krieg angemessen und jeder 7te einen Terroranschlag. Dann haben wir immer noch nur 2 Millionen von 7 Millionen, die so sind wie du sie beschrieben hast.

Also lautet dein Antrag: Weil von 7 Menschen auf dieser Welt 2 total untragbar sind, sollen doch bitte sie und auch die anderen 5, die gar nichts böses getan haben, endlich den Löffel abgeben. Sehe ich das richtig? Weil 6 Schüler in einer Klasse doof sind, sollen auch alle anderen 15 einen Schulverweis bekommen? Selbst wenn die Hälfte der Menschheit so richtig s.hei..e wäre, so wäre das kein Grunde der anderen, vollkommen korrekten Hälfte, den Tod an den Hals zu wünschen.

Nur ein einziger , ganz ganz kleiner Aspekt zu deiner Annahme , die Menschen seien böse : 

Informier dich mal , wieviele Menschen allein in D im Ehrenamt tätig sind - in Vereinen , Wohltätigkeitsorganisationen z.B. Rotes Kreuz , der Feuerwehr , THW .....

Sie tun dies uneigennützig und größtenteils ohne oder gegen geringe Entlohnung ....

Man darf nicht nur das Schlechte sehen , das ist nicht gut für dich und es würde dir bestimmt nichts schaden , mal eine Zeit lang eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben - dein Weltbild würde sich von Grund auf ändern !

Je nach dem, was passiert, z.B. der Einschlag eines Asteroiden oder eine Supernova in der Nähe, kann das plötzlich und sehr schnell gehen. Durch Klimaveränderung, Vulkanausbrüche, Atomkrieg, nuklearen Winter, Seuchen oder anderes wird es wahrscheinlich nicht dazu kommen, dass die Menschen ganz aussterben. In der Vergangenheit sind durch Pest und Seuchen oder lange Kriege oft ein Drittel der betroffenen Bevölkerung ausgestorben, was sehr viel ist und das Leben komplett umkrempelt, aber die Art an sich bleibt dann trotzdem noch erhalten.

Das Ende kommt spätestens, wenn sich die Sonne zu einem roten Riesen aufbläht. Aber bis dahin vergehen noch Milliarden Jahre.

Die Art blieb nicht nur erhalten, die hat sich sogar massenhaft vermehrt.

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Das Aussterben ist eine völlig normale Begleiterscheinung in der Evolution. In der gesamten Ergeschichte sind immer wieder Spezies ausgestorben (Selektion) und es haben sich dafür neue Spezies entwickelt (Radiation).

Schnell hat man bei dem Wort "Aussterben" eines der katastrophalen Szenarien im Kopf, welche in der Vergangenheit zu einem Massenaussterben geführt haben. Das bekannteste is sicher das Massenaussterben am Ende der Kreidezeit, dem die Dinosaurier und viele andere Tiergruppen des Mesozoikums zum Opfer fielen, und das höchstwahrscheinlich durch einen Asteroiden- oder Kometeneinschlag verursacht wurde. Dieses Ereignis war aber nur eines von vielen und das bislang nur fünftgrößte dieser Ereignisse: Am Ende derKreidezeit starben "nur" etwa 50% aller existierenden Arten aus, in den Aussterbeereignissen am Ende des Devons, der Trias und des Kambriums waren es zum Teil deutlich mehr - doch sie alle waren nichts im Vergleich zu den katastrophalen Veränderungen am Ende des Perm, als mehr als 90% aller Arten ausstarben.

Bei solchen Massenaussterben stirbt oft ein großer Teil der bestehenden Arten in einem relativ kurzem Zeitraum aus, doch ist für das Verschwinden einer Art nicht immer eine derart gewaltige globale Katastrophe von Nöten. Die meisten Arten sterben nicht bei Massenaussterbeereignissen aus, sondern so ganz nebenbei. Derzeit geht die Wissenschaft davon aus, dass es auf unserem gesamten Planeten ungefähr 2 Millionen Tier- und Pflanzenarten gibt. Das ist aber nichts im Vergleich zu der Artenvielfalt, die es bereits einmal gegeben hat: Es wird geschätzt, dass die Evolution seit den ersten Mehrzellern mehrere Milliarden unterschiedliche Spezies hervorgebracht hat. Das bedeutet, dass von allen Arten, die es jemals gab, heute weniger als ein Promille aller Arten übrig geblieben und der gesamte Rest bereits ausgestorben ist!

Ob eine Spezies ausstirbt oder überlebt, hängt von vielen unterschiedlichen Aspekten ab: Eine Spezies braucht Lebensraum, Nahrung, eine ausreichende Anzahl von Nachkommen und einen geringen Druck durch Konkurrenten, damit sie in ihrer ökologischen Nische lange und unverändert überleben kann. Da sich die Erde und somit die Lebensbedingungen ständig Verändern, bedeutet es für die meisten Spezies, dass sie nur eine begrenzte Zeit auf der Erde haben, in welcher sie eine ökologische Nische besetzen können. Für Säugetiere ist dieses Zeitfenster ziemlich eng, die wenigsten heute lebenden Säugetierarten existieren auf unserer Erde unverändert bereits länger als drei Millionen Jahre.

Wenn wir die gleichen Regeln der Evolutiion auf den Menschen anwenden, sollte es eigentlich noch eine uns sehr lang erscheinende Zeit dauern, bis auch wir aussterben. Menschen gibt es noch nicht länger als etwa 200.000. Jahre, also blieben uns laut Statistik noch etwa 2,8 Millionen Jahre. Doch kann natürlich niemand in die Zukunft sehen.

Das wir nach der Statistik einfach "noch nicht dran sind", ist nur ein Argument für das Fortbestehen der Menschheit als Art auf unserem Planeten. Ein weiteres wäre unsere hohe Anpassungsfähigkeit: Der Mensch ist imstande, jeden Lebensraum für sich einzunehmen und sich an die dortigen Umstände anzupassen. Er hat schon mehrere schwere Naturkatastrophen überstanden (wie die Eiszeit oder das Toba-Ereignis) und ist derzeit eines der erfolgreichsten und artenreichsten Säugetiere auf unserem Planeten.

Es gibt jedoch auch viele Argumente dafür, dass der Mensch bald schon vom Antlitz der Erde verschwunden sein könnte. Die zunehmende Technologisierung hat zu einer ökologischen Einnischung geführt, die unsere Anpassungsfähigkeit einschränkt. Viele Teile der Weltbevölkerung sind von der bestehenden Zivilisation abhängig und könnten ohne fließendes Wasser, Elektrizität und dem modernen Gesundheitswesen nicht überleben. Brechen diese Lebensbedingungen einmal aus irgendeinem Grund weg, wird ein Großteil der Menschheit sterben. Die zunehmende Belastung der Umweltverschmutzung führt außerdem dazu, dass der Mensch in den nächsten Jahrhunderten unter einem drastischen Wandel seines Lebensraumes zu leiden haben wird.

Es ist dabei traurig und auch naiv, dass der Mensch eher vor einem eher unwahrscheinlichen Szeanario wie dem eines Asteroideneinschlags, einer weltweiten Seuche oder sogar einer Zombieapokalypse Angst hat, als der gegenwärtigen Gefahr durch die derzeit stattfindende Aussterbewelle in die Augen zu sehen: Die Wissenschaft geht derzeit davon aus, dass jeden Tag (!) mehr als 300 Spezies aussterben. An welchem Tag der Mensch eine von ihnen sein wird, bleibt noch abzusehen.

Wir benötigen Menschen , die Optimismus verbreiten . Mit solchen Szenarien wie Du sie siehst - oder herauf beschwörst - ist niemandem geholfen !

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