Wann wird aus einem unbesorgten Bürger ein Gutmensch?

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10 Antworten

Gedankenloses Herdenvieh welches dem am lautesten blöckenden Schaf hinterherrennt fühlt sich dann am Größten wenn es Andere (hier mit einem eigentlich positiven Begriff) diffamieren kann.

Allerdings, wenn man mich als Gutmensch bezeichnet können meine Eltern in der Erziehung nicht alles falsch gemacht haben.....

P.S. Warum glaubst du eigentlich das Gutmeschen unbesorgt sind? Ihr Sorgen könnten sogar tiefer und begründeter sein als die Sorgen "besorgter Bürger"


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Kommentar von ceevee
04.10.2016, 16:25

P.S. Warum glaubst du eigentlich das Gutmeschen unbesorgt sind? Ihr Sorgen könnten sogar tiefer und begründeter sein als die Sorgen "besorgter Bürger"

Ich bin auf diese Frage gekommen, weil ich ein Gegenstück zu dieser Frage stellen wollte

https://www.gutefrage.net/frage/wann-wir-aus-einem-besorgten-buerger-ein-nazi

Ich wollte auch mal aufmischen. Das 'unbesorgt' hat da von der Formulierung her gut reingepasst. :)

Aber mit dem letzten Absatz sprichst du einen wichtigen Punkt an, ich denke, dass die AfD eine ziemliche Hau-Drauf-Taktik fährt und zwar Probleme anspricht, aber nicht wirklich praktikable Lösungen bietet. Von daher hast du schon recht mit dem "besorgten Gutmenschen", der sich mehr Gedanken macht, wie man die Flüchtlingskrise wirklich löst.

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Gutmensch, das ist eine janusköpfige Angelegenheit. Einerseits ein Mensch, dernicht alle Sauereien akzeptiert, sie ggf. nicht einfach hinnimmt, andererseits einer, der nur moralisch eingehaust ist. Zu Zeiten von Karl Marx nannte man ihn bonhomme und meinte damit einen rechtschafenen Biedermann.

Ein Gutmensch ist seltenst ein Kämpfer, ökonomischer Sachverstand fehlt meist auch, dennoch hat er auch berechtigte Anliegen und ist nicht so ohne Weiteres für all die Gemeinheiten landesweit zu haben. Er ist mahnende Stimme und Ohnmacht in einem.

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"Gutmensch" ist einfach eine Denunziationsfloskel der Rechtsextremisten, mit der man pauschal Menschen abwerten kann, die die rechtsextreme Gesinnung nicht teilen.

Attraktiv ist der Begriff vor allem deshalb, weil er von lästiger Arumentiererei in der Sache entlastet. Denn wer als Gutmensch rhetorisch gebrandmarkt wird, hat sowieso unrecht.

Insofern kommt er der Bildungsferne vieler seiner rechten Verwender natürlich äußerst gelegen. :-)

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Wenn mich ein AfD-Wähler oder Pegidamarschierer als Gutmensch bezeichnen sollte, sehe ich das als Kompliment und nehme an, dass er im Umkehrschluß dann wohl ein "Schlechtmensch" ist.

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Ich habe das Gefühl, dass man dann ein Gutmensch ist, wenn man sagt, man wolle diesem oder jenem helfen, aber eigentlich meint, dass es andere tun sollen. Z.B. wenn man sagt, man kann ja ohne Probleme noch 10 Millionen "Flüchtlinge" aufnehmen, das ganze aber von den Berufstätigen und deren Steuergeldern bezahlen lassen möchte, bzw. in der eigenen Wohnung keinen "Flüchtling" aufnehmen würde.

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Gutmensch ist leider ein Schimpfwort geworden. Ich wurde als solcher bezeichnet (negativ belegt) weil ich Flüchtlingen im Alltag geholfen habe.

Es fängt immer so an:"ich habe ja nichts gegen Flüchtlinge, aber..." Danach folgt die Formulierung Gutmensch als Beschimpfung.

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Gutmensch/INNEN  kreischen "SEXISMUS" 

scheinen indes eine/n schwunghafte/n Handel/IN mit Geschlechtsteilen zu treiben,

 setzen sich eine/n HeiligenscheinIN auf und erklären NachbarINNEN, wie sie den Müll / die Müllerin :-)  zu trennen haben und daß Besuch/IN after eight nicht schicklich sei..

Sie ächten Streusalz im Winter - in der Winterin - und sind LobbyistINNEN  der Gipsindustrie.....

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Wann wird aus einem unbesorgten Bürger ein Gutmensch?

wenn man das wohl anderer Länder und Menschen als wichtiger empfindet als sein eines Land zu helfen..

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Kommentar von Ursusmaritimus
03.10.2016, 20:41

Sehr vereinfacht, aber aus diesem Lager kommen nur einfache Antworten für komplexe Probleme es Lebens.

Auch Hitler hat lieber Autobahnen bauen lassen als Autos welche darauf fahren.....

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Nimm die Spinner von der AfD nicht so ernst.  Gutmensch haben die erfunden, der Begriff existiert nicht wirklich!

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Kommentar von Ursusmaritimus
03.10.2016, 15:29

Denn Begriff gab es schon im kalten Krieg, jedoch wurde er "inhaltlich" umgeformt....

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Ein Gutmensch bist du, wenn du honorige Leute, die Gutmenschen kritisieren, mit übelsten Schimpfworten anpöbelst. Dann bist du ein Gutmensch, wenn du Merkels Flüchtlingspolitik verteidigst. Denn mit dem unkontrollierten Hereinströmen von Migranten kommen auch Terroristen, Kriminelle und Banditen nach Deutschland. Gutmenschen stört das nicht; also ist die politische Dummheit eine hervorstechende Eigenschaft des Gutmenschen.

Gutmenschen klatschen auf Bahnhöfen, wenn Migranten in Massen die
Züge verlassen. Ob dabei auch Banditen oder „Gefährder“ sind, die in Deutschland leidenschaftlich gerne Sattelschlepper in fröhliche Menschenmengen lenken, ist dem Gutmenschen völlig egal.
Hauptsache, viele, viele Ausländer kommen nach Deutschland. Diese
meist analphabetischen Muslime - sagt der Gutmensch – brauchen wir
hier in Deutschland als Facharbeiter und Ingenieure. Diese
Meinungsäußerung entlarvt den Gutmenschen als naiven Waisenknaben.

Der Gutmensch liebt Ausländer vorbehaltlos, deshalb klatscht er auch
auf Bahnhöfen beim Eintreffen der Ausländer. Zur politischen
Dummheit des Gutmenschen kommt also noch seine groteske Naivität.
Der Gutmensch ist m.a.W. ein bizarres Zerrbild des doofen deutschen
Michels mit der Zipfelmütze!

Wie erkennt man den Gutmenschen noch (außer an seinem Klatschen auf Bahnhöfen)? In Polit-Talkshows sitzen sie meistens in großer Zahl herum. Sie klatschen hier sofort, wenn die Merkel-Politik allgemein oder im Besonderen ihre Flüchtlingspolitik von einem „Talker“ gelobt wird. Kritisiert
einer die Merkel-Politik, schweigen sie penetrant oder sie lachen den
Merkel-Kritiker aus. Daraus ergibt sich: der Gutmensch ist eine Art
Lemming; er folgt wie die Lemminge dem Leittier Merkel, und sei es in
den Untergang.

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