Wann werden Bischöfe nicht mehr vom Staat bezahlt?

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15 Antworten

Das sind quasi "Entschädigungen", die wegen der Säkularisierung und Enteignung von Kirchenbesitz von vor ca. 200 Jahren durch den Staat geleistet wurden.

Bislang floßen knapp 15 Mrd. Euro seit der Gründung der Bundesrepublik in die Taschen der Bischöfe. Jährlich kostet das die Bundesländer mitllerweile ca. eine halbe Milliarde Euro...

http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/10/11/warum-zahlt-der-staat-eigentlich-die-bischofsgehalter/

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Kommentar von Nadelwald75
07.03.2017, 13:55

... und da gibt es dann zwei Möglichkeiten:

- der Staat zahlt, was er schon immer gekonnt, aber nicht gewollt hat, eine bestimmte Summe, um aus dieser Verpflichtung des Konkordats/bzw. der Konkordate mit den jeweiligen Rechtsnachfolgern herauszukommen.

- Die Kirche löst im Einverständnis mit dem Staat, das Konkordat auf und verzichtet in Zukunft auf die Zahlung.

Beides wird wohl nicht geschehen.

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Kommentar von 666Phoenix
07.03.2017, 14:49

atzef, das sind keine Entschädigungen, auch nicht in Anführungszeichen und auch nicht, wenn es die Kirche ständig behauptet! Es wurde auch kein Besitz enteignet, im Gegenteil, das Mainzer Bistum bekam sogar Ländereien hinzu!

Im "Reichsdeputationshauptschluss" (Name stammt nicht von mir) von 1803 steht nichts von Entschädigung. 

Ganz abgesehen davon, dass die damals betroffenen Gebiete der katholischen Kirche nicht gehört haben, denn es handelte sich um Lehen im Eigentum des Kaiserreichs.

Lediglich der Erhalt der Dome und eine (lebenslange) Apanage nur für die damals konkret entthronten geistlichen Landesherren sind vereinbart worden. 

Der eigentliche Kirchenbesitz an Ländereien wurde nicht angetastet. 

Die katholischen Fürstbischöfe oder Fürstäbte amtierten immer nur auf Lebenszeit, sie konnten und durften ja des Zölibats wegen keine familiären Dynastien begründen. 

Also können seinerzeitige befristete Apanagen-Ansprüche auch nicht bis in die Gegenwart übertragen werden.

Die Konkordatsbestimmungen sollten inhaltlich bereits im Rahmen der Weimarer Verfassung überarbeitet werden.

Dass sie bis heute nicht angetastet wurden, beweist die Heuchelei der "Trennung Staat-Kirche"!

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Das hat nichts mit der Zahl der Kirchenmitglieder zu tun.

1803 enteignete der Staat die Kirchen, d. h. das Deutsche Reich verleibte sich die Domänen, Ländereien und Güter der Kirchen ein, aus deren Erträgen bis dahin u. A. der Klerus bezahlt wurde. Im Gegenzug verpflichtete sich der Staat, den Unterhalt der Bischöfe zu übernehmen. In dieser Pflicht steht die Bundesrepublik als Nachfolger des Deutschen Reiches.

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Kommentar von Hegemon
07.03.2017, 15:41

Das sind gleich mehrere unwahre Aussagen auf einmal.

1. Die vom Reichsdeputationshauptschluß von 1803 betroffenen Gebiete waren reichsunmittelbare Gebiete. Es handelte sich also nicht um Eigentum der Kirche sondern um Eigentum des Staates bzw. des Kaisertums. Es waren Reichslehen, die mit dem Hauptschluß wieder eingezogen wurden. Das Kaisertum hätte auch gar nicht über fremdes Eigentum verfügen können.

2. Damit die Kirchenfürsten nicht betteln gehen müssen, wurde mit dem Hauptschluß eine lebenslange Apanage vereinbart. Das sind die Zahlungen, von denen wir heute reden. Daß auch nur einer dieser Kirchenfürsten heute noch am Leben wäre, ist nicht sehr wahrscheinlich. Trotzdem wird bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag weitergezahlt.

3. Die Evangelische Kirche war überhaupt nicht vom Reichsdeputationshauptschluß betroffen. Trotzdem erhält sie die gleichen Staatsleistungen.

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Es ist ein gutes Geschäft für den Staat die Gehälter der obersten Kirchenfunktionäre bezahlen zu dürfen, denn diese bekommen wenig verglichen mit denen der obersten Staatsfunktionäre oder Abgeordneten.

Der Staat hat mit der Kirche Konkordate abgeschlossen und bekommt im Gegenzug die Inkassogebühr für die Kirchensteuer. Dieses Inkasso fiele weg, sollte man die Konkordate kündigen und die Kirche ihre Bischöfe selber bezahlen. Außerdem kann der Staat bei der Ernennung von Bischöfen mitreden. Alles nachzulesen im Art. 140 GG, hier heißt es zwar nur lapidar, die entsprechenden Artikel der Weimarer Verfassung gelten uneingeschränkt weiter. Dazu sollte man die Weimarer Verfassung lesen.

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Man reiche mir eine Brechtüte !  Es ist ein Skandal ersten Ranges, der hiesige Staat verhält sicvh sittenwdir gegenüber seinen Steuerzahlern, zugunsten der Kurche.

"die Kirche hat einen großen Magen

hat ganze Länder aufgefressen

und sich noch nie übergessen!"

(Goethe)

In der Verfassung steht geschrieben, dass Kirche und Staat getrennt seien. Das ist indes nicht zur Gänze geschehen, mithin verstößtder deutsche Staat gegen seine eigene Verfassung. Es wird Zeit, dass die Bürger ihrem Staat mal auf die Finger klopfen und dermaßen Druck auf ihn ausübern, sdo dass diese elenden Subventionen an die archaisch-irrationalen Organisationen namens Kirche erinstellen.

In etlichen anderen westlichen Staaten gibt es diesen Anachronismus wie in Deutschland nicht, während man hierzulande noch immer partiell in halbfeudalen Verhältnissen vor sich hindümpelt.

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Von den 82 Millionen Bürgern in Deutschland gehören 37,5 Millionen zur Katholischen oder Evangelischen Kirche. Das sind 45,73%.

Und jährlich treten jeweils aus beiden Kirchen 450.000 Menschen aus. Der Staat muss sich an Verträge mit den Kirchen halten um diese zu bezahlen. Diese haben die Nazis im Dritten Reich mit den Kirchen für deren Unterstützung im Wahlkampf erhalten.

Und die Bundesrepublik Deutschland hat diese Verträge übernommen.

Vermutlich würde das eingestellt werden, wenn die Kirchen der Politik nicht mehr helfen könnten. Also wenn die Politik nicht mehr auf die Macht der Kirchen angewiesen wäre.

Künstlich halten deshalb die Kirchen ihre Mitgliederzahl hoch! Der Zensus 2012 kam auf etwa 2,3 Millionen Mitglieder, die nur auf dem Papier existieren.

Deswegen geben die Kirchen ja auch nicht aktive Mitglieder an wie Zeugen Jehovas. Denn wenn man nur nach Aktivität bewerten würde, gäbe es mehr Zeugen als Katholiken hier.^^

Bei Zeugen Jehovas besucht jedes Gemeindemitglied etwa 93% aller örtlicher Gottesdienste. Die fehlenden 7% sind Urlaub+Krankheit usw.

Bei beiden Großkirchen kommen gerade einmal 7% der Mitglieder öfter als 2x im Jahr zum Gottesdienst 

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Kommentar von Roentgen101
07.03.2017, 23:26

Ich wüsste einen Weg, diesen Zeitpunkt zu verkürzen. Nun da Zeugen Jehovas auch rechtlich anerkannt wurden, könnte man darauf bestehen, dass deren Gebäude und Geistliche ebenso diese Mittel zustehen würden. Deren Fuhrpark, die Bauten und die Druckerei.

Dann wäre ein riesiger Aufschrei groß, auch wenn die Kosten hierfür nur einen Bruchteil ausmachen würden! Dann könnte sich der Staat gezwungen sehen, alle Kirchen sich selbst zu überlassen. Zeugen Jehovas kommen damit jedenfalls gut aus.

Das extra Geld dann könnte man in Bildung, Straßenbau und Gesundheit stecken und danach die Schulden bezahlen und die Steuern senken!

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Das ist in der Tat ein Skandal, wie die Kirche, die eh schon die reichste Organisation in Deutschland ist, sich hemmungslos am Staat bedient. 

Das gehört so schnell wie möglich abgeschafft. Solange aber eine Pfarrerstochter Kanzlerin ist, ist damit kaum zu rechnen.

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Kommentar von Karl37
07.03.2017, 18:08

Warum missgönnt ihr dem Schäuble die Einnahmequelle aus der Kirchensteuer?

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Völlig egal, zum Glück regelt der Staatsvertrag das alles und der ist unabhängig von der Zahl der Kirchenmitglieder.

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So lange, bis es eine Regierung gibt, welche das ändert.

Wenn mit der CDU ständig eine Partei gewählt wird, die sogar "christlich" im Namen hat, passiert das natürlich nicht.

Außerdem sind 60% eine deutliche Mehrheit - es wird also von einer Mehrheit der Bevölkerung gewünscht und bezahlt. Wo ist das Problem?

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Kommentar von Brieftasche1982
07.03.2017, 13:37

Ich spreche doch gar nicht von einem Problem, ich frage nach einer zeitlichen Dimension.

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Kommentar von Diodeicieli
07.03.2017, 13:51

es wird also von einer Mehrheit der Bevölkerung gewünscht und bezahlt.

Das wage ich mal stark zu bezweifeln. Die Meisten wissen ja nicht einmal, was für eine Verbrecherorganisation die Kirche ist. Ein Großteil der Kirchenmitglieder ist auch nur deswegen Mitglied, weil sie schon als Kleinkind getauft worden sind.

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Solange man Kirche und Staat nicht endlich trennt, werden wir weiter beklaut. Aber so ist die Kirche eben und so wird sie immer sein ...

Von nix kommt nix ...

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Kommentar von Katzenreiniger
07.03.2017, 13:37

Beklaut? Niemand muss Mitglied der Kirchen sein, niemand wird gezwungen dafür Kirchensteuer zu bezahlen.

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Kommentar von Aleqasina
07.03.2017, 14:48

Wieso beklaut? Dafür hat der Staat die Erträge bzw. den Niesbrauch der 1803 enteigneten Kirchengüter. Das müsstest du erst einmal gegenrechnen!

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im Jahre 3578

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erst, wenn artikel 140 im grundgesetz gestrichen wird

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Das ist leider in naher Zukunft nicht absehbar.

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Sobald der Staat das gestohlene Land zurückgibt.

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