Wann verjährt Mietzahlung?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Eine Mietzahlung kann nicht verjähren! Eine Mietforderung schon. Grundsätzlich gilt für die Dreijahresfrist: die Forderungfall verjährt innerhalb von 3 Jahren plus das angefangene Jahr. Also am 31.12.2012 verjähren alle Forderungen aus dem Jahr 2009 und davor. Aber auch hier gibt es natürlich einen Haken. Grundsätzlich verrechnet der Vermieter jede Zahlung immer mit der ältesten Forderung. Das bedeutet, dass die Forderung aus dem Dezember 2008 beispielsweise verrechnet wurde mit der Zahlung aus dem Januar 2009. Es heißt, dass dieser eine Monat Rückstand letztlich immer weiter fortgeschrieben wird, so dass niemals eine Verjährung eintreten kann. Das können sie nur ausschließen, wenn Sie die Zahlung der Miete mit einer Zweckbestimmung versehen. Beispielsweise können Sie in einen Dauerauftrag hineinschreiben (und deshalb macht man keine Lastschrift sondern lieber einen Dauerauftrag), dass diese "Zahlung auf den auf das Datum der Zahlung folgenden Monat" angewendet werden soll. Auf die Weise haben Sie einmal eine Formulierung, die immer gilt. Sie brauchen dann nicht jede einzelne Zahlung mit einem Monatsdatum zu versehen. Und dann, und nur dann, tritt auch eine Verjährung ein.

Sie werden nicht umhin können, diese Zahlung zu leisten, da sie, wie gesagt nicht verjähren kann. Aber für die Zukunft könnten Sie einen entsprechenden Dauerauftrag einrichten.

Der Anspruch dürfte verjährt sein. Dennoch darf die Hausverwaltung den Rückstand verlangen. Deine Aufgabe ist es, auf die Verjährung hinzuweisen. Oder, Du akzeptierst, dass Du was schuldig geblieben bist und zahlst trotzdem noch. Hat auch was mit Anstand zu tun. Ansonsten gibt es für Mieten normalerweise keine Jahresabschlussrechnung und für Mietrückstände keine Mahnung, dafür aber sehr schnell die Kündigung, wenn mal mehr als eine Miete nicht bezahlt ist.

Wenn du die jeweiligen Überweisungen mit Tilgungsbestimmung getätigt hast, ist die Forderung verjährt. Wenn nicht, wurde die jeweilige Mietzahlung mit der letzten Forderung aufgerechnet und du stündest nun mit der letzten Miete in der Kreide.

Wenn nunmehr die HV auf die Dezembermiete 2008 reflektiert und exakt daraufhin abmahnt, ist anzunehmen, dass hier nicht wie vorstehend beschrieben verfahren wurde. Argumentiere also zunächst mit der Verjährung und warte ab.

Allerdings müsstest du doch genau wissen, ob gezahlt oder nicht, oder? Ich vermute, wohl eher nicht, ansonsten könntest du Beweis antreten und damit wärst du aus dem Schneider.

Vielen Dank für die Antwort, wie es aussieht werde ich zahlen müssen- nicht unbedingt, weil der Vermieter im Recht ist sondern weil ich mein Bad gerne sanieren würde und ohne Zahlung keine genehmigung für die Umbauten bekomme... daher hat sich der Fall wohl leider auf andere Art erledigt ...

0

Das kommt daruaf an, ob Du bei den Überweisungen immer den jeweiligen Monat als Verwendungszweck angibst. Forderungen aus 2008 sind verjährt, ohne Verwendungszweck kann der Vermieter Zahlungen aber auch anders verbuchen...

Genau so ist es! Wenn du nur ein einziges Mal nicht genau angegeben hast, fuer welchen Monat die betreffende Mietzahlung erfolgt, wird der Vermieter die betreffende Zahlung auf die offene Miete im Jahr 2008 angerechnet haben. Offen waere dann also nicht mehr die Miete aus 2008 sondern die des Monats, bei dem die Zahlung mit der alten Forderung verrechnet wurde.

Das geht uebrigens auch noch nach Eintritt der Verjaehrung (hier 1.1.2012), sofern nicht vor der betreffenden Zahlung ausdruecklich die Einrede der Verjaehrung geltend gemacht wurde.

In dem Fall kannst du dem jetzt nur noch entgegenwirken, indem du nachweist, dass die Mietzahlung fuer Dezember 2008 tatsaechlich doch erfolgt ist.

Solltest du aber wirklich bei jeder Mietzahlung genau angegeben haben, fuer welchen Monat diese erfolgt, dann ist der Anspruch tatsaechlich verjaehrt, du kannst gegenueber dem Vermieter die Einrede der Verjaehrung geltend machen und musst die offene Miete nicht mehr bezahlen.

0
@DerCAM

Danke für Eure Antwort. Ich hatte einen Dauerauftrag laufen, der jeden Monat zum nächsten Termin überwiesen hat. Da stand dann drauf: Miete von....mein Name und die Adresse - mehr nicht. Ich hab nicht jeden Monat den Betreff geändert und den entsprechenden Monat eingetragen.

0
@theftylon

Somit dürfte der Vermieter gem. § 366 BGB die folgenden Mietzahlungen mit der jeweils vorherigen offenen aufgerechnet haben, so dass aktuell die letzte Miete offen ist. eine Verjährung wäre demnach nicht eingetreten...

0

Verjährungsfrist 3 Jahre - beginnend am 1.1. der Forderung folgenden jahres.

Was möchtest Du wissen?