Wann und wieweit muß ich meine Trompetenblume runterUnd ist es richtig,sie im dunkeln zu üschneiden?

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1 Antwort

Standort, Ansprüche: Licht: Volle Sonne, möglichst warmer und windgeschützter Platz, am besten an einer Mauer entlang ziehen, da die Steine die Wärme lange speichern. Wasser: Ausreichend feuchter Boden, verträgt auch längere Staunässe.[1], natürlicher Lebensraum (Habitat) sind unter anderem sumpfige Waldränder. Düngen: Normalerweise nicht erforderlich, am besten nur mulchen, das Substrat sollte nur mäßig nährstoffreich sein. Insbesondere nicht mit Stickstoff düngen, Trompetenblumen wuchern dann noch stärker und können dadurch weniger blühen. Siehe auch richtig düngen. pH-Wert ist unwichtig: Die Klettertrompete wächst in jedem Boden, der sauer, neutral oder kalkhaltig ist.

Schneiden: Wann schneiden? Im Frühling (Februar): Blüht wie fast alle Sommerblüher am Neutrieb (Diesjahrestrieb). Der Rückschnitt erfolgt daher wie bei den meisten anderen sommerblühenden Kletterpflanzen einschließlich z.B. auch Kletterrosen am besten bei Austriebsbeginn im zeitigen Frühling, Anfang Februar bis März -Anleitung: Dabei radikal alle von den Haupttrieben abgehenden Seitentriebe (Blütentriebe des Vorjahres) auf einen Zapfen von etwa 3-4 Augen zurückschneiden, um möglichst viele und kräftige neue Blütentriebe zu erhalten.

Besonderheit beim Schneiden - Wie schneiden? Blüten bilden sich wie bei Wein und Blauregen bevorzugt an neuen, einjährigen Trieben, die an zweijährigen oder mehrjährigen Trieben wachsen, daher schneidet man auch bei der Trompetenblume die Vorjahrestriebe nicht wie bei Kletterrosen vollständig direkt am Ansatz zurück, sondern belässt daran eben mit etwa 3-4 Augen (Knospen) bzw. ca. 5-15cm einen Zapfen. Siehe auch die Fotos dazu auf unseren Spezialseiten Blauregen schneiden und Weinreben schneiden Einfache Anleitung Schnitt, Rebschnitt - Echter Wein (Vitis vinifera).

Sommer-Schnitt: Auch wenn die Trompetenblume durch das starke Triebwachstum oft etwas unordentlich aussieht, im Sommer möglichst nicht(!) zurückschneiden, da an den Enden dieser Triebe die Blüten erscheinen. Nur falls im seltenen Ausnahmefall die Campsis mit der Blüte nachlassen sollte, kann man versuchen durch Einkürzen einiger langer Triebe ein Erscheinen oft besonders reich blühender Kurztriebe fördern.

Als Kletterpflanze erziehen: Zur Erziehung siehe Kletterpflanzen schneiden. Radikalschnitt im Frühjahr: So früh wie möglich schneiden, je später, desto später blüht sie. Die Trompetenblume verträgt zur Verjüngung jeden Schnitt, man kann sie auch direkt über dem Boden zurückschneiden bzw. absägen ("auf den Stock setzen"). In diesem Jahr kann die Blüte dann in der Regel jedoch aus dem o.g. Grund ausbleiben. Die Früchte (Schotenähnliche Kapseln) am besten entfernen, da bei Campsis oft nicht nur der Wurzelaustrieb, sondern auch die Selbstaussaat sehr lästig werden kann.

Vermehren: Sehr leicht jederzeit durch Ableger zu vermehren - Abtrennung der Wurzelsprosse oder durch Absenker, die sich umgehend bewurzeln. Ebenso leicht durch (Selbst-)Aussaat: Schnellste Keimdauer im Frühling im Kalthaus. Die Samen reifen in der Regel nur in heißen Sommern.

Sonstiges: Winterschutz: In der Jugend sehr frostempfindlich, in den ersten Jahren ist daher ein guter Winterschutz erforderlich, z.B. durch eine dicke Schicht aus trockenem Laub über den Wurzeln und um die Triebe dicht viele Zweige von Nadelgehölzen (Fichtenzweige, Tannenzweige oder dgl.) binden. Winterhart bzw. frosthart zwar meist bis etwa -20 Grad, jedoch nicht bevor erst nach einigen Jahren die Haupttriebe ausreichend stark verholzt sind! In rauen Gebieten oder Lagen empfiehlt sich auch bei älteren Pflanzen ein Winterschutz. Unter der Dunstglocke einer Großstadt, aber beispielsweise auch im Umland von Berlin wachsen und blühen sie normalerweise auch ohne Winterschutz problemlos, sobald sie erst einige Jahre angewachsen sind. Wuchskraft, Jahreszuwachs: Starkwüchsig, Triebe wachsen meist 2-3 Meter pro Jahr.

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