Wann und wie kann ich eine Mietminderung bewirken?

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4 Antworten

Erst einmal musst du dem Vermieter natürlich Gelegenheit geben diesen Mangel abzustellen. (Schriftliche Mangelanzeige)

Lärm ist natürlich immer subjektiv. Du kannst nur gegen objektive Mängel angehen. Hier müsstest du mit einem Lärmprotokoll BEWEISEN, dass dort die Nachtruhe unzumutbar gestört wird.

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Kommentar von johnnymcmuff
17.03.2016, 03:08

Erst einmal musst du dem Vermieter natürlich Gelegenheit geben diesen Mangel abzustellen. (Schriftliche Mangelanzeige)

Nein, Es reicht die Kenntnissetzung an den Vermieter, ab da darf dann so lange die Miete angemessen gemindert werden, bis der Mangel behoben ist.

Sie sind schon solange bei gutefrage, dass Sie das eigentlich schon mehrfach von den Mietrechtsexperten gelesen haben müssten.

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Grundsätzlich ist die Miete bei erheblicher Minderung des Gebrauchwertes der Wohnung automatisch kraft Gesetz gemindert. Der Mieter muss den V. in Kenntnis setzen und eine Frist zur Beseitigung setzen. Ab Zeitpunkt der Inkenntnissetzung (schriftlich per Einwurfeinschreiben) darf die Miete gemindert werden. Bei der Höhe kommt es auf die Intensität und Dauer der Klopfgeräusche an. Das können u. U. durchaus 5 bis 10% der Bruttomiete sein.

Eine Mietminderung bedarf keiner Genehmigung, sie wird gemacht. Sie ist also weder zu beantragen noch zu erlauben.


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Handelt es sich um ein rythmisches Klopfen, dass nur spät nachts auftritt und nach gewisser Zeit aufhört?

Dann vermute ich ein durch nächtliche Temperaturabsenkung der Heizung hervorgerrufenes Zusammenziehen der Heizungsrohre, bis sie erkalten.

Das stellt weder einen erheblichen noch überhaupt einen während der Mietzeit erst entstandenen Schaden der Gebrauchstüchtigkeit dar - ein Mietminderung wäre gem. § 536 I BGB daher ausgeschlossen.

G imager761

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Mietminderung beantragt man nicht, die kündigt man dem Vermieter an und zieht sie dann durch. 

Also einfach irgendwas angemessenes von der Miete abziehen. Bei Lärm vielleicht 5%  bis maximal 10% der Kaltmiete.

Problem ist, dass dich der Vermieter auf die Zahlung verklagen kann. Dann musst du beweisen, dass die Mietkürzung angemessen war. Sonst kann er dich bei Rückstand von 2 Mieten sogar kündigen.

Am besten führst du ein Lärmprotokoll und dolumentierst, wann es wie laut war. 
Vielleicht lässt du dich aber erstmal von einem Rechtsanwalt oder dem Mieterverein beraten. Da kann man schnell viel falsch machen und dann wird es teuer oder man fliegt aus der Wohnung.

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Kommentar von bwhoch2
16.03.2016, 16:38

Bei Geräuschen, die mutmaßlich von der Heizung stammen, hast Du so gut wie keine Chance.

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