Wann stirbt der Kapitalismus aus?

9 Antworten

Vielleicht kommt es gerade anders herum.Die Menschen in der Mittelschicht fühlen sich von der Politik gegängelt,enteignet,bevormundet und wollen nicht einsehen das zu den Schulden noch Wohnungsnot,Entfremdung,Verlust der Heimat,und Kürzungen im Sozial -Gesundheits-Rentensysthem zu Gunsten Millionen Fremder hier und Millionen Fremder in fremden Ländern stattfindet? Die Transferleistungen in der EU und die Fiskalpolitik geht ganz klar zu Lasten zwar nicht der ärmsten,aber zu denen die Verzicht geleistet haben,dem Rat der Regierenden gefolgt sind.Der Kapitalismus könnte nach einem Bankrun,wenn Minuszinsen Standard werden sollten,Bargeldverbot,mit Staatspleiten zumindestens vorübergehend lahm gelegt werden.Ganz aussterben wird er meiner Meinung nach nicht,aber in veränderter Form die Krise überstehen.LG

Kann jemand prognostizieren wie lange es dauert bis so etwas (oder etwas ähnliches) passiert!

Historisch gesehen brechen solche Systeme (von Sklaverei über Leibeigenschaft und Fron bis zur Lohnsklaverei unterscheiden sich die Systeme nur geringfügig) im Schnitt etwa alle 70 bis 90 Jahre zusammen.

Irgendwann ist der Reichtum auf sehr wenige Menschen konzentriert, dass die vielen Menschen, die arm sind eine Revolution starten werden und sich gegen die reichen Leute erheben werden.

Das passiert eher selten. Häufiger ist, dass das System unter seiner eigenen Last zusammenbricht, weil es sich naturgemäß innerlich aushöhlt (s. etwa Finanzkrise -> Wirtschaftskrise -> Staatsschuldenkrise).

Das wiederum äußert sich dann in "Krisen"; wobei der Begriff irreführend ist, weil er volkstümlich als "besondere, möglichst zu vermeidende Situation" verstanden wird. Tatsächlich ist es aber ein Kulminationspunkt, auf den das System auf natürlichem Wege, also quasi "mit voller Absicht" hinstrebt. Es ist also keine "besondere Situation", sondern das eigentliche Ziel.

Einfacher gesagt: Wenn die Krisen so schnell hintereinander auflaufen, dass dazwischen keine Zeit mehr ist, die Kosten der Krise zu nivellieren, ist das System mal wieder am Ende. 

Die Ironie der Geschichte: Hätte man in der aktuellen Krise (die 2007 begann) nicht auf sozialistische Planwirtschafts-Maßnahmen zurückgegriffen, wäre das aktuelle System bereits zusammengebrochen. Der Sozialismus hat also dem Kapitalismus den Hintern retten und ihm Zeit verschaffen müssen...

Sorry, aber das ist Quatsch. Schulden sind - im Normalfall - eine zeitüberbrückende Erscheinung, Vermögen zu parken und produktiv anzulegen. Das hat mit Kapitalismus nichts zu tun und ist schon seit der Steinzeit so. Da wurde halt kein Geld verliehen sondern z.B. Saatgut oder Land. Kapitalismus nennt man unser Wirtschaftssystem seit der Industriealisierung, seit mit den Industrieanlagen und den Großproduktionen Kapitalien (Arbeitsmittel) die Produktionsfaktoren Boden und Arbeit überboten haben. So gesehen sind wir bereits in einer Ablösung des klassischen Kapitalismus (was sowieso eine recht starre Bezeichnung für einen Wirtschaftsprozess ist) und ich fürchte, dass sich mit der digitalen Revolution die Probleme verschärfen werden und wir, weil wir noch an uralten Modellen festhalten, keine Lösung parat haben. Die Herrschaftssysteme gehen längst aufeinander zu und einige kämpfen immer noch gegen uralte Windmühlen, während die zentral verwalteten Massengesellschaften durch kleine Seilschaften an Macht gewinnen. Europa und USA als Scheindemokratien unterscheiden sich von dem Scheinsozialismus in China und Vietnam nur in Nebensächlichkeiten. Die zunehmende Weltbevölkerung wird ohne modernen Kapitalismus gar nicht zu ernähren sein. Und dieser entwickelt sich weiter - weiter - nicht zurück.

Inzwischen sind Schulden längst ein Instrument der Umverteilung, oder einfacher gesagt, des verdeckten Diebstahls, eine andere Form von Steuer. Man kann es auch die neue Sklavenfron nennen und die sogenannten und selbsternannten Sozialisten sind die größten Schuldenmacher. Sie sind die Helfershelfer des Großkapitals gegen Mittelstand und lohn- und gehaltsabhängige Arbeitnehmer. Es wird langsam Zeit, dass ihr mal hinter die Etiketten schaut, statt euch von schönen Namen blenden zu lassen.

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