Wann sollte ich beim Tierarzt skeptisch werden?

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7 Antworten

Gerade die Behandlung von Giardiose kann sehr langwierig sein. Der Fehler muß nicht immer beim behandelnden Arzt liegen. Oft kommt es zu ständigen Reinfektionen, weil der Halter nicht konsequent genug die notwendigen Reinigungsmaßnahmen durchführt.

Wenn du dir sicher bist, täglich alle anfallenden Arbeiten gewissenhaft erledigt zu haben, der Hund konsequent mit Fenbendazol oder Metronidazol behandelt wurde, dann solltest du dir eine zweite Meinung einholen.

Es gibt bei Giardiose eine hohe Anzahl Therapieversager. Weiterhin wäre wichtig, daß du mal aufschreibst, wie dein Hund behandelt wurde und ob die Giardiose sowohl anfangs über eine Kotprobe nachgewiesen wurde, als auch ob Kontrollproben nach den jeweiligen Behandlungszyklen erfolgt sind.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hatte Dein Hund Giardien, die aber mittlerweile weg sind - aber Dein Hundi hat seither dauernd irgendwas - richtig?

Auf der einen Seite ist die Behandlung von Giardien manchmal schwierig und lang. Auf der anderen Seite gibt man dem Hund Antibiotheka und das wiederrum macht die Darmflora kaputt und dies wiederrum führt zu weiteren Schwierigkeiten und auch zu schnelleren Befall mit Bakterien und Parasiten. Man darf auch nicht vergessen - der Darm ist 80% des Immunsystems. Stimmt die Darmflora nicht, stimmt das Immunsystem nicht.

Leider jedoch interessiert das die meisten Tierärzte nicht - Menschärzte leider auch nicht. Die einen wissen es nicht, die anderen machen sich keine Gedanken und wieder andere sind froh, dass sie so Dauerpatienten bekommen.

Ich würde an Deiner Stelle folgendes machen:

  1. Darmflora wieder aufbauen mit z. B. Symbioflor (ist für Menschen, kann aber Hundi auch nehmen). Gibt es in der Apotheke. Sehr gut gegen Bakterien, fördernd für die Darmflora und gut für das Immunsystem ist auch Propolis.

  2. Was fütterst Du? Je nachdem sollte das Futter umgestellt werden auf gesundes Futter ohne Getreide z. B. barfen oder Wolfsblut

Außerdem solltest Du generell Dir die Diagnosen vom Tierarzt sagen lassen, Dich darüber erkundigen (googeln) und auch Medikamente vor Gabe erst einmal googeln. Oft wird zu früh und teilweise unnütze Antibiotheka und ähnliches vom Tierarzt verabreicht ohne das es wirklich nötig ist. Um das jedoch zu wissen, mußt Du immer die Diagnose kenne und die Medis kennen.

Und wenn Du das machst, dann kannst Du einen Tierarzt sehr gut einschätzen. Sollte Dein Tierarzt Dir nicht ohne weiteres alles nennen, dann sofort Tierarzt wechseln.

Allerdings würde ich an Deiner Stelle vielleicht eh mal eine Zweimeinung einholen. So manch guter Tierarzt, ist auch schon mal schlecht geworden.

Mal ein tolles Buch: Hunde würden länger leben, wenn .... von Dr. Ziegler einer Tierärztin.

LG

Hallo babbelschnuut,

leider liegt dies meistens nicht am Tierarzt sondern am Besitzer. Giardien sind gut zu behandeln unter der Bedingung, dass der Halter sich an die Hygeneauflagen hält. Bist du dir sicher dass du wirklich alles gemacht hast, da nichtmal was vergessen hast ? Das kann ja jedem Mal passieren.

Ich zähl dir gern noch einmal auf, auf was du alles achten solltest:

  • schlafplätze jeden Tag waschen (mindestens 70 Grad)
  • Näpfe jeden Tag abkochen
  • nach jedem Gassigang Fell und Popo des Hundes reinigen
  • alle anderen Tiere im Haus mit behandeln
  • jeden Tag den Boden in der ganzen Wohnung dampfreinigen oder mit Desinfektionsmittel putzen
  • immer das Häufchen vom Hund weg machen, geht ihr am nächsten Tag spazieren und er schnüffelt an seinem Haufen, infiziert er sich immer wieder selbst

Wichtig ist noch zu wissen: Giardien können sich im Gallengang verstecken, dort wirkt das Medikament nicht. Bloß nicht in Sicherheit wiegen lassen, wenn der Hund kein Durchfall hat, dass kommt bei Giardien oft vor und kurze Zeit später geht es wieder los. Außerdem sind zu allem Übel Giardien auf den Menschen übertragbar, dass heißt auch du kannst dich anstecken.

Ich würde dir raten, einen zweiten Tierarzt zu kontacktieren, ihm diese Geschichte zu erzählen und nachfragen ob er den Kot deines Hundes untersuchen würde und dir weiter helfen kann. Nun sammelst du über mehrere Tage Kot (nicht in jedem Häufchen werden Giardien ausgeschieden) und dann kann noch einmal nach geschaut werden was los ist.

Hinzu kommt, dass man klären sollte ob der Hund nicht noch etwas anderes hat, denn Hunde mit einem geschwächten Immunsystem z.B. durch eine andere Krankheit, stecken sich viel schneller wieder an diesen Parasiten an, als welche die vollkommen gesund sind.

Hoffe das hilft dir und wünsche deinem Vierbeiner gute Besserung. LG

Desinfektionsmittel wirken nicht gegen Giardien...leider

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Es ist immer ratsam sich eine 2. Meinung einzuholen und auch eine Aufschlüsslung der Rechnung zu verlagen! Man muss ja nachvollziehen können, was wie viel kostet. Wen ner sich wiegert kansnt Du davon ausgehen, dass er dich abzockt.

Eine ordentlich geführte Tierarztpraxis verschickt normalerweise detaillierte Rechnungen...

gegen eine 2. Meinung ist aber nichts einzuwenden...

...aber der 2. Tierarzt verlangt für seine "Beurteilung des Hundes" auch sein Geld...

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Es gibt eine tierärztliche Gebührenordnung. Daran wird auch dein TA sich halten müssen. Zudem gehst du doch hin, weil der Hund krank ist, oder? Was wird denn behandelt? Giardien? Darm? Beinbruch? Ausserdem hast du eine Rechnung, auf der zu lesen ist, was gemacht wurde und zu welchem Preis. Die Behandlung von Giardien ist (wie hier bereits beschrieben) langwierig und erfordert viel Mitarbeit und Disziplin von Halter. Sind die Giardien inzwischen weg? Wenn die Giardien weg sind, die Darmflora aufgebaut, bleibt der Hund trotzdem sensibel, was den Verdauungstrakt angeht. Mein Rüde hatte als Junghund Giardien, die schwer in den Griff zu bekommen waren (am Ende half das Alte Metronidazol, weil sie gegen das "bessere" Medikament resistent waren), er ist heute noch sensibel. Giardien greifen den Darm sehr an und es kommt eben auch später noch leichter zu Durchfällen. Bei uns sind ca, vier Jahre vergangen und er hat einfach einen sensiblen Darm.

Wenn du deinem TA nicht traust, dann geh zu einem Kollegen und hol dir eine zweite Meinung.

Indem du einfach mal eine zweite Meinung bei einem anderen Tierarzt einholst.

indem du mal zu nem anderen tierarzt gehst und dein tier anschauen lässt

GUT so, dass da die skepsis hochkommt in dir. ich würde dem ganzen auch nicht trauen.. 1000 euro ist doch schon halsabschneiderei...

TRAURIG ABER WAHR!!! da werd ich sauer..

NEIN !!! Das ist gar nicht sooooooooooooooooooooooooo eine hohe Rechnung...

Du weißt doch gar nicht, was in der Rechnung alles aufgeführt ist...

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