Wann soll meine Schildkr√∂te in das Freigehege ūüíē?

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3 Antworten

Hallo,

ich finde es sehr schade, aber es ist leider kein Einzelfall, dass bei jungen Schildkröten zur Terrarienhaltung statt Winterstarre geraten wird. Jeder Tag im Terrarium ist einer zu viel und jede fehlende Winterstarre eine hohe Belastung für den kleinen Körper. Denn Schildkröten sind abhängig von der Temperatur, während der Winterstarre fahren die Körperfuntionen auf das Minimum herunter. Das ist nicht gefährlich, sondern gut. Der Körper kann sich erholen, er kann sich ausruhen, ehe er im Frühjahr wieder "in Fahrt" kommt. Nur bei Krankheit sollte die Starre verkürzt oder gar nicht gemacht werden, alle gesunden Tiere, egal ob jung oder alt, sollten die Starre ermöglicht bekommen.

Oft werden Halter verunsichert, weil sie die Starre für gefährlich halten, wenn sie viele Tiere währenddessen versterben. Gerade in jungem Alter soll es angeblich sehr gefährlich sein. Gute Züchter geben ihre Nachzuchten erste frühestens im Frühjahr nach der ersten Winterstarre ab, denn bei der natürlichen Auslese werden kranke Tiere im Ei, während des Schlupfes oder während der Winterstarre "aussortiert". Die übrigen Tiere, die diese drei Hürden überstehen (und das ist eine große Anzahl), sind fit für das Leben. Wer darauf verzichtet, schiebt vorhandene Krankheiten nur auf. Für den Halter mag es toll sein, wenn die Schildkröte damit länger lebt, aber das Leid der Schildkröte wird damit einfach nur in die Länge gezogen.

Schau dir mal Mutter Natur an. Ob die Schildkröten frisch geschlüpft sind oder 90 Jahre alt. Der Winter sorgt bei allen diesen Tieren für die Winterstarre. Wenn sie so gefährlich wäre, hätten es die Schildkröten nicht geschafft, Millionen Jahre auf der erde zu überleben.

Ich möchte dir damit gerne nahe legen, dass du deine Schildkröte draußen hälst, das Terrarium brauchst du nicht. Meine leichteste Schildkröte hat mit nur 7g ihre Winterstarre gehalten. Meine Nachzuchten kommen nach dem Schlupf sofort nach draußen, einzige Voraussetzung ist der geschlossene Bauchnabel. Jeder gute Züchter macht es ebenso: Die Nachzuchten kommen direkt nach draußen, halten ihre Winterstarre und verlassen erst im Frühjahr ihr Zuhause.

Infos findest du auch auf www.landschildkroeten-haltung.com

Dort findest du auch hilfreiche Bücher für Haltung, Gehegebau, Ernährung und Winterstarre.

Als erstes solltest du dich von dem Gedanken befreien, das eine kleine Griechische Landschildkröte anders zu behandeln ist, als eine große.

Bei mir kommen die Schlüpflinge gleich vom Brutkasten ins Frühbeet im Garten. Da ist es meist aber schon Sommer. Dort bleiben sie bis sie sich von alleine für die Winterstarre vergraben. Ich bette sie dann um, in eine mit feuchtem Floraton gefüllte Plastikbox im Kühlschrank.

Meine 9 großen Griechen leben das ganze Jahr im Garten. Sie starren auch draußen im Frühbeet. Sie kommen raus, sobald ich im Frühling die Plane abziehe und die Sonne hineinscheint. Das mache ich, sobald nachts nicht mehr mit größerem Frost zu rechnen ist. Das ist meist Ende März / Anfang April.

Dann kommen auch die Jungtiere wieder in den Garten.

Du solltest deine Tierchen jetzt auch schnellstens in den Garten bringen. Wir haben ja schließlich noch Sommer. Hast du (schon) das Freigehege fertig ?

Nichts schadet einer kleinen Landschildkröte so sehr, wie Terrarienhaltung, denn da ist es zu warm, zu eng und zu trocken !

Ab ca 18 Grad kommen unsere ganz kleinen nach draußen, alle die älter als ein Jahr sind leben draußen in einem beheizten Haus. Den ganzen Winter im Terra zu verbringen findet keine Schildkröte toll, aber du kannst sie im Frühjahr wieder nach draußen setzen. Warum denn keine Winterstarre?

Vielen Dank ūüôąūüíē also sie sind jetzt beide 1 Jahr alt und wiegen um die 50 Gramm mir wurde vom Tierarzt gesagt eine Schildkröte übersteht die Winterstarre unter 350 Gramm nicht ohne das sie krank wird ... ūüźĘ ich will lieber nichts falsch machen was meinst du ?

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@Turtlemaggieray

eine Schildkröte übersteht die Winterstarre unter 350 Gramm nicht ohne das sie krank wird

Bitte wechsel unbedingt den Tierarzt ! Der hat ja NULL Ahnung von Schildkröten. Wenn diese Aussage richtig wäre, wären Griechische Landschidlkröten längst ausgestorben, denn in der Natur starren die Kleinen auch ab dem ersten Winter und werden davon nicht krank.

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@Geochelona man beachte, dass Testudo Hermanni in der Wildbahn früher geboren wird und vor der ersten Winterstarre daher noch mehr Zeit hat. Nachzuchten werden teilweise noch im Oktober geboren - was meiner Meinung nach viel zu spät ist.

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@Fulicas

Auch Du solltest dich von Vermenschlichungen freimachen und den Schlüpflingen keinen "Baby-Status" beimessen. Wechselwarme Tiere fahren bei Kälte ihre Körperfunktionen runter. Das geht problemlos. So funktioniert deren Körper. Das kann man nicht mit Säugetieren vergleichen. Sie brauchen keine angefressenen Fettreserven oder ähnliches. Orientiere dich bei der Haltung von Tieren bitte an deren natürlichem Lebensrhythmus. Und dazu gehört bei Griechischen Landschildkröten auch eine mehrmonatige Winterstarre.

Bei mir haben schon Jungtiere in der Eigrube (im Frühbeet) überwintert und sind erst bei den ersten Sonnenstrahlen Anfang-April rausgekommen. Die haben sich zu den Kräftigsten der Saison entwickelt.

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