Wann sind Dread Disease Versicherungen sinnvoll?

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Gegen die finanziellen Folgen von Unfällen, Krankheiten gibt es verschiedene Absicherungen.
Die Unfallversicherung, die Dread-Disease Versicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung.
Jede dieser Versicherungen bietet einen (Teil-)Schutz.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet eine monatliche Rente wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Bei Teilberufsunfähigkeit (kleiner als 50% oder 25%, je nach Versicherung) gibt es nichts. Und es gibt auch keine Leistung wenn der Beruf oder was vergleichbares weiter ausgeübt werden kann.
Eine Unfallversicherung ist von der Berufsunfähigkeit unabhängig, hier zählt nur: War es ein Unfall? Und was ist der Dauerschaden nach der Gliedertabelle?
Also ein kleiner Schaden nach der Gliedertabelle bringt nur eine kleine Leistung auch wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.
Eine Dread Disease Versicherung ist auch von der Berufsunfähigkeit unabhängig, hier zählt nur: Ist es eine versicherte Krankheit?
Also auch hier, ist die Krankheit eingetreten wird gezahlt, unabhängig von Berufsunfähigkeit ja oder nein.
Die umfassenste Absicherung ist für die meisten Menschen die Berufsunfähigkeitsversicherung (nach neuen Bedingungen).
Welche Versicherung für Dich die Beste ist?
Das hängt von vielen Faktoren ab und für die gute Beantwortung und ausführliche Analyse der individuellen Situation gibt es Berater wie mich die damit ihr Geld verdienen.

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Nun, was du mit der BU-Versicherung schreibst ist nicht ganz richtig. Es gibt durchaus Berufsunfähigkeitsversicherer, die auch zahlen, wenn man Berufsunfähig in seinem Beruf ist, ohne abstrakte (oder konkrete) Verweisbarkeit.

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"Und es gibt auch keine Leistung wenn der Beruf oder was vergleichbares weiter ausgeübt werden kann." Lies Dir bitte mal die Bedingungen der Anbieter durch, WANN eine BU gezahlt wird, wann und ob verwiesen wird und welche Punkte in der Leistungsprüfung bei weiterer Ausübung des ursprünglichen oder eines anderen Berufes geprüft werden. Dann kannst Du Deine Aussage in der Form leider nicht mehr stehen lassen.

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Dread Disease verstehe ich nicht als Alternative zur BU, sondern entweder als alleinstehende Lösung bei schweren Krankheiten oder als Ausweichlösung, wenn keine BU machbar ist. Eine BU zahlt eine monatliche Leistung beim Fakt Arbeitsunfähigkeit bis Rentenalter, Grund egal. Die DD bezahlt beim Eintreten vorher exakt definierter Krankenheiten eine einmalige Summe x. Die BU kann danach wieder aufleben und zum nächsten Versicherungsfall wieder greifen, eine DD endet mit einer der eintretenden Krankheiten. Wenn eine DD eine BU finanziell ersetzen soll, muss eine hohe Summe abgeschlossen werden, denn ein 35jähriger mit 1.500 EUR Einkommen sichert mit einer BU bis 65 ein benötigtes Einkommen von 540.000 EUR ab !

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Ob die BU bis zum Rentenalter zahlt hängt von dem Vermittler ab. ;-) hab schon tolle Fälle gesehen. LG

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@timey

Ich sehe seit 10 Jahren tolle Fälle, ich ging allerdings nicht von schlechten Beratern aus :-) Ausserdem schwankt das Rentenalter auch mit den Vorstellungen des Versicherten, nicht alle BU gehen nur wegen eines schlechten Vermittlers nicht bis 65/67.

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Wieso hat bisher keiner den Punkt aufgegriffen, dass eine Dread-Disease vor allem bei Selbstständigen sinnvoll ist, da die Berufsunfähigkeitsversicherung in fast allen Fällen eine Klausel zur Reorganisation bzw. Umorganisation beinhaltet. Sollte also dein Bekannter selbstständig sein, macht eine DD mehr Sinn. Sonst gebe ich Candlejack recht...Dread-Disease kann als Ersatz genommen werden, falls keine BU möglich ist. Dazu noch folgende Ergänzung...Dread-Disease macht man meiner Meinung nach bei der Canada Life.

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oder bei der Skandia

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@bestb2b

Skandia hat zwar das Second-Event, allerdings würde ich auf Platz 1 der DD-Versicherungen immernoch die Canada Life setzen, dicht gefolgt von der Gothaer und auf dem dritten Platz die Skandia. Bitte mal anschreiben, falls Argumente für die Skandia.

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Vielen Dank für Deine Bestätigung, die Sache mit den Selbständigen sehe ich allerdings anders. Die Bedingungen haben doch klare Regelungen für Selbständige, die keinesfalls aussagen, dass ein Selbständiger sich immer und nur umorganisieren muss und nie eine Leistung erhält. Da gibt es spätestens seit dem neuen VVG eine Definition, die erstmal erfüllt sein möchte. Ich habe jahrelang BUs an Selbständige verkauft und da wurde bisher keiner wegen einer Umorganisation sitzen gelassen.

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