Wann platzt im Winter eine Heizungsanlage + Heitzkörper + Heitzungsrohre?

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7 Antworten

in rohren, kesseln und heizkörper waren restwassermengen, die sich akkumuliert haben und in folge des frostes schlicht die entsprechenden Amateuren gesprengt haben. unten in den Heizkörpern sammelt sich immer etwas wasser. und in den rohren, an den tiefen stellen bleibt oft auch wasser hängen...

richtige vorgehensweise wäre gewesen:

alle heizkpörper an vor und rücklauf abschrauben, am besten abhängen und mit den Anschlüssen (schräg) nach unten aufstellen.

alle Wasserhähne abmontiren, die, die eckventile offen stehen lassen, die wasseruhr ausbauen...

die anschlussflansche an den Heizkesseln abschrauben, das Wasser vorher am KFE Hahn aus der Anlage lassen.

die heizungsrohre mit durckluft leer blasen (vorher die thermostatköpfe von den ventilen entfernen und drauf achten, dass die stifte alle freigängig sind.

was die wasserleitungen betrifft, wird es etwas schwieriger. warm und kaltwasserleitungen düfren nicht mit druckluft frei geblasen werden. (wegen dem Öl in der Druckluft.

ggf. muss an kritischen stellen mit der Säge die verrohrung getrennt werden. im schlimmsten fall kann man ja nachher mit schiebemuffen neu verbunden werden.

lg, anna

Das Haus war unbewohnt, Wasser war abgestellt, Restwasser wurde aus den Wasserleitungen entfernt und das Wasser aus der Heizungsanlage wurde abgelassen

Tja, aber eben nicht per Druckluft ausgepumpt. Das Ablassen des Wassers im Heizkreis funktioniert nur zum Teil, weil der Auslasshahn in aller Regel nicht an der tiefsten Stelle des Kreislaufs sitzen kann. Deswegen bleibt immer eine Restmenge Wasser im System zurück, und auch im Heizkessel.

Kann dieser Schaden entstehen wenn jemand auf die kalten ( mindestens - 5 Grad ) Leitungen Wasser lässt

Wenn der Jemand das mit kaltem Wasser macht, unter Umständen ja. Denn bei eiskalten Gußeisenheizkörpern gefriert das Wasser bei Kontakt mit -5° kaltem Metall praktisch sofort. Ob das aber letztlich ursächlich war oder nicht, wäre ein Gutachterstreit. Da aber das Ablassen alleine schon keine zuverlässige Methode der dauerhaften Stilllegung darstellt, wird Dir m.E. sehr wahrscheinlich auch gerichtlich der größte Schuldanteil zugesprochen.

Wenn Du einen Kochtopf mit Wasser ausschüttest, dann ist der Topf auch nicht sofort restlos trocken. In Rohren, Heizkörpern, Armaturen etc. verbleibt somit immer noch so viel Restwasser, was sich dann nach und nach an den tiefsten Stellen sammelt. Die Menge reicht aus, um bei starkem Frost zum Schaden zu führen. Eine Heizungs- bzw. Trinkwasseranlage komplett zu entleeren ist sehr schwierig und gelingt kaum. Vor vielen Jahren gab es mal einen Schaden in einer Schule. Die Dampfheizung - die generell keine vollen Heizkörper kennt - war entleert worden. Aber nach dem Auftauen waren 120 Heizkörper geplatzt. Die gußeisernen Bruchstücke waren durch Türen hindurch geflogen und einige Splitter hatten sich in die Wände gebohrt. Man sieht, da ist eine unheimliche Kraft am Werk. 4000 m" Parkett war ebenfalls gequollen, weil das Tauwasser auslief. Der Hausmeister wurde zur Zahlung der Kosten verurteilt. Also im Winter lieber leicht heizen, das ist letztlich billiger.

Die Frage ist, ob das System offen oder geschlossen war. Typischer Versuch: Man stelle bei starkem Frost je eine halb volle Wasserflasche nach draußen - die eine verschlossen, die andere offen. Dann zerspringt nur die verschlossene.

das muss aber dann im februar gewesen, dann kommt es auf das Material der Rohre und Heizkörper an. Gußeisen kann schon platzen. Restwasser in den heizkörpern (die neueren) kann auch zum platzen führen

Da muss schon mehr Wasser drin gewesen sein. Es muss mehr Eis entstehen als nur Reif, also so viel, dass es bei Ausdehnung nicht Richtung Luft sich ausdehnen kann, entweder weil die Schicht zu stark ist, um sich anzupassen, oder weil einfach keine Luft da ist.

huppenei 17.10.2012, 12:11

Danke für die schnelle Antwort und sorry für das t in Heizung! Kann so etwas passieren wenn Wasser auf die kalte Anlage gelassen wird ? Es muss ein starker Druck gewesen sein, die Kupferleitungen sind an den Schweissstellen getrennt worden, es ist aber kaum Wasser ausgelaufen und der Heizkessel sieht aus als wenn er gesprengt wurde.

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minimale wasserreste machen nichts....

das liegt daran, das zuviel wasser im system war.... wasser wird zu eis... eis dehnt sich aus..

leitungen und kessel platzen....

( heiz ohne t )

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