Wann muss ich eingreifen? (neuer Hund, 'Eifersucht' unter Hunden)

5 Antworten

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Die Rangordnung unter Hunden ist durch Menschen nicht zu beeinflussen. Das kann bedeuten, dass der neue Hund der alten Hündin den Rang abläuft. Wenn ihr die Hündin weiterhin stärkt, indem ihr sie bevorzugt, wird der Neue nur umso heftiger versuchen, sich durchzusetzen.

Dass die Hündin nicht begeistert ist, ist normal. Bisher standen ihr sämtliche Ressourcen - auch ihr - allein zur Verfügung. Nun kommt ein Eindringling, der Ansprüche erhebt, und sie ist erst mal nicht bereit, zu teilen.

Wenn die Hündin nicht über die eigene Stärke verfügt, den Rüden in seine Schranken zu weisen, wird das darauf hinauslaufen, dass sie sich unterordnen muss. Das wird ein Weilchen dauern und mag euch nicht gefallen, dient aber einer stabilen Rudelordnung.

Wenn Menschen sich einmischen, kommt es oft zu heftigen Auseinandersetzungen, sobald der Mensch abwesend ist.

Zwischen Hündin und Rüde kommt es - so beide normal sozialisiert sind- nur sehr selten zu Beschädigungskämpfen.

Im Normalfall dauert es zwischen 4 und 6 Wochen, bis Ruhe eingekehrt ist.

Wenn es doch zu heftig wird sollte man doch dazwischen gehen, wenn sich eine echte Schlägerei abzeichnet. aber in der Regel klärt sich das zwischen zwei gut sozialisierten Hunden von selbst. Auge drauf haben sollte man....

Man sollte nicht alles den Hunden allein überlassen.

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@DennisG8

Nach meiner Erfahrung wird es immer dann richtig heftig, wenn der Mensch sich einmischt. Zudem dauert die Rudelordnungsphase länger. In aller Regel machen die Hunde eine Menge Krach, es gibt vielleicht die eine oder andere Rissverletzung - aber mehr passiert nicht.

Gerade in der ersten Zeit diskutieren Hunde ziemlich oft am Tag, weil eben alle möglichen Dinge geklärt sein müssen. Gelassen bleiben und dafür sorgen, dass beide Hunde außerhalb des Hauses gut ausgelastet sind, sind meist die besten Verhaltensweisen.

Wenn es zu Beschädigungsbeißereien kommt, sollte man ohnehin über die Abgabe eines Hundes nachdenken. Dann wird das nämlich meist nichts mehr mit der Vertragen.

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@Jule59

Ich mein nur man sollte aufpassen das es nicht doch heftiger wird und ausbremsen bevor es übel wird. Wenn die wilde beißerei erst mal angefangen hat ist guter Rat teuer.

Keiner ist darin geübt wilde beißereien zu trennen.

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@DennisG8

Ich sehe das ziemlich pragmatisch: Hunde, die ein Rudel werden sollen, müssen sich arrangieren.

Wenn ich einen neuen erwachsenen Hund ins Rudel hole, bringe ich das Rudel in den Garten und lasse den neuen Hund dazu. Der ist mit Maulkorb gesichert, die anderen Hunde nicht. Dann überlasse ich die Hunde sich selbst. Sie bleiben so lange draußen, bis Ruhe eingekehrt ist.

Das kann manchmal ein paar Tage dauern. In dieser Zeit trenne ich die Hunde nur zum Füttern und um dafür zu sorgen, dass der Neuankömmling zwischendurch trinken kann, was mit Maulkorb nur schwer möglich ist. Dabei untersuche ich ihn auf Verletzungen und behandle diese, wenn nötig.

Herrscht draußen friedliche Koexistenz, ist das Haus wieder zugänglich. Normalerweise wird dann dort dann nur noch gelegentlich die eine oder andere Unklarheit diskutiert, dann kehrt Ruhe ein.

Bevor ich mit der Erziehung des Neuen beginne, hat ihn das Rudel bereits eingeordnet. Das erleichtert die Arbeit ungemein und gibt dem Hund schnelle Orientierung. Etliche Probleme, die der Hund vorher gezeigt hatte - wie z.B. Aggression gegen andere Hunde und andere Unsicherheitsreaktionen - sind damit oft schon Geschichte. Gleichzeitig funktioniert das Rudel als Rudel und damit auch im Gruppengehorsam, weil der Neue sich an den anderen orientiert.

Wenn er sich nicht ins Rudel integrieren lässt - was in 30 Jahren Rudelhaltung zwei Mal passiert ist - gebe ich den Hund wieder ab.

Ich halte meist ausschließlich Rüden.

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@Lynnxet,

meiner Meinung nach kann die Frage nicht aus der Entfernung und pauschal beantwortet werden.

Die Art und Weise des Verhaltens beider Hunde müsste direkt miterlebt werden, damit sie gut und richtig beurteilt werden kann. Erst dann kann ein Fachmensch sagen, ob und was eventuell getan oder auch nicht getan werden sollte.

Jedes Problem ist ein Problem für sich und muss individuell gehandhabt werden.

Ich stimme "MitHundenSein" in so fern zu das man mit Körpersprache dazwischen geht sollte es zu heftig werden. Ansonsten müssen sie ihre Rangordnung klären, wichtig du stehst immer über beiden Hunden. Ist die Rangordnung klar weiß jeder seinen Platz und es gibt keine Reibereien mehr.

Aber BITTE wenn du dazwischen gehst nicht einen oder beide auch noch streicheln.

Du gehst dazwischen weil du unerwünschtes Verhalten unterbindest, du kannst nicht im gleichen Atemzug bei gehen und dieses Verhalten belohnen!

Geh dazwischen, bestimmte und aufrechte Körperhaltung Ruhig Blut! Wenn die Hunde abbrechen und sich abwenden gehst du wieder. Kein loben in Form von Sprache oder Berührung!!!

Da ist nichts was es z belohnen gibt. Auch im Rudel wird nicht zur Besänftigung gestreichelt. Damit bestätigt man ein gewünschtes verhalten, eine beißerei ist aber unerwünscht!

Ich hoffe die Logik erschließt sich von selbst!

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