Wann muss ich ein Gewerbe anmelden, muss ich das in meinem Falle?

7 Antworten

  • die Tätigkeit muss selbstständig sein (eigenverantwortliches Handeln, keine Weisungsgebundenheit)
  • Kriterium der Nachhaltigkeit: die Tätigkeit muss dauerhaft und langfristig auf eine Gewinnerzielung ausgerichtet sein
  • Gewinnerzielungsabsicht: mit einem Gewerbe wird das Ziel verfolgt, Einnahmen zu generieren
  • Teilnahme am Wirtschaftsverkehr (z.B. Lieferung von Waren und Handel)
https://www.gewerbeanmeldung.de/wann-muss-man-gewerbe-anmelden

Also die Punkte treffen nur halb zu.

Eigenverantwortliches handeln, dauerhaft werde ich ja nicht arbeiten, sondern nur nebenbei wenn sich mal vielleicht was ergeben sollte, also eher selten. Habe jetzt keine großen Gewinnabsichten, aber umsonst will ich das auch nicht machen. Dachte eher schon fast an sowas wie Trinkgeld, das mir die Leute geben.

Lieferverkehr habe ich keinen

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@JohannesIchlu

Laut meinem Verständnis existiert hier eine Gewinnerziehlungsabsicht. Aber ich bin nur eine Laie.

Gewerbe anmelden kostet 20 € und macht kaum Aufwand.

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Hallo,

dann solltes du damit noch warten,bis du die Prüfung bestanden hast :-)

Denn wenn du für private Leute (Auftraggeber) tätig werden willst, ist das ein Gewerbe und somit anmeldepflichtig und damit auch Handwerkskammer-Pflichtig.

Denn als Fotograf darfst du nur tätig werden, wenn du Geselle oder Meister bist, was durchaus zum Vorteil ist,Denn solange du es alleine machst, kannst du dich von der Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft befreien lassen.

Damit bist du dann rechtlich abgesichert und bekommst keine Problem mit Behörden wegen Sozialversicherungsbetrug etc.

Zu den Einkünften solltest du dich zu Beginn als sogenannter "Kleingewerblicher Unternehmer" nach dem Steuerecht beim Finanzamt anmelden.Denn dann brauchts du keine "richtige" Buchführung machen sondern einfach nur eine Einnahmen/Ausgabenrechnung und das Ergebnis davon überträgst du dann in deine Steuererklärung.

Zum Beispiel:

Kosten Material /Porto/ Telefon = 400,32 € im Jahr

Einnahmen für verkaufte Fotos = 614,55 € im Jahr

= Gewinn 214,23 € im Jahr

Diese 214,23 € trägst du dann in die Steuererklärung ein, so das es normal zu keiner Steuererhebung führt.

Kommt drauf an...

Kein Gewinn beabsichtigt?

Bleiben die Einnahmen unter den Ausgaben ( kein Gewinn), und soll das auch in Zukunft so bleiben? Dann haben Sie keine "Gewinnabsicht", und das Ganze ist steuerlich gesehen nur eine Liebhaberei (=Hobby). Eine Anmeldung als Gewerbe oder Freiberuf ist nicht nötig.

Andernfalls ist ein Gewerbe im Nebenerwerb bei deiner Stadt anzumelden.

Hinweise, Infos und viele, viele Tipps findest du in klicktipps.de unter "Eigenes Gewerbe gründen": https://www.klicktipps.de/gewerbe.php#abgr

Bitte beachten: Falls du beim Studium kostenlos in der Familienversicherung über die Eltern krankenversichert sein willst: hier gelten Einkommensgrenzen von aktuell 455€ mtl. Einkommen!

Gruß siola55

Woher ich das weiß:Recherche

Ein Gewerbe hast du, sobald du eine selbständige Tätigkeit, die nicht unter die freien Berufe (Rechtsanwalt, Arzt...) fällt, mit einer Gewinnabsicht und auf Dauer angelegt ausübst. Und dieses Gewerbe muss unverzüglich angemeldet werden.

Die Fotografie könnte man zwar zu den freien Berufen zählen, jedoch wird das in aller Regel nur anerkannt, wenn die Tätigkeit eine höhere Bildung, bspw. ein Studium voraussetzt. Da du das ja wohl nur hobbymäßig bis dato betreibst, wird man das auch nicht als freiberuflich einstufen beim Finanzamt, sondern gewerblich.

Woher ich das weiß:Beruf – Gewerbetreibender + Gesellschafter v. 2 Unternehmen

Natürlich ist er ein freier...wenn er das Studium besteht :_)

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@OlafausNRW

So ein Quatsch. Weil ein Hochschulstudium für den Beruf des Fotografen nicht zwingend erforderlich ist, spielt es keine Rolle. Solange er Auftragsarbeiten macht, ist er immer Gewerbetreibender.

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@Geochelone

KEIn Quatsch.....MIT einem Studium kann er das sehr wohl als künstlerisch und somit als FREIE Tätigkeit ausüben.

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@OlafausNRW

Das ist absoluter Blödsinn. Wenn er Auftragsarbeiten macht - und keine Kunst nach eigener Fantasie - ist er immer Gewerbetreibender, egal ob er ein oder zehn Studien absolviert hat. Es gibt keine Regelung in der GewO oder der HwO, dass ein Studium von der Gewerbeanzeige befreit.

Und nun komm nicht mit dem EkStG... Das spielt für die Frage der Gewerbeanmeldung keine Rolle.

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@Geochelone

DAS ist KEIN Blödsinn.....als Künstler kann er 10.000,- € für ein Bild nehmen und ist trotzdem Freier Beruf., was hunderte von solchen Fotografen beweisen.

Sagt übrigens auch die GewO so:

Im Gewerberecht spricht man von Freien Berufen bei der Ausübung freier wissenschaftlicher, künstlerischer und schriftstellerischer Tätigkeiten höherer Art sowie persönlicher Dienstleistungen höherer Art, die eine höhere Bildung erfordern.

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@OlafausNRW

Auftragsarbeiten sind aber nie Kunst und einer höheren Bildung bedürfen sie auch nicht. Der Fragende ist also eindeutig Gewerbetreibender, egal ob er ein Studium hat oder nicht.

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Du musst nicht nur das Gewerbe anmelden, du musst dich auch in die Handwerksrolle deiner Handwerkskammer eintragen lassen (siehe Nr. 38 der Anlage B zur HwO).

Freibeträge gibt es im Gewerberecht nicht. Und ob du es nebenbei machst, ist gewerberechtlich auch unerheblich.

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