Wann muss eine Klinik die Angehörigen informieren, dass der Patient bei Ihnen eingeliefert ist - und darf ein Patient mit 2 Promille sich selbst entlassen?

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5 Antworten

Wann muss eine Klinik die Angehörigen informieren, dass der Patient bei Ihnen eingeliefert ist 

wenn dies der  (mutmaßliche) Wille des Patienten ist. 

darf ein Patient mit 2 Promille sich selbst entlassen?

Ja. Auch mit 2 Promille kann man rechtsverbindliche Willenerklärungen abgeben. 

Die richtige Maßnahme bei Orientierungslosigkeit/Verwirrtheit wäre die Polizei zu rufen. Sie könnte einen Gewahrsam aussprechen.

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Bei uns wird informiert, wenn der Patient darum bittet. Datenschutz kennen wir auch.

Zudem erfolgt bei solchen Einsätzen ja immer eine polizeiliche Aufnahme und die Polizeibeamten sorgen für Infos an die Angehörigen.

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Ein Krankenhaus ist kein Gefängnis und auch keine Trinker-Bewahranstalt. Wenn der Patient gehen will, gibt es keine Handhabe, ihn festzuhalten.

Die ärztliche Schweigepflicht gilt auch gegenüber Verwandten. Und überhaupt, in der Notaufnahme gibt es mehr Aufgaben als die Angehörigen der Patienten zu informieren. Nach dem betrunkenen Opa werden sicher noch weitere Notfälle eingeliefert worden sein.

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Kommentar von schabima
16.05.2016, 18:59

mag schon sein dass es noch mehr Notfälle gab, aber einen orientierungslosen Mann einfach auf die Straße zu lassen, finde ich schon riskant, man sieht ja, was daraus wurde....aber danke für die Antwort.

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Ich würde eher fragen, ob die Klink die Frau einfach so informieren darf, schließlich gibt es die ärztliche Schweigepflicht.

Und er kann sich selbst entlassen. Das ist legitim.

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Kommentar von schabima
16.05.2016, 19:00

Danke für den Hinweis auf die Schweigepflicht. Aber wenn jemand orientierungslos ist, sollte man meinen, dass die Ehefrau informiert werden sollte, dass Sie ihn vielleicht lieber abholt, als dass er wieder orientierungslos in der Stadt unterwegs ist.

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Ein alkoholisierter Patient  wird in der Regel erst nach Ausnüchterung  entlassen. Die "Fahne" hätte  das Klinikpersonal  riechen  müssen  und  den  Alk  bei  einer  Blutabnahme  -  die  ja  Standart ist- feststellen  müssen. In  dem  Moment  wo  er  mit  zwei Promille  etwas unterschreiben soll ist er nicht  zurechnungsfähig und die Unterschrift gilt nichts.

Nein , eine Klinik ist nicht verpflichtet  die Ehefrau anzurufen. Woher soll die Klinik ausserdem  wissen,  dass  der Patient verheiratet ist? Das Klinikpersonal hat wichtigeres zu tun,  als Telefonbücher durchzuwälzen,  ob es  vom  Patienten da  einen Eintrag im Telelefonbuch gibt.

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Kommentar von Schuhu
16.05.2016, 18:50

Beim Verlassen der Klinik war der Patient zwar betrunken, aber es fehlte im nichts, wenn ich schabima richtig verstanden habe. Somit hätte das Klinikpersonal keinen Grund gehabt, ihn aufzuhalten, wenn er gehen will.

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Kommentar von furbo
16.05.2016, 18:55

In  dem  Moment  wo  er  mit  zwei Promille  etwas unterschreiben soll ist er nicht  zurechnungsfähig und die Unterschrift gilt nichts.

kannst du diese Rechtsauffassung durch Rechtsvorschriften, Urteile etc. untermauern?

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Kommentar von schabima
16.05.2016, 19:15

Danke, das erste seh ich auch so. 

Zum zweiten hätte die Klinik nicht informieren müssen, nachdem der Patient zum zweitenmal mit den Verletzungen eingeliefert wurde und sogar reanimiert werden musste?

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Kommentar von AalFred2
17.05.2016, 13:25

Was genau sollte die Klinik zu einer Blutentnahme oder zu einem zwangsweisen Dabehalten ermächtigen, wenn der Patient gehen will?

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