Wann muss ein Lehrer/Mittagsbetreung in der Schule einen Krankenwagen rufen?

17 Antworten

Naja, sicherlich war das hier die falsche Entscheidung, keinen Krankenwagen zu rufen.

Aber auf der anderen Seite beschuldigst du hier einen medizinischen Laien eine falsche medizinische Entscheidung getroffen zu haben. So ist das halt mit Laien. 
Das kann dir überall passieren. Wenn dein Kind sich auf dem Spielplatz verletzt, wird auch nicht jeder gleich den Krankenwagen rufen, sondern eher das Kind nach Hause schicken / begleiten. Es sei denn, es ist offensichtlich (Beinbruch etc.). Bei einer blutenden Wunde ruft man nicht automatisch den Krankenwagen. Machst du sicherlich auch nicht. Auch wenn es in diesem Fall besser gewesen wäre.

Das ist ein Fehler im System, der nur dann behoben werden könnte, wenn jede Schule einen eigenen Arzt einstellte. (Um zu diskutieren, ob das sinnvoll ist, ist hier nicht der richtige Ort).

Ich finde deine Reaktion nachvollziehbar - du bist die Mutter; aber wenn du die Direktorin unter dem Strich beschuldigst, dass sie keine Ärzte eingestellt hat, kann sie da auch nur mit der Schulter zucken. Ist halt ein Fehler im System und kein Fehler der Direktorin.

Wenn du sie jetzt als herzlos bezeichnest, würde ich an deiner Stelle erst einmal einen Gang zurückschalten und tief durchatmen. Natürlich warst du emotional auf der Palme, aber wenn sich dein Gegenüber (die Direktorin) dadurch angegriffen gefühlt hat, ist es u.U. nur verständlich, dass sie wenig empatisch reagiert hat. Wer hat schon Mitleid mit seinem "Gegner"? Ein sachliches und angemeldetes Gespräch in entspannter Atmosphäre wäre hier der eindeutig bessere Weg gewesen, um diesen Vorfall aufzuarbeiten. Ich kann jedenfalls zwei Tage danach keinen Notfall erkennen, der ein solches unangemeldetes Gespräch rechtfertigen würde. Das ist unhöflich.

Auch auf welchem Hintergrund du dich bei der Behörde beschweren willst, ist mir unklar. Unterlassene Hilfeleistung ist es nicht. Man hat geholfen. Aber eben falsch. Aber da sind wir wieder bei der Ausgangslage. Wenn medizinische Laien eine medizinische Entscheidung falsch treffen, kann man ihnen das nicht zum Vorwurf machen. Im Gegenteil: Wenn sich jemand als Ersthelfer betätigt, ist er durch das Gesetz geschützt - auch wenn er etwas Falsches macht. Anderenfalls gäbe es morgen keine Ersthelfer mehr.

Deswegen halte ich deine Reaktion mit Beschwerde bei der Schulbehörde und Presse für völlig überzogen. Damit hast du dir auch mit Sicherheit keine Freunde gemacht. Wenn du Pech hast, musst du in Zukunft deine Tochter immer direkt aus dem Krankenhaus abholen, wenn sie sich einem Blatt Papier geschnitten hat. Das wäre dann die Konsequenz, um jeglichen Ärger mit den Eltern / insb. dir zu vermeiden.

Manchmal stellen sich Situationen anders da, wenn man von seiner Palme wieder herunter gestiegen ist. Ich nehme mir deshalb vor, in solchen Situationen erst einmal nicht zu handeln und zu warten, bis sich meine Affekte wieder beruhigt haben. Aber manchmal hat man sich da trotz der guten Vorsätze nicht im Griff. Geht mir zumindest manchmal so.

Deinem Kind wünsche ich gute Besserung und dir möchte ich wünschen, dass du in emotionalen Situationen etwas mehr sachliche Distanz entwickeln kannst. 

LG
MCX

Hallo!

Ich halte dein Verhalten - gerade das mit dem Anschreien - auch wenn ich das Ganze teilweise durchaus verstehen kann für ziemlich gluckig, sorry... da wurde eine viel zu große Welle aufgebauscht.

Zu meiner Zeit (Grundschule 1997-2001, also nicht soooooo lange her) "löste" man sowas insofern, dass die Eltern angerufen wurden & das Kind zum Arzt gebracht wurde. Da wurde kein Notarzt in die Schule gerufen, höchstens ein vor Ort im Roten Kreuz engagierter Lehrer zur Erstbehandlung... und jeder lebte gut damit. Es ist nie ein Kind in dieser Schule gestorben oder unter qualvollen, unwürdigen Bedingungen zum Arzt gebracht worden.

Es ist im Gegenzug nicht üblich, dass eine Schule/Kita sofort einen Krankenwagen mit vollem Apparat anschickt ----------> solche Einrichtungen sind auch recht gut bestückt (müssen sie auch sein) & wenn es nicht um Leben und Tod geht, lösen die das auf den kurzen Dienstweg. 

Insofern muss ich eine Lanze für die Rektorin brechen.. bin selber zwar ein Mensch mit Herz, aber auch ein Pragmatiker & ich kann die Frau schon gut verstehen: Sie kann sich bei aller Liebe nicht um alles bzw. um jeden individuell kümmern. Wenn Eltern dann noch unwirsch/aggressiv/grenzbeschimpfend auftreten, reißt auch dem liebsten Lehrer irgendwann die Hutschnur oder blockt ab... denn der Ton macht die Musik & wahrscheinlich - wie ich das hier rauslese - bist du da echt 'nen Tacken zu forsch aufgetreten, auch wenn ich deinen Unmut verstehen kann.

Man sollte differenzieren können & diesbezüglich auch in der Lage sein, Entscheidungen rational zu treffen... auch wenn es um die Familie geht oder etwas, das einem sonst wie nahesteht.

Thema Zeitung --------> ich arbeite selbst bei einer Tageszeitung & halte es für sehr boulevardesk, ein solches Anliegen, das im Grunde nur sehr wenige betrifft, überhaupt ins Blatt zu nehmen. Journalistische Seriosität sieht anders aus.

Alle guten Wünsche in diesem Sinne.

Mir (14 Jährige Schülerin) ist sowas auch mal passiert, nur das jeder wusste wie es passiert ist usw. Nur der Unterschied war das ich direkt zum naheliegenden Arztv gehen musste aber dafür waren meine Eltern sauer das sie nicht angerufen wordrn sind, also das komplette Gegenteil von deiner Story 😁 Bei mir war die platzwunde auch eine extrem schlimme die zugenäht werden musste.

Als Eltern sieht man alles doppelt so schlimm wie es ist. Ich denke, die Betreuer haben auch mit dem Kind gesprochen und wenn er sagt, es gehe ihm gut, wird man keine Dramatik schieben und einen Notarzt holen.

Ich finde die FSlerin übertreibt ziemlich. Die Betreuer werden mit solchen übertriebenen Eltern immer mehr in ihren handlungen eingeschränkt und treuen sich dann gar nichts mehr :/

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