Wann muß auf eine Rechnung oder Mahnung reagiert werden?

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8 Antworten

Muß darauf reagiert werden?

Nö, nicht zwingend.

Bzw. wie sollte ich mich verhalten?

Kurz widersprechen. Der Händler (gewerblich) trägt die Verantwortung und die Beweislast für die Zustellung der Ware.

Sehr schön. Kurz und präzise geantwortet.

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kevin1905 hat Dir auf die aktuelle Frage zutreffend geantwortet.

Da mich solches Verkäuferverhalten irritiert, habe ich mir mal die früheren Bewertungen des Verkäufers angeschaut:

http://toolhaus.org/cgi-bin/negs?User=Preistaktik+&Dirn=Received+by&Many=ON&ref=home

ebay berechnet die Bewertungsprozente ja nur für 12 Monate und der Verkäufer hat über ein Jahr, lt. seinen Bewertungen, nichts mehr verkauft. Aktuell und in den letzten vier Wochen wurde auch nichts angeboten.

Bei mir werden 21 positive  Bewertungen während der letzten 6 Monate angezeigt.
Datenbankfehler?

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@Kattarina

Dann klick mal an "Allow over 1000 items".
Und nur 6 Monate wäre insofern Fehler, da 12 Monate in jedem Fall angezeigt werden.

Mir werden über die Jahre angezeigt:

63 Negative
89 Neutral
0 Withdrawn (0 removed by eBay)

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schreibe ihm dass du jede Zahlung verweigerst da du nur eine Lieferung bekommen hast. Bei einem Mahnbescheid musst dem widersprechen.

Bei einem Ebay-Händler kannst du auch einfach eine eMail schicken. Hier kannst du im Zweifel sogar den Zugang belegen, was mit einem Einschreiben eher problematisch sein kann.

Spätestens auf einen Mahnbescheid vom Amtsgericht solltest du reagieren, der wird aber wahrscheinlich nicht kommen.

Gute Antwort. Danke.

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Bei diversen Antworten erkennt man man wieder, dass die von Recht keine Ahnung haben, aber von allem eine Meinung.

Auf die Mahnung des Händlers musst du nicht reagieren. Es gibt kein Gesetz, dass dich dazu verpflichtet. Sinnvoll ist es aber dennoch, im dem du ihm mitteilst, dass du bereits bezahlt hast (via paypal) und seine Forderung nicht anerkennst. In der Hoffnung, der Händler wird seine Bücher noch mal überprüfen, wird hoffentlich so die Sache erledigt sein. Sollte ein Inkassobüro dich dennoch belästigen, schreibe nicht ängstlich, sondern knallhart das du die Forderung nicht anerkennst. Auf ein Mahnbescheid natürlich immer reagieren und die ganze Forderung bestreiten.

Allerdings frage ich mich, warum du überhaupt den Ersatzartikel angenommen hast. Musstet du nicht, ist aber deine Entscheidung. 

Eine sehr gute Antwort.

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@Kattarina

Musstet du nicht, ist aber deine Entscheidung. 

Ja und nein. Das geht vermutlich nur in Verbindung mit dem Widerrufsrecht (was hier durchaus zum Tragen kommen kann). Das einfache "Annahme verweigert" reicht aber seit kurzem nicht mehr aus, um das Widerrufsrecht auszuüben.

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Der Händler ist in der Beweispflicht. Er muß dir nachweisen, dass du den Artikel zweimal erhalten hast. Wenn das nicht zutrifft, dann teile es ihm mit und schreibe ihm, dass du keine Lieferung bezahlst, die du nicht erhalten hast. Ich würde den Brief sogar per Einschreiben senden, aber das mußt du selbst entscheiden. Weitere Briefe würde ich ignorieren. Wenn aber ein Mahnbescheid vom Gericht kommt, mußt du reagieren bzw. Widerspruch innerhalb der im Mahnbescheid genannten Frist (ich glaube, es sind 14 Tage) einlegen.

Wozu ein Einschreiben? Gilt dieses rein rechtlich gesehen als sicherer?
Denn der Inhalt des Anschreibens ist ja unklar. Da könnte man ja genauso gut ein leeres Blatt Papier schicken.

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@Asurfaen

Ich schicke solche Briefe immer per Einschreiben, was aber nicht unbedingt notwendig ist. Wie schon oben geschrieben, mußt du das selbst wissen.

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@Asurfaen

Es gilt als sicher, da du die Zustellung nachweisen kannst. Und auf die Diskussion mit dem leeren Blatt lässt sich kein Richter ein. Es heißt dann, dass du ein positives Interesse hattest, auch wirklich diesen Brief zu verschicken.

Im Endeffekt ist es aber aus rechtlicher Sicht egal, ob du den Händler informierst oder nicht. Daher w9ürde ich es bei einer eMail belassen mit der Ankündigung, dass man gerne zu einem Anwalt geht und aktiv gegen den Händler vorgeht (negative Feststellungsklage), wenn er weiter nervt. Ob man das dann macht, sei dahin gestellt.

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Ihn anschreiben und sagen, dass du nichts doppelt erhalten hast. Einen Anwalt wegen 20 Euro lohnt nicht dann halt bezahlen. Aber weiter versuchen dem klar zu machen, dass bis auf das eine nichts kam.

Wieso "dann halt bezahlen" ?
Wie ist denn konkret der rechtliche Status?

Hast Du Ahnung davon?

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@Asurfaen

Da du nicht beweisen kannst nichts bekommen zu haben wird das schwierig. Und wegen 20 Euro einen Rechtsstreit anzufangen wäre mir zu teuer. Es sei denn du mußtest bei Erhalt unterschreiben. Dann kann man feststellen ob du das Teil 2 mal bekommen hast

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@ghasib

Da du nicht beweisen kannst nichts bekommen zu haben wird das schwierig.

Die Beweislast liegt NICHT beim Fragesteller!

Ein elementares Prinzip des Rechtsstaats ist, dass derjenige der etwas fordert bzw. eine Positivbehauptung aufstellt diese darlegen können muss.

Im Strafrecht muss auch die Staatsanwaltschaft den Tatnachweis objektiv und subjektiv führen, sonst gilt in "dubio pro reo".

Ergo muss der Händler beweisen, dass 2 mal Ware zugestellt (nicht versandt!) wurde um Anspruch auf 2 mal Geld zu haben.

Kann er diesen Beweis nicht antreten, würde ein Richter die Klage durch den Händler kostenpflichtig für diesen inkl. Auslagen des Fragestellers abweisen.

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Einen Anwalt wegen 20 Euro lohnt nicht dann halt bezahlen.

Nein wieso? Er hat einmal Ware erhalten und eimal bezahlt. Die Rechtslage ist klar. Der Händler kann gegenteiliges nicht nachweisen, hat also keinen Anspruch auf Bezahlung für 2 Artikel.

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Einfach so ignorieren würde ich das vielleicht nicht.

https://www.antispam-ev.de/wiki/Antwortbrief_gegen_ungerechtfertigte_Inkassoforderung Mustertext Antwortbrief

Wenn Sie zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Forderung ungerechtfertigt ist, können Sie versuchen, mit einer drastischen Antwort an das Inkassobüro zu erreichen, dass weitere Mahnungen unterbleiben. Wenn das Inkassobüro nicht vollends merkresistent sein sollte (leider gibt es auch solche nicht selten...), wird es dann die Forderung an den "Gläubiger" zurückverweisen und auf weitere Mahnungen verzichten. Der ursprüngliche Forderungssteller wäre jetzt am Zug und könnte entweder selbst weitermahnen, oder einen Anwalt beauftragen, oder selbst den Mahnbescheid beantragen (das kann er auch selbst ohne Anwalt), oder gegen Sie klagen. Oder er müsste auf die vermeintlich ihm zustehende Forderung verzichten.

Es ist kein Brief vom Inkassobüro, sondern vom Händler.

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@Asurfaen

Du kannst auch den Händler schreiben. Bisschen mitdenken sollte man hier schon selbst können.

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@LonelyBrain

Stopp. Deine Antwort ist unhöflich.

Die Frage ist, ob rechtlich gesehen auf diese erste Mahnung reagiert werden muß.

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@Asurfaen

Wenn du nicht reagierst wird er eine weitere Mahnung schicken.

Unhöflich ist nicht selbstständig zu denken. Das ist ja wohl mehr als einfach hier.

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@LonelyBrain

Ok, ich merke schon, dass Du von der Rechtsprechung anscheinend mir nicht helfen kannst.
Ein anderer User schrieb mir nähmlich gerade per PN:

NICHT reagieren, sondern einen gerichtlichen Mahnbescheid abwarten.

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@LonelyBrain

Zitat: "Frage zwei Anwälte, dann bekommst Du drei verschiedene Antworten".
Desweiteren bitte ich dich, auf solche Beleidigungen wie "Das ist Blödsinn" zu verzichten.

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@Asurfaen

Das ist keine Beleidigung. Puh... wenn du Rechtsfragen hier beantwortet haben willst bist du ohnehin am falschen Ort. Nur beim Anwalt richtig beraten.

Aber wenn du auf deine tollen Hobbyanwälte hören willst - bitteschön.

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@LonelyBrain

Ich hatte hier auf gute Anwälte gehofft. Den Begriff Hobbyanwalt hast Du zuerst ins Spiel gebracht.

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@LonelyBrain

Das ist Blödsinn.

Nein, ist es nicht. Der Händler wäre vor Gericht in der Beweispflicht, dass den TE die Ursprungssendung wirklich erreicht hat. Solange der TE nicht dafür unterschrieben hat, ist diese Beweisführung nahezu unmöglich. Denn: Der gewerbliche Händler haftet selbst für Verluste auf dem Transportweg.

Es gibt exakt 0 Rechtspflichten, auf eine unberechtigte Zahlungsaufforderung/Mahnung zu reagieren.

Ergo: Man kann aus rechtlicher Sicht problemlos und ohne Nachteil einfach abwarten ob der Händler jemals vor Gericht zieht, also in ein gerichtliches Mahnverfahren oder ob er eine Klage anstrengt.

So sieht es aus rechtlicher Sicht aus, daher ist die Antwort "einfach abwarten" korrekt und dein "Das ist Blödsinn" ist seinerseits absoluter Blödsinn.

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Warum sollten gute Anwälte hier antworten, wenn sie dafür Geld verlangen könnten? ;)

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@sozialtusi

Nicht jeder kann sich einen Anwalt leisten... offensichtlich. Aber hier auf gute Anwälte zu hoffen ist nun wirklich lächerlich.

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@LonelyBrain

Für die Grundregeln des Schuldrechts braucht man kein guter Anwalt zu sein. Das muss jeder Kaufmann grundsätzlich drauf haben. Das ist sein Berufsinhalt.

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@LonelyBrain

Nicht jeder kann sich einen Anwalt leisten... offensichtlich

Wer mittellos oder bedürftig i.S.d. SGB II/XII ist kann Beratungshilfe beantragen und für ein streitiges Verfahren Prozesskostenhilfe, wenn Aussicht auf Erfolg besteht.

Rechtsschutz ist keine Frage des Einkommens.

Die Rechtslage ist hier aber eindeutig, es braucht dafür keinen Anwalt.

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@kevin1905

Gute Antwort, danke, Kevin1905.
Sodann wird sich LonelyBrain wohl ein wenig ärgern über ihre fehlerhafte und völlig sinnlose Antwort.

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