Wann lohnt sich eine Riester-Rente?

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9 Antworten

Hallo

Das Hauptargument für die Riester Rente sind wohl die staatlichen
Zulagen, die der Riester-Sparer zusätzlich zur eigenen Sparleistung
erhalten kann. Die Grundzulage erhält jeder Riester-Sparer. Zusätzlich
dazu erhalten Sie die Kinderzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind.
Jedoch kann nur ein Elternteil diese Zulage bekommen. Berufseinsteiger
können zudem einen einmaligen Bonus beantragen.

Um Anspruch auf 100% der staatlichen Riester Förderung
zu haben, müssen Sie jedoch insgesamt mindestens 4% Ihres
Bruttoeinkommens in die Riester-Rente einzahlen. Das absolute Minimum
liegt bei 60 Euro pro Jahr, wohingegen der Maximaleigenbeitrag 2.100
Euro pro Jahr beträgt. Darüber hinaus muss man die Zulagen auch noch
beantragen. Dies kann entweder jährlich geschehen oder aber per
Dauerzulagenantrag.

Grundzulage: 154 Euro

Kinderzulage: für Kinder, die vor 2008 geboren sind: 185 Euro

für Kinder, die nach 2008 geboren sind: 300 Euro

Berufseinsteigerbonus: einmalig 200 Euro   

Die Kritik ist aber immer allgegenwärtig.

Zu bürokratisch sind die Anträge, zu hohe Kosten würden vor allem von Seiten der Anbieter anfallen.

Oft wird auch bezweifelt, ob sich die Riester-Rente am Ende überhaupt für den Sparer lohnt.

Ich sage immer das man eine Altersvorsorge nicht verallgemeinern kann. Es muss individuell geprüft werden , welche die beste für jeden ist . Dieses geht nur über eine persönliche Analyse und unabhänige Beratung.

Suchen sie sich einen unabhänigen Makler oder Kaufmann für Versicherungen und Finanzen .

LG

casybeny

Als Faustformel gilt: riestern lohnt sich immer dann, wenn die Höhe der Zulagen mindestens 100% der zu zahlenden Beiträge entspricht.  Das gilt von Jahr zu Jahr zu prüfen. Sollte der zu zahlende Eigenbeitrag höher werden als die zu erwartenden Zulagen sollte man nach Alternativen schauen (bAV oder Rüruprente)

Höhere Beiträge als die Zulagen zu zahlen lohnt sich nicht, da die hohen Verwaltungskosten die Kapitalerträge verzehren.

Altersvorsorge muss heute flexibel angegangen werden. Zb. Durch einen Riester und einen bAV Vertrag (idealerweise zu großgruppen Konditionen)  Riester sollte in einkommsschwachen Zeiten bzw. Zeiten mit hohen Zulagen forciert werden und bAV als Ergänzung bzw als Hapuptinstrument in Zeiten in denen riestern nicht lohnt. Beide Verträge sollten immer nur beitragsfrei gestellt werden und niemals gekündigt werden wenn sie gerade nicht benötigt / bespart werden.

Wichtig ist es stets einen Profi bei der Altersvorsorge zur Seite zu haben, der jährlich prüft ob die Weichen für die aktuelle Situation richtig gestellt sind.

Vor ein paar Jahren war sie trotz hoher Verwaltungs und Vertriebskosten zu Beginn der Vertragslaufzeit wegen der staatlichen Zulagen durchaus lohnend insbes. für junge Familien mit Kindern. Wegen des Massakers am Garantiezins bei gleichzeitiger Beibehaltung der hohen Gebühren zu Beginn des Vertrages ist ein Neuabschluss einer Riester-Versicherung heutzutage wie jede Kapitallebensversicherung ziemlich unrentabel. Am dümmsten wäre jedoch  eine vorzeitige Kündigung eines Altvertrages, da dieser nicht nur relativ gut verzinst ist, sondern auch weil man hierbei die in den ersten Jahren bereits für die gesamte Vertragslaufzeit vorausbezahlten Verwaltungs- und Vertriebsgebühren definitiv verliert.

Die gezillmerten Abschlusskosten sind im Zuge des LVRG drastisch gekürzt worden.

Durften früher 4% der Bruttobeitragssumme vom Kundenbeitrag als Abschluss- und Vertriebskosten einbehalten werden, sind es seit einiger Zeit nur noch 2,5%.

Womit du aber Recht hast ist, dass die Höhe der laufenden Verwaltungskosten bei einigen Anbietern schon arg hoch ist.

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Im Prinzip lohnt sie sich für jeden. Ein lediger Riestersparer erhält 154 EUR Grundzulage pro vom Staat, wenn er 4 % Beitrag seine Vorjahreseinkommens spart. 

Gesamtbeitrag = Eigenbetrag + Grundzulage

Eigenbeitrag=Gesamtbeitrag - Grundzulage 

Beispiel: 20.000 EUR Vorjahresverdienst, Gesamtbeitrag 4% = 800 EUR 

Eigenbetrag = 800 EUR -154 EUR
Eigenbeitrag = 646 EUR pro Jahr.

Eine weitere Zulage gibt es wenn man Kinder hat. Die Kinderzulage beträgt ab 2008, 185 EUR; pro Kind. Für ab 2008 geborene Kinder - jährlich bis zu 300 EUR. Man bekommt auch alle Zulagen, wenn man nur den Mindestbeitrag von 60 EUR pro Jahr zahlt. Das lohnt sich erst recht.

Wenn jemand mehr verdient, lohnt es sich auch. Es gibt die Möglichkeit des Sonderausgabenabzug nach § 10 a EStG sein. Hier kann ab 2008 ein Betrag von 2.100 EUR; in Abzug gebracht werden. Das Finanzamt führt eine Günstigerprüfung für den Steuerzahler durch. Geprüft wird,ob Zulagen oder Steuerabzug günstiger. Den Vorteil erhält der Steuerzahler. Das kann sich richtig lohnen.

Zusammenfassend kann ich sagen. Riester lohnt sich immer. Für Geringverdiener wie für Besserverdienende. 

Leider werden sehr viel Unsinn und Halbwahrheiten über Riester geschrieben. Aber urteile selbst.

Fazit

: Riesterrente kann gut sein, muss aber nicht unbedingt die optimal Schicht und Form der Altersvorsorge sein.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten:

„Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“?

Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc.

Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen.

Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente.

Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird

. Es ist auch ein großer Unterschied, ob man später in der Rentenphase von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Riester lohnt sich immer

Irgendwie habe ich den Teil verpasst, wo du das anhand von Zahlen begründest. Vor allen Dingen bei Betrachtung der Auszahlungsbeträge.

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Hast du mal geschaut, was die Fragestellerin netto überhaupt verdient? Wo soll sie da bitte die 646 € im Jahr hernehmen?

Zu den Halbwahrheiten gehört wohl, die Tatsache wegzulassen, dass ca 1/3 unserer Bevölkerung überhaupt kein Geld zum Zurücklegen/Sparen hat.
Nur Gutverdiener können von einem Mitnahmeeffekt profitieren, weil es für sie einfach ein aus der öffentlichen Rentenkasse subventioniertes Anlageprodukt wie jedes andere ist. Wenn der Einsatz hoch genug ist, spielen die Gebühren und anderen Kosten keine große Rolle mehr. Abgesehen davon, dass Wohlhabende statistisch etwa eine 10 Jahre höhere Lebenserwartung haben und damit auch bei monatlichen Auszahlungen auch entsprechend mehr profitieren können.

Das wirklich asoziale daran ist, dass die Subventionierung faktisch aus der gesetlichen Rentenkasse erfolgt, indem 4 Beitragspunkte allen Einzahlern abgezogen werden (unabhängig davon ob sie riestern oder nicht). Dieses Geld fehlt am Ende denen, die es wirklich benötigen, weil sie eben wie die Antragstellerin nur wenig in die gesetliche Rente einzahlen können.

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@MarkusJaja

Das mit den 646 EUR p.a. war ein Beispiel. Außerdem wer lesen kann ist im Vorteil. Ich habe auch das Beispiel mit den 60 EUR p.a. deutlich dargestellt. Halbwahrheiten habe ich nicht gesagt, das ist ein unsachliche Unterstellung. Wie auch die anderen Aussagen von dir unsachlich sind.

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@MarkusJaja

646,- € im Jahr sind keine 54,- € im Monat (zusätzliche Steuerersparnis nicht eingerechnet).

Man sagt über den Daumen gepeilt solle man ca. 10% seines Nettoeinkommens für Altersvorsorge bzw. Vermögensaufbau einsetzen um im Alter ein gleichbleibendes Versorgungsniveau zu halten, wie im Erwerbsleben.

Der Mustermensch mit 20.000,- € Jahresbrutto hat etwa 1.200,- € Netto im Monat am Start und davon sollen keine 55,- € in die Altersvorsorge investierbar sein, wo er doch eigentlich 120,- € irgendwie wegpacken sollte?

Auf einem anderen Blatt steht, ob er mit den 55,- € zzgl. gesetzlicher Ansprüche im Alter auf ein Nettoversorgungsniveau kommt, was seine Versorgungslücke schließt bzw. ihn zumindest über GruSi hievt ist eine andere Frage.

Diese Frage kann ich aber im Kopf nicht mehr überschlagen, dazu müsste ich mein Programm verwenden.

Ich kann dir aber versichern, ich habe noch jedem Kunden der bei mir war irgendwo Gelder freigemacht, die dieser nutzen konnte. Sei es durch Krankenkassenoptimierung oder einfach mal über ein Haushaltsbuch.

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@Niklaus

Belegst du jetzt noch mit Zahlen, dass sich Riester immer lohnt?

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  • Kinder vorhanden
  • bAV nicht sinnvoll als Alternative
  • Es wird Schutz vor Vewertung (SGB II), Pfädnung oder bei Privatinsolvenz gewünscht
  • Im Fokus steht eine garantierte zusätzliche lebenslange Rente nicht zwingend der Vermögensaufbau und die Renditemaximierung.

Es sollte sich herumgesprochen haben, dass die Riesterrente ein Flop ist, reinste Sci Fi.

Mehr und mehr Versicherer und Banken ziehen sich zurück, weils sich an keinem Ende rechnet..

Die Riesterrente war nie ein Solidarrente, sondern privatwirtschaftlich.
Frei übersetzt, Finger weg.

Mehr und mehr Versicherer und Banken ziehen sich zurück, weils sich an keinem Ende rechnet..

Das liegt an der Kapitalerhaltsgarantie und der Niedrigzinsphase und dem übersteigerten fast krankhaften Sicherheitsbedürfnis des deutschen Anlegers.

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Wenn du mal Zeit hast, würd ich dir empfehlen, dass hier anzuschauen:

Die Anstalt (2 Folge) beschäftigt sich mit genau dieser Frage und zwar differenziert und mit Quellenangabe. 

Wenn du beginnst zu arbeiten.

Kinder werden knapper - wer zahlt später unsere Rente?

Riester Rente lohnt sich immer

Ich arbeite Vollzeit bei ALDI. 1050 netto. Lohnt sich das wirkklich?

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Ja aufjedenfall, muss ja kein Hoher Betrag sein den du Einzahlst!

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@HoldingMilki

Riester ist einkommensabhängig. Wer volle Zulage will, muss entsprechend einzahlen.

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so ein Quatsch. Unsere Bevölkerungszahl ist seit Jahrzehnten unglaublich stabil. Aber das ist trotzdem völlig egal. Die Stärke einer Rente bemisst sich nicht an der Kinder, sondern an der Produktivität einer Volkswirtschaft (oder hat Indien ein gutes Rentensystem??)
Das Umlageverfahren der gesetzlichen Rente ist das stabilste System überhaupt und hat Weltkriege und den tatsächlichen demografischen Wandel vor schon über 50 Jahren gut überstanden.

Wenn ein Bauer von 150 Jahren 10 und heute 1000 Menschen ernährt, wenn der volkswirtschaftliche Kuchen immer größer wird und die Zahl der davon "essenden" gleich bleibt, dann werden die Stücke für jeden Einzelnen größer. Daher konnte die Rente mit den Löhnen in den 50 - 80er Jahren trotz veränderter Demografie, besserer Gesundheitsversorgung Älterer und weniger Kindern wachsen.

Stagnierende Löhne und  Niedriglohnsektor sind politisch gewollte  Ergebnisse der "Agenda 2010", die den Sozialversicherungen zusetzen. Riester war ein Geschenk an die Versicherungsindustrie und das massive Abzweigen von Rentenbeiträgen für Profite weniger Konzerne.

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@MarkusJaja

Riester war ein Geschenk an die Versicherungsindustrie und das massive Abzweigen von Rentenbeiträgen für Profite weniger Konzerne.

Genau So !!

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für Vollzeit bei Aldi verdienst du selektionsPache recht wenig.

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die lohnt sich nur für die Versicherungswirtschaft. Du bekommst in den meistne Fällen nicht mal raus was du eingezahlt hast. Finger weg!

Völliger Quatsch!

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Am Ende der Laufzeit müssen die Summe der eingezahlten Beiträge und die erhaltenen Zulagen zur Bildung einer Rente zur Verfügung stehen.

Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

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@kevin1905

Kein Quatsch: Für Normal- und Wenigverdiener ein absolutes Verlustgeschäft. Laut einer DIW-Studie muss man als Durchschnittssparer schon ca 90 Jahre alt werden um überhaupt den nominalen Wert seiner Einzahlungen zu erhalten. Der reale Kaufkraftverlust ist da noch garnicht berücksichtigt. Andere ernste Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen.

Zudem ist zu erwarten, dass durch die politische Zerstörung der gesetzlichen Rente ca. die Hälfte der künftigen Rentner in wenigen Jahrzehnten durch Niedriglöhne, temporäre Arbeitslosigkeit und Rentenkürzung, etc. nur noch Grundsicherung erhalten werden. Die Riesterprämien werden auf diese komplett angerechnet.

Derzeit erleben wir zudem, dass die Garantiezinsätze aller Versicherungen aufgrund der Niedrigzinsphase nach und nach abgesenkt werden und vom Gesetzgeber wird das unterstützt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Riesterprämien weiter gesenkt werden.

Die Verträge sind oft auch instransparent und gerade Wenigverdienern werden die Prämien durch undurchsichtige Gebühren wieder aufgefressen.

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@MarkusJaja


Für Normal- und Wenigverdiener ein absolutes Verlustgeschäft. Laut einerDIW-Studie muss man als Durchschnittssparer schon ca 90 Jahre alt werden um überhaupt den nominalen Wert seiner Einzahlungen zu erhalten.

Kommt drauf an. Kostenstruktur, Vertragslaufzeit, Garantiezins bzw. Fondsentwicklung haben Einfluss auf die Ablaufleistung und wann der Break-Even eintritt.

Dass Menschen im Schnitt länger leben muss eben bei der Kalkulation einer Rente berückichtigt werden.

Auch muss man die Zulage entweder auf beiden Seiten einrechnen oder auf beiden Seiten rauslassen. Beide Seiten heißt hier Sparphase und Leistungsphase, sonst verfälscht man das Ergebnis. Zwei Seiten einer Gleichung müssen immer identisch sein.


Zudem ist zu erwarten, dass durch die politische Zerstörung der
gesetzlichen Rente ca. die Hälfte der künftigen Rentner in wenigen
Jahrzehnten durch Niedriglöhne, temporäre Arbeitslosigkeit und
Rentenkürzung, etc. nur noch Grundsicherung erhalten werden.

Es ist richtig, dass ein Mensch um Stand Heute im Alter eine gesetzlich Rente (Brutto) über Grundsicherungsniveau zu bekommen, mind. 40 Jahre einen durchschnittlichen Verdienst (ca. 37.000,- € Brutto pro Jahr) erzielen muss.

Der Sinn privater und betrieblicher Vorsorge ist es aber genau dafür zu sorgen, dass in Summe aus diesen und der gesetzlichen auch ein Geringverdiener ein Versorgungsniveau hat, dass über GruSi Niveau liegt.

Das ist planbar und für fast jeden Menschen bei kompetenter Beratung und Betreung möglich, wenn dieser 20 Jahre und mehr bis zur Rente hat.


Die Riesterprämien werden auf diese komplett angerechnet.

Auf Grundsicherung wird JEDES Einkommen angerechnet, nicht nur Riester.

  • Auch eine Betriebsrente würde dies,
  • private Altersvorsorge (Lebens- oder Rentenversicherungen),
  • Mieteinnahmen,
  • Kapitalerträge,
  • Minijob den der Rentner vielleicht hat
  • alles eben.

Dass das behindert ist, zumindest in der Art der Anrechnung, die weit strenger ist als im SGB II, haben einige Politiker verstanden und machen mobil hier Abänderung zu schaffen.


Derzeit erleben wir zudem, dass die Garantiezinsätze aller
Versicherungen aufgrund der Niedrigzinsphase nach und nach abgesenkt werden und vom Gesetzgeber wird das unterstützt.

Das gilt für Neu- nicht für Bestandsverträge.

Darum rate ich auch jedem Menschen davon ab heute noch Versicherungen oder Sparpläne basierend auf Garantien abzuschließen. Wer Rendite will muss zumindest teilweise in den freien Kapitalmarkt (Fonds / Aktien).

Leider hat die Riesterrente die von mir im vorigen Kommentar angesprochene Bruttobeittragsgarantie, die es unmöglich macht den kompletten oder große Teile des Beitrags fondsgebunden anzulegen, da eben bei Rentenbeginn die mindest mögliche Rentenberechnungsgrundlage eben jene aus eingezahlten Beiträgen und erhaltenen Zulagen darstellt.

Der Kunde hat da auch kein Wahlrecht zu gunsten der Rendite hierauf zu verzichten wenn er es möchte.

Hat ein Mensch also 40 Jahre lang 100,- € jeden Monat gezahlt und 40 Jahre die Grundzulage erhalten, so sind in den Vertrag 54.160,- € geflossen. Weniger darf der Versicherer nicht als Rentenberechnungsgrundlage ansetzen, ganz gleich ob tatsächlich weniger im Vertrag ist.


Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Riesterprämien weiter gesenkt werden.

Man redet davon diese zu erhöhen. Ein erster Vorstoß des Bundesrats ist allerdings gerade gescheitert.


Die Verträge sind oft auch instransparent und gerade Wenigverdienern werden die Prämien durch undurchsichtige Gebühren wieder aufgefressen.

Also ich für meinen Teil verstehe diese und kann nach Durchsicht der Unterlagen einem Kunden sagen ob sein Vertrag teuer ist oder nicht.

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Was gar nicht aufgegriffen wurde, ist, dass sich Riester auf 4 verschiedene Arten bauen lässt.

  1. Als Bausparvertrag
  2. Als Banksparplan
  3. Als Fondsparplan
  4. und als Rentenversicherung

Alle davon haben andere Kosten- und Renditestrukturen, daher sollte man nicht alles immer über einen Kamm scheren.

Ein Kunde der seit z.B. 10 Jahren einen Riestervertrag mit 2,75% Garantieverzinsung hat, sollte es tunlichst unterlassen diesen zu kündigen.

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