Wann lohnt sich Ehegattensplitting?

3 Antworten

Nahezu immer...

Ein gemeinsam veranlagtes Ehepaar zahlt 2 x die ESt für ihr halbes gemeinsames zu versteuernde Einkommen - s.§ 32a Abs.5 EStG
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html

Beispiel:

Partner 1 - 80.000 > ESt als Lediger oder Einzelveranlagung - 25.338
Partner 2 - 20.000 > ESt als Lediger oder Einzelveranlagung -   2.611

zusammen                                                                                  27.949
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bei Splitting:
Steuer für 100.000 x 1/2 > 50.000... = 12.757     x 2       nur       25.514

Der Effekt beruht auf der progressiven Ausgestaltung des Einkommen-Steuersatzes - mit der Höhe des Einkommens steigt auch der Steuerprozentsatz.
Die Höhe der Ersparnis ist einerseits von der Einkommenshöhe insgesamt abhängig, andererseits auch davon, wieweit die beiden Einkommen auseinander liegen - optimal, wenn 1 Partner bspw.als Hausfrau gar kein Einkommen hat. Verdienen beide dagegen genau das gleiche, ergibt sich kein Vorteil.

Nur unter bestimmten (wenigen) Ausnahmekonstellationen kann eine Einzelveranlagung mal günstiger sein - bspw. bei Abfindungsfällen.

Was genau ist Ehegattensplitting und vorallem wann lohnt sich das?

Ehegatten werden bei gemeinsamer Veranlagung stets so behandelt, als hätte jeder die Hälfte des gemeinsamen Einkommens verdienst. Da wir ein linear progressives Steuersystem haben, führt das dazu, dass das Ehepaar, bei unterschiedlich hohem Einkommen, weniger Steuern zahlt, als wenn beide einzeln veranlagt würden.

Bei der gemeinsamen Steuererklärung wird das Ehegattensplitting immer angewendet, sofern die Eheleute nicht beantragen, getrennt veranlagt zu werden.

getrennt

*einzeln

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