Wann löst sich ein Salz weder endo noch exotherm also ohne Wärmeeffekt?

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2 Antworten

Die meisten Salze lösen sich Endotherm.

Im Prinzip ist es so dass die Atome im Salz gebunden sind, die Energie ist also gering.

Wenn sich die Atome jetzt aus dem Gitter lösen, beginnen sie sich zu bewegen und nehmen somit Wärmeenergie auf, diese Wärmeenergie kann nur aus der Flüssigkeit aufgenommen werden und daher wird die Flüssigkeit kälter.

Bei Natriumhydroxid ist es zB umgekehrt da ist aufgrund der Herstellung in der Bindung von Natrium zu den Hydroxidionen so viel Energie enthalten, dass diese mehr ist, als die Energie die das Salz zum lösen braucht. Darum wird die Flüssigkeit erwärmt wenn man Natriumhydroxid erwärmt.

Bei bestimmten Salzen bleibt die Flüssigkeit gleich warm, das liegt daran, dass in den Bindungen im Salz genau die Energie gespeichert ist, die die Ionen zum lösen brauchen.

Am Ende gilt also immer die Energieerhaltung, sprich beim Auskristallisieren des Salzes aus der Flüssigkeit zeigt sich das umgekehrte Verhalten.

Das sieht man zB gut bei Händewärmern, das Lösen den Natriumacetat ist endotherm, das Auskristallisieren aber Exotherm daher werden die Dinger auch warm.


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Kommentar von Nils380
17.09.2016, 16:03

Danke, hatte mir schon fast gedacht das die nötige Energie schon im Salz gespeichert ist.

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Für den Lösungsvorgang bei Salzen bestehen die folgenden Beziehungen:

Hydratationsenergie > Gitterenergie             Erwärmung und gute Löslichkeit
Hydratationsenergie < Gitterenergie             Abkühlung bzw. Unlöslichkeit
Hydratationsenergie ≈ Gitterenergie              isothermer Lösungsvorgang

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