Wann kommt der Mensch in die nächste Evolutionsstufe?

8 Antworten

Du zeigst ein gerüttelt Maß an völlig falschen Betrachtungen darüber, wie Evolution funktioniert.

Erstmal
gibt es in diesem Sinne keine Evolutionsstufen. Man spricht mitunter
bei bestimmten Umständen von Plateaus, das meint aber etwas anderes.

Evolution
ist immer nur der kleine Schritt von einem Individuum zu seinen
Kindern. Evolution hat kein Ziel und es gibt keine höhere oder
niedrigere Entwicklungsstufe. Jede Art ist zum Zeitpunkt der Betrachtung
auf die am besten mögliche Weise an seinen Lebensraum angepasst. Wenn
der Lebensraum sich ändert, ändern sich die Lebewesen.

Wir sind
nicht höher entwickelt als der Neanderthaler sondern einfach anders. Es
liegt kein Selbstzweck in hoher Intelligenz. Ein Wurm, der es schafft,
sich zu reproduzieren, ist genauso perfekt entwickelt, wir wir auch.

Was
Du als Schwächen wahrnimmst, sind teilweise wichtige Eigenschaften, die
uns evolutionär erst zu dem haben werden lassen, was wir sind. Moral
ist kein Bestandteil der Evolution. Zudem schützt Intelligenz keineswegs
davor, den von Dir genannten "Schwächen" anheim zu fallen. Fast
sämtliche Serienömörder sind sehr intelligent, auch der Gröfaz hatte
keinen Mangel an Intelligenz.

Die Triebfeder der Evolution ist die
Selektion. Diese lässt sich auf den Reproduktionserfolg positiv
auswirkende Veränderungen sich im Genpool ansammeln. Viele meinen
fälschlicher weise, wir Menschen wären aus diesem System ausgestiegen,
aber das ist falsch.

Auch der Mensch ist immer noch aktiv am
evolutionieren. Solange Reproduktion biologisch stattfindet, findet auch
Evolution statt. Aber nicht im dem Sinne, dass wir nun ein irgendwie
definiertes Ziel ansteuern, uns auf eine Durststrecke der Entwicklung
machen, bis der Knoten platzt und wir eine neue Eigenschaft haben. So
funktioniert das eben nicht.

Am wahrscheinlichsten werden
zukünftige Generationen Unterschiede beim Stoffwechsel als evolutionäres
Ergebnis beim Vergleich mit uns feststellen. Nichts Spektakuläres, kein
dritter Arm. "Einfach" ein paar andere Enzyme, Hormone und dergleichen.
Oder Nasenhaare.

Mal ein völlig spekulatives Szenario. Wir leiten
Unmengen an Fremdstoffen in unser Umwelt, also auch unsere Atemluft
ein. Nun könnte es sein, dass manche Frauen mit mehr Nasenhaaren mehr
dieser Schadstoffe ausfiltern und somit einen Tick gesünder sind als
andere.

Nun kann Selektion über zwei Wege wirken. Einmal
werden Frauen mit weniger Haaren eher Krankheiten bekommen und einige
vor der Reproduktion daher sterben.

Bei anderen führt die Belastung dazu, dass sie im Durchschnitt nur noch 1,1 Kinder bekommen statt der 1,2 der gesunden Frauen.

Beides wird dazu führen, dass sich das Gen für Nasenhaare im Genpool anreichert. So funktioniert Evolution. Auch beim Menschen.

Erstmal gibt es in diesem Sinne keine Evolutionsstufen.

Würde es Dich stören, wenn ich schreib:

Jedes Individuum stellt auch immer die eigene Stufe der Evolution dar, auf der es steht.

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@Abahatchi

naja, eigentlich hast Du auch nichts anderes geschrieben. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

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Die Frage ist schon verständlich, wäre aber mit Absätzen noch flüssiger zu lesen.

Die nächste Evolutionsstufe im organischen Bereich könnte der Verlust oder zumindest die Abschwächung aller menschlichen Wahrnehmungs- und Steuerungsorgane sein, die aufgrund der Fortentwicklung von Computern und künstlicher Intelligenz nicht mehr so unbedingt benötigt werden. Auch der Verlust der Haare kommt wegen der fächendeckenden Heizung der Wohnungen in unseren Breiten in Frage.

Bei der nächsten Evolutionsstufe im Verhaltensbereich wird es schon schwieriger. Dass nämlich Intelligenz den Menschen "besser" macht oder Wissenschaftler weniger menschliche Schwächen haben, ist natürlich Unsinn. Die Entwickler der Atombombe waren Wissenschaftler und der KZ-Arzt Mengele hatte einen Doktortitel und hat trotzdem tödlich endende Versuche an lebenden Häftlingen, sogar Kindern gemacht.

Wir tragen das Böse und das Gute gleichermaßen in uns. Eine höhere Intelligenz befähigt uns lediglich, es effektiver umzusetzen. Ob in der Zukunft Aggression oder friedliches soziales Miteinander siegen, weiß kein Mensch. Nur eines ist sicher – wofür sich die Evolution bei der Menschheitsfortentwicklung auch entscheidet, der Homo Sapiens wird das Böde oder das Gute noch extremer, noch umfassender und noch effizienter tun.

Nimm ein Glas, fülle es halb und sage mir dann, ob es halbvoll oder halbleer ist, dann kann ich Dir sagen, welches der beiden Szenarien Du für das wahrscheinlichere hältst. Wobei ich allerdings sagen muss, dass eine Zukunft mit nur halb gefüllten Gläsern in gewissem Sinne eine eher bes.hissene Zukunft ist. :-)

Natürlich kann man jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich
finde durch höhere Intelligenz kann man menschliche Schwächen
minimieren.



Eine höhere Intelligenz sorgt nicht automatisch das menschliche Schwächen sich minimieren. Es gibt nämlich dummerweise Menschen, obwohl Hochintelligent, die absolut kein Mitgefühl haben.

Oder muss man einfach warten, bis sich alles von alleine klärt?

Ja müssen wir wohl. Es war ja chon immer so, das erst der technische Fortschritt kam und dann erst der soziale.

Heute wisse wir ja z.B. dass ZB! farbige Menschen auch normale Menschen
sind, früher war das ja nicht selbstverständlich, hier fand also bei
vielen eine geistliche Entwicklung statt



Sorry wenn ich das jetzt Frage, aber was sind den bitteschön ZB! farbige Menschen? Und was die Entwicklung betrifft, die findet ja immer statt.

LG



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