Wann kann man wegen Beleidigung angezeigt werden? In diesem Fall?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Keine Sorge. Das Gespräch, in dem jenes verunglimpfende Wort fiel, fand zwischen Ihnen und Ihrer Begleitung statt. Der Ladeninhaber kann die Äußerung auf sich beziehen -das sei ihm freigestellt- wird dass aber nicht beweisen können. Bedeutend ist jedoch, dass es eine Unterhaltung zwischen Ihnen und Ihrem Bekannten war. Der Bereich ist privat und hat den Ladenbesitzer nicht zu interessieren, auch wenn er Zeuge derselben ist. Für die Regelung Ihres Falles war die Bemerkung kaum nützlich, oder?

sandrine43 08.11.2010, 11:11

Diese Antwort erscheint mir am meisten nachvollziehbar -- EBEN - weil es den privaten Bereich betrifft- es war ein Gespräch zwischen dem Kunden und seiner Begeleitung - Was bedeutet die Letzte Frage in Deiner Antwort??

0
deewee 08.11.2010, 11:29
@sandrine43

Das Gespräch mit dem Ladenbesitzer sollte, so vermute ich, zur Klärung eines Missstandes, einer Differenz führen. Die verunglimpfende Bemerkung scheint mir dazu wenig geeignet.

0

Der Chef kann zwar versuchen, Anzeige zu erstatten. Diese würde aber vermutlich nicht einmal aufgenommen geschweige denn strafrechtlich verfolgt werden. Tatsächlich ist das A-Wort für sich genommen erst eine Beleidigung, die auch belangt wird, wenn sie einen Beamten in Ausübung seines Dienstes trifft. Also die üblichen Verdächtigen - Polizist, Justizbeamter, Finanzbeamter... Einem "Normalbürger" darf man schon 'mal ungestraft derb gegenübertreten...

sandrine43 08.11.2010, 10:44

Danke - gute Antwort

0
ErsterSchnee 08.11.2010, 10:46

Es gibt keine Beamtenbeleidigung. Beamten darf man genauso viel oder wenig beleidigen wie "Normalbürger".

0
skyfly71 08.11.2010, 10:47

Soooo ein Unsinn. Es gibt überhaupt keine "Beamtenbeleidigung" im deutschen Strafrecht.

0
weisserrabe1 08.11.2010, 10:53
@ErsterSchnee

Genau das habe ich geschrieben. Den einen darf man beleidigen, ohne daß es Konsequenzen hat. Den anderen gegen ein Ordnungsgeld. Und Ordnungswidrigkeiten sind nicht Bestandteil des StGB...

0
ErsterSchnee 08.11.2010, 10:56
@weisserrabe1

Hast Du das nicht gelesen? Man darf niemanden beleidigen - es kann höchstens sein, daß "Privatpersonen" auf eine Anzeige verzichten (was Beamte nicht können). Aber wenn ich privat jemanden wegen Beleidigung anzeigen will, dann ist das auch mein gutes Recht.

0
deewee 08.11.2010, 10:50

zu weisserrabe1 - Das stimmt nicht. Man kann nur den Menschen/die natürliche Person beleidigen. Eine Beamtenbeleidigung gibt es nicht.

0

Kaum! Das hat er ja nicht zu Ihm gesagt. Der Kunde hat ja nur laut Gedacht. Das "beleidigt sein", gibt es in der deutschen Rechtsprechung nicht! Ein juristisch relevante "Beleidigung" braucht immer auch Publikum, muß also öffentlich sein! Wenn ich zu dem Chef im Beisein anderer Kunden sage: "Sie sind ja wohl das dümmste Schwein was hier im Laden rumläuft!" Das wäre Beleidigend!

sandrine43 08.11.2010, 10:49

Sie sind ja wohl das dümmste Schwein was hier im Laden rumläuft! brüll ich stell mir das immer bildlich vor lach

0

Na, aber sicher ist das eine Beleidigung, die man anzeigen kann. Bestes Beispiel is der Effenberg, der für das gleiche Wort einen vor die Mütze bekommen hat. Daß der Betroffene damals ein Polizist war, ist unerheblich, da das deutsche Strafrecht eine "Beamtenbeleidigung" überhaupt nicht kennt. Hier werden alle gleich behandelt.

Es spielt auch keine Rolle, daß die Äußerung dem Betroffenen nicht direkt ins Gesicht gesagt wurde. Wenn man sich im gleichen Raum befindet, dann nimmt man zumindest "billigend in Kauf", daß der Betroffene es hört. Und das reicht aus, um den Tatbestand zu erfüllen.

Es gibt beim Beleidigungstatbestand auch keine "Meinungsäußerung", wie hier angeführt wurde. Es kommt einzig darauf an, ob der Betroffene sich in seiner Ehre verletzt sieht und die Äußerung für eine Ehrverletzung auch objektiv geeignet ist.

sandrine43 08.11.2010, 10:57

In dieser Zeit bis zur Tür hätte der Kunde aber schon ganz jemand anderen gemeint haben können -- Er hätte ein Gespräch mit seiner Begeleitung führen können und darauf hin sagen können so ein Ar+schloch - Da stünde doch aussage gegen aussage. Ausserdem solle der Chef zu dem Kunden geäußert haben -- mit so jemanden mache er keine GEschäfte - was ist bitte "so jemand" ? Diese Äußerung geschah, weil der Chef fragte, wieviel der Kunde denn zahlen will - und der Kunde meinte - na wenn möglich nicht viel! Und dann ist er herablassend geworden --

0
ErsterSchnee 08.11.2010, 11:01
@sandrine43

Deshalb kann er es trotzdem anzeigen. Würde man nichts anzeigen können, wo Aussage gegen Aussage steht, wäre das Leben für unsere Polizei auch erholsamer.

0
skyfly71 08.11.2010, 11:03
@ErsterSchnee

Ja, so is das... Wenn sich im Ermittlungsverfahren herausstellt, daß jemand anderes gemeint gewesen sein könnte, dann ist das Verfahren ja auch einzustellen.

0
sandrine43 08.11.2010, 11:05
@skyfly71

Aber mal ganz ehrlich , wer sowas anzeigt der hat echt einen an der Klatsche und sonst nichts zu tun

0
sandrine43 08.11.2010, 11:07
@skyfly71

Letztens kam was im TV -- wenn man zum Beispiel den Spruch sagt: "Wissen Sie was? Einer von uns beiden ist ein riesen großes Ar*schloch" Dann kann der Gegenüber nichts tun oder anzeigen gg Aber man hat seinen Frust los gg ^^

0

ich denke nicht, denn das war eine Meinungsäußerung. Hätte er das direkt zu ihm gesagt, also ihn direkt beleidigt, oder öffentlich so was geäußert( im Sinne von publik machen) hätte er ihn beleidigt, so aber nicht. So ist er nur beleidigt, aber das ist nicht strafbar.

kommt darauf an, wie sensibel und konservativ die gegenseite ist. ist zwar ein bagatellfall, aber der andere könnte es trotzdem zur anzeige bringen.

Anzeige hin oder her ich als Kunde hätte es dem Chef ins Gesicht gesagt.

sandrine43 08.11.2010, 10:45

lach Ich wahrscheinlich auch

0

Nein dieser Vorgang erfüllt nicht den Tatbestand einer Beleidigung. Das in Form eines Selbstgespräches eine persönliche Tatsachenfeststellung.

ErsterSchnee 08.11.2010, 10:53

Das heißt also, wenn ich jetzt irgendwo bin und während oder nach einem Gespräch "A.rschloch" sage, dann kann mir nie jemand was, weil ich nicht "Sie" gesagt habe und ich von daher immer behaupten kann, daß es eine Meinungsäußerung im Selbstgespräch gewesen sei? Das glaubst Du doch wohl selber nicht!

0
sandrine43 08.11.2010, 11:07
@ErsterSchnee

Letztens kam was im TV -- wenn man zum Beispiel den Spruch sagt: "Wissen Sie was? Einer von uns beiden ist ein riesen großes Arschloch" Dann kann der Gegenüber nichts tun oder anzeigen gg Aber man hat seinen Frust los gg ^^

0

Und was hat man davon, wenn man ihn anzeigt?

sandrine43 08.11.2010, 10:45

Ja keine Ahnung - hat halt jetzt Bedenken

0
Vampirfrau 08.11.2010, 11:03
@sandrine43

Das schadet ihm gar nicht, kann er sich mal paar Gedanken machen, ob man Leute in beleidigen muss, nur weil sie was sagen oder tun, was einem selbst nicht passt.

0
sandrine43 08.11.2010, 11:22
@Vampirfrau

Dan denk bitte ganz fest dran, wenn Du das nächste mal mit jemanden sprichst und du sagst dann der oder die ist ein Depp, Idiot oder eben Ar*schloich, gell?? Das ist dann böse!

0

Ja, sowas könnte man anzeigen.

jockl 08.11.2010, 10:41

Nicht schon wieder !!! Diamantenbestückt und Falschantwort. Nur dieser 10 lumpigen P wegen ??

0
ErsterSchnee 08.11.2010, 10:45
@jockl

Wieso Falschantwort? Entscheidest Du, welche Anzeige von der Polizei aufgenommen wird oder nicht?

Anzeigen kann man grundsätzlich erstmal fast alles. Ob da dann auch tatsächlich etwas von kommt, steht auf einem anderen Blatt (und davon steht auch nichts in der Antwort).

Platin-Fragant und nicht lesen aber klugsch... können... Sowas hab ich gern! Man man man

0
ErsterSchnee 08.11.2010, 10:50
@sandrine43

Doch, natürlich stimmt das. Er könnte das anzeigen - aber vermutlich wird nichts davon kommen. Und vermutlich wird er es deshalb auch nicht machen.

0

Kann man anzeigen, muss man aber nicht!

Ich glaube nicht, denn es war nur eine Meinungsäußerung. Sie Ar*schloch dagegen, würde den Tatbestand der Beleidigung erfüllen.

sandrine43 08.11.2010, 10:45

Das denke ich eben auch - weil er es ihm ja nicht direkt vor ihm geäußert hat - sondern beim rausgehen zu seiner Begleitung - aber wahrscheinlich noch hörbar

0
MikeMolto 08.11.2010, 10:50
@sandrine43

Diese Bemerkung sollte wahrscheinlich provozieren. Aber das wars dann schon.

0

Das ist eine Banalität.

Was möchtest Du wissen?