Wann kann man Johannisbeeren am besten über Stecklinge vermehren?

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1 Antwort

Die Vermehrung findet in sommertrockenen Gebieten durch bewurzelte Steckhölzer statt. Im Winter, während der Saftruhe werden die Steckhölzer (20-25 cm) geschnitten. Um die Wurzelbildung zu fördern ist der basale Schnitt durch eine Knospe zu legen. Der obere Schnitt verläuft schräg über einer Knospe. Bis zum Frühjahr werden die Steckhölzer in feuchtem Sand kühl und schattig gelagert. Eine Abtötung von Johannisbeergallmilben kann durch eine Warmwasserbehandlung erreicht werden. Bei dieser werden die Steckhölzer fünf Minuten in 47,5 0 C warmes Wasser getaucht. Nachdem die Steckhözer im Sand einen Kallus (Teilungsgewebe) gebildet haben, werden die Steckhölzer in ein Bewurzelungsbeet im Abstand von 10 auf 5 cm gesteckt. Es sollten nur noch die obere Knospe herausschauen. Der Langtrieb, der sich im Laufe des Jahres entwickelt wird im Winter zurückgeschnitten. Im darauffolgenden Herbst können die zweijährigen Pflanzen gepflanzt werden.

In Gebieten mit ausreichendem Niederschlag können die geschnittenen und eingeschlagenen Stecklinge im Frühjahr (April) direkt im Feld gesteckt werden. Mit Abdeckung und entsprechender Bewässerung ist diese Methode auch in trockenen Gebieten möglich.

http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1039833_l1/index.html

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