Wann kann man jemanden Zwangseinweisen?

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8 Antworten

Ihr seit nicht in der Position sie zwangeinweisen zu lassen. Bei einem Erwachsenen muss da schon viel mehr vorfallen und die schlussendliche Entscheidung über eine Unterbringung trifft immer der diensthabende Psychiater und sonst niemand. Das was du beschreibst rechtfertigt keine Unterbringung in einer geschlossenen Abteilung. Das was ihr da vorhabt das hat nichts damit zu tun sich Sorgen zu machen sondern ihr wollt mit Zwang eine Besserung erzielen. Es ist nicht eure Aufgabe über ihr Tun und Handeln zu entscheiden. Wenn sie einen Leidensdruck empfindet ist ihr anzuraten die Ambulanz der hiesigen Psychiatrie aufzusuchen wenn sie es alleine nicht mehr schafft kann auch der RTW gerufen werden nicht mehr und nicht weniger. Zwangseinweisen geht nur in besonders schweren Fällen, wenn sie eine unmittelbare Gefahr für sich selbst oder andere darstellt bzw. Lebensgefahr besteht.

Wie gut das du weißt das wir uns keine Sorgen machen. Ich werde sofort den Rest meiner Familie darüber benachrichtigen damit die auch wissen das wir uns keine Sorgen machen.

Wenn du meinen Nachtrag gelesen hast dann weißt du das sie schonmal verscuht hat sich umzubringen und das man sich dann wohl sorgen macht und sensibel ist ist ja wohl klar oder nicht?

Ach ne ich vergaß, wir machen uns ja gar keine Sorgen.

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@Jule1810

Vielleicht solltest du erstmal lesen und dann auch bestenfalls den Text verstehen bevor du kommentierst und etwas behauptest was ich mit keinem Wort erwähnt habe. Die Zeile würde ich gerne sehen wo ich geschrieben habe das ihr euch keine Sorgen macht. Wie dem auch sei... für eine Unterbringung gelten strenge Richtlinien und das sie es mal versucht sich umzubringen rechtfertigt keine Zwangseinweisung. Wenn du dem keinen Glauben schenken möchtest kannst du gerne in der Psychiatrieambulanz anrufen und dich entsprechend erkundigen. Dann bekommst du eine zielsichere Aussage.

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Eine Zwangseinweisung als solche gibt es nicht mehr. Es gibt noch eine Einweisung nach PsychKG. Das ist aber Landesrecht und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Ohne Nachweis einer akuten Selbst oder Fremdgefaehrdung gibt es keine Einweisung nach PsychKG. Ansonsten bleibt nur noch, etwas ueber den sozialpsychiatrischen Dienst des jeweiligen Landkreises oder der Stadt zu regeln.

Eine Zwangseinweisung ist sehr schwierig und überhaupt erst möglich, wenn nachgewiesen ist, dass deine Tante eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellt. Es reicht nicht, dass es bei ihr unordentlich ist. Sie muss selbstmordgefährdet sein oder die Gefahr bestehen, dass sie anderen Schaden zufügt.

Es ist ja nicht nur das mit der Wohnung oder so. Sie bricht regelmäßig in Tränen zusammen und wir machen uns schon auch sorgen das sie sich was an tut.

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Eine Zwangseinweisung ist extrem einfach. Ich bin der lebende Beweis dafür. Einfach mal Notruf und Polizei rufen. Die Person bedrängen, eine Tablette aufdrängen und schwupps landet man in der Psychatrie.

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für eine Einweisung muss sie eine direkte Gefahr für sich oder andere darstellen nur weil Sie nicht aufsteht oder Ihre Wohnung nicht aufräumt könnt ihr sie nicht gegen Ihren willen einweisen lassen (Zu recht im Übrigen) Sprecht doch mal mit ihr vielleicht stimmt sie ja zu psychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen

Das haben wir ja schon wie oft versucht aber sie will nicht. Und es ist ja nicht nur daxs mit der Wohnung oder so. Sie bricht regelmäßig in Tränen zusammen und wir machen uns schon auch sorgen das sie sich was an tut.

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@Jule1810

wenn ihr euch nur Sorgen macht reicht das aber nicht. ich finde es toll dass ihr euch um Sie kümmern wollt, aber für eine Zwangseinweisung müsste Sie schon ernsthaft selbst mit dem Selbstmord drohen bzw Absichten zeigen

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@ppihes

Mh, okay. Danke. Das Problem oder die Geschichte wieso wir alle so ängstlich sind ist das sie es vor Jahren schonmal mit Tabletten versucht hat, da haben wir sie noch rechtzeitig gefunden.

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@Jule1810

Und damit kommst Du erst jetzt um die Ecke...kein Wunder, dass Dein Bericht hier einen falschen Eindruck erweckte. Wer suizidales Verhalten befürchtet, sollte nicht von unaufgeräumten Wohnung berichten... ;-) Nichts für ungut!

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@Jule1810

Wie gesagt ich finde es ja schön dass ihr euch sorgt und Möglichkeiten abwägt aber mit einer Einweisung wird das wohl vor dem nächsten versuch nicht. bietet ihr vielleicht mal an mit ihr in eine Beratungstelle zu gehen oder erstmal zu einem Hausarzt (ihr könnt ja sagen es ist vorrangig wegen ihren Kopfschmerzen) vielleicht hilft es wenn ein außenstehender ihr zu einer Therapie rät. und sagt ihr ruhig öfter dass ihr euch sorgen macht auch aufgrund ihrer Vorgeschichte wer weiß manchmal bringt das die wende und Einsicht ich wünsche euch Glück dass es ihr bald besser geht

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Ich sollte noch dazu sagen das wir uns sorgen machen das sie sich was an tut, da sie das vor Jahren schonmal versucht hat, wir sie aber noch rechtzeitig finden und ins Krankenhaus bringen konnten. Es geht nicht darum das ihre Wohnung unordentlich ist.

Ach Du lieber Himmel, wenn dieses Verhalten Zwangseinweisung bedeuten würde, dann könnte man halb Deutschland zwangseinweisen!

Zwangseinweisung geht nur, wenn die Person sich selbst oder andere an Leben und Gesundheit gefährdet! Eine unordentliche Wohnung und Antriebsschwäche sind wahrlich keine Gründe!

Wenn Ihr ihr helfen wollt, dann kümmert Euch um sie, statt sie einfach verlottern zu lassen.

Wir lassen sie ganz bestimmt nicht verlottern! Wir kümmern uns wo wir können aber sie lässt nichts und niemanden an sich ran. Es ist ja nicht nur das mit der Wohnung oder so. Sie bricht regelmäßig in Tränen zusammen und wir machen uns schon auch sorgen das sie sich was an tut.

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@Jule1810

Du kannst ihr nur raten, sich psychologische Hilfe zu suchen. Der erste Gang sollte aber zum Hausarzt oder direkt zum Neurologen o.ä. führen. Mit einem geeigneten Antidepressivum kann der Ausstieg aus der Depression bald beginnen. Zwingen kannst Du allerdings einen erwachsenen Menschen nicht.

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@Jenerdergaehnt

SPD. Der "Dienst" der den 'besorgten' Angehörigen (und Nachbarn) mit Zwangseinweisen und Zwangsbetreuen (Entmündigen) der Menschen "dient", die bei ihm denunziert werden.

Super Tip!

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So isses! Wenn wir alle Leute mit unaufgeräumten Wohnungen zwangseinweisen lassen könnten, dann würden viele Parkplätze frei in der Innnenstadt.

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Hallo Jule, beruhigt euch mal alle und reißt euch mal zusammen.. Einweisung, was soll das denn? nur weil ihr damit nicht klar kommt bzw keine Zeit habt euch mit ihr ausseinander zusetzten soll sie Eingewiesen werden? Da hat eure Tante aber wirklich glück das das so einfach nicht geht. und dann ist das nicht deine Aufgabe, damit muss sich deine Mutter oder dein Vater beschäftigen.

Wir setzen uns nicht mit ihr auseinander??? Hallo!? Gehts noch! Wenn wir uns nicht mit ihr auseinander setzten würden würden wir uns wohl kaum sorgen machen!

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@Jule1810

Wenn ihr euch sorgen machen würdet, dann würdet ihr sie nicht einweisen wollen, deine Frage zeigt das doch schon. Sich sorgen machen heißt nicht jemanden Einweisen sondern jemandem Helfen, fangt doch einfach mal damit an mit ihr zum Arzt zu gehen? Bzw ist das nicht deine Aufgabe wie schon mal gesagt.

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@Antwortster420

Das haben wir ja alles schon versucht. Das ganze ist nicht erst seit gestern so und wir haben schon einiges versucht. Glaub mir. Und wieso ist das nicht meine Aufgabe? Ich habe diese Gedanken nicht allein, ihr ganzen Geschwister, ihr Freund und ihre Mutter denken darüber nach. Da von denen aber keiner mit dem Internet geschiet umgehen kann habe ich diesen Part übernommen.

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@Jule1810

Nein, so meine ich das nicht, du solltest sie nicht einweisen lassen (wenn das gehen würde) das meine ich.

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Das wäre nach dem totschlagen, das schlimmste was Ihr dieser Frau antun könnt, da gibt es garantiert andere Wege.

Wie soll sie Euch noch vertrauen können, an Liebe glauben.

Soll sie noch mehr Leid, Unrecht, Zwang, Gewalt, Heimtücke erleben, als sie vielleicht erlebt hat?

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