Wann kann ich wieviel Mahngebühren bei Nichtbezahlen des Artikels (Vorauskasse) fordern?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Salue

Also mal zuerst: Kommt ein abgeschlossener Vertrag nicht zum Abschluss, hast Du das Recht, nachweisliche Unkosten in Rechnung zu stellen (OR, Obligationenrecht). Nachweislich heisst, ein paar Franken für allfällige Mahnungen (Porto) und Zeit für eine allfällige Beratung oder Offertenerstellung.

Wird dies nicht bezahlt, kannst Du ein Betreibungsverfahren einleiten (Kantonales Formular) und Du musst einen Kostenvorschuss übernehmen.

Der Kunde kann Rechtsvorschlag erheben. Den musst du, ebenfalls mittels Kostenvorschuss, durch einen Richter aufheben lassen. Jetzt kannst du (gegen Kostenvorschuss) ein Pfändungsbegehren stellen.

Nach einer Wartefrist kannst Du (Kostenvorschuss) das Verwertungsbegehren der eingezogenen Gegenstände verlangen.

Diese werden nun versteigert (Dir wird ein Anteil an die Versteigerungskosten verrechnet). Der Erlös, wenn überhaupt genug erzielt worden ist, kannst Du nun verwenden, um Deine gesamten Unkosten und den Forderungsbetrag auszugleichen.

Der Aufwand ist riesig, das Verlustrisiko extrem und vermutlich endet das Ganze mit einem Verlustschein. Fazit, ausser Kosten nix gewesen.

Knirsch mit den Zähnen, balle die Fäuste, Du kannst das Ganze leider abschminken.

Ich bin Vermieter, glaub mir, es bringt echt nichts. Ich hab das Spiel schon einige Male mitgemacht.

Gruss

Tellensohn

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von questionanswer7
17.11.2016, 18:40

Hallo

Danke für die ausführliche Antwort. Ich kann aber zurecht Schadensersatz fordern oder sogar darauf bestehen, dass der Käufer die Ware bezahlt (Kaufvertrag erfüllen)?

Er sollte genug Geld haben, um die Ware zu bezahlen, wie kann ich ihn rechtlich korrekt zur Zahlung "zwingen"?

LG

0

Hallo,

ich würde zwei Mal mahnen, mit Angabe einer bestimmten Frist.

Wenn die zweite Mahnung erfolglos bleibt, kannst du ein Mahnverfahren selber einleiten... Dies tut man selber beim zuständigen Amtsgericht.

Dies gilt natürlich, nur wenn diese letzte Maßnahme auch in der Schweiz existiert/durchführbar ist.

Eine Mahnung kann man immer einsenden, wenn der Käufer nach ablauf einer bestimmten Frist nicht zahlt.

Emmy

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Entschuldige, Vorkasse? Und du willst Mahnen oder sogar Pfänden? Wofür bitteschön, Der Kunde zahlt nicht, du schickst nichts, hast auch keine Versandkosten, es ist also kein Kauf zustande gekommen, bis eben auf diese Absichtserklärung, also gibt es nichts, das du mahnen oder gar pfänden könntest. Schließlich hasst du ja nicht auf Rechnung geliefert, oder?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von questionanswer7
17.11.2016, 14:16

Auch hier: Es entstand ein Kaufvertrag, Zahlen dann Waren erhalten. Verkäufer besteht auf Erfüllung des Kaufvertrages, Käufer erfüllt den gesetzlich geregelten Kaufvertrag nicht.

0

Ich verstehe die Frage nicht.

Wenn Vorkasse ist, und der Kunde nicht zahlt, kommt kein Vertrag zustande.

Was willst du da anmahnen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von questionanswer7
17.11.2016, 14:11

Kaufvertrag.

Kunde akzeptiert Offerte, bezahlt dann aber nicht.

0

Was möchtest Du wissen?