Wann kann ich mit der Vergangenheit abschließen?

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2 Antworten

Ich freue mich für dich das du jetzt doch die Kurve gekriegt hast und aufgehört hast mit dem ritzen. Es ist schön, das es jetzt wieder etwas bergauf geht. Du bekommst jetzt viel Anerkennung, aber das macht dich nicht glücklich und ich kann dir auch sagen warum. Weil dir die Anerkennung von den wichtigsten Personen in deinem Leben fehlt: Von deinen Eltern! ich glaube das hier der Grund für deine Unzufriedenheit und Selbstzweifel sind und nicht bei dem was im Gymnasium gewesen ist. Du hast geschrieben das sich in deinem Umfeld vieles zum positiven geändert hat. Du bist Klassensprecher, hast Freunde, eine Person die dich versteht. Aber das ist alles nur der äußere Rahmen. Von deiner Familie hast du nichts mehr geschrieben, also gehe ich davon aus, das hier noch eine Baustelle ist. Und diese Baustelle ist Riesengroß. Was bringt es wenn alle anderen dich gut finden, daheim aber alles im Eimer ist. Ich denke mal das du an dem Verhältnis zu deinen Eltern arbeiten musst, vor allem an deinem Verhältnis zu deinem Vater! Ich denke mal das die Verletzungen die ihr beide erlitten habt und euch gegenseitig zugefügt habt noch nachwirken. Er hat dich immerhin ein "dummes Kind" genannt. Dein Vater war mit Sicherheit sehr verzweifelt, aber das darf man und sollte man zu seinem Kind nicht sagen. Zumindestens sollte man es nicht einfach so stehen lassen. Es war auch nicht sehr gut von deiner Mutter, dir die Schuld für die Verzweiflung deines Vaters zuzuschreiben. Viele Kinder sind nunmal in der Pubertät schwierig und da kann es zu Streit und Diskussionen kommen. Mit einfachen Schuldzuweisungen kommt man hier nicht weiter, vor allem wenn du nicht damit umgehen kannst. Deine Eltern sind erwachsen, für sie ist und sollte es leichter sein, mit solchen Situationen umzugehen. Du bist sicherlich nicht unschuldig an dem was passiert ist, aber es gehören immer zwei dazu. Du warst mit Sicherheit für einige Konflikte der Auslöser, aber deine Mutter kann dir nicht einfach den schwarzen Peter zuschieben. Deine Eltern hatten und haben mehr Möglichkeiten, bei Schwierigkeiten hätten sie sich auch Hilfe holen können. Es gibt Betreuer und Beratungsstellen. Niemand muss heutzutage und auch schon damals nicht mit seinen Problemen allein fertig werden. Sie hätten sich Rat und Beistand holen können. Einfach zu sagen "Du bist schuld" ist zu einfach. Das ist typisch deutsch, es muss immer ein Sündenbock her. Vor allem sollte man sich hüten dies einem Kind zu sagen, egal ob es in der Pubertät ist oder nicht. Die Gefahr ist groß und das hat man ja bei dir gesehen, dass das Kind mit der Schuld nicht zurecht kommt. Du solltest dich also dringend um das Verhältnis zu deinen Eltern kümmern. Wenn du alleine nicht mit ihnen reden kannst oder willst, dann wende dich an deine Klassenlehrerin. Die kann einen Kontakt zum Jugendamt oder zu Sozialarbeitern oder Therapeuten vermitteln. Es ist wichtig das du dich mit deinen Eltern aussprichst, vor allem mit deinem Vater. Man kann noch so erwachsen und selbstständig sein, wenn man keine Unterstützung von seinen Eltern hat, dann wird alles doppelt so schwer. Es geht dabei weniger um finanzielle oder materielle Unterstützung, sondern um moralische. Du musst einfach das Gefühl haben, das deine Eltern dich lieben und zu dir halten! Ich denke mal wenn das geklärt ist, wirst du dich besser fühlen. Ich wünsche dir dabei viel Erfolg und alles Gute!

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Kommentar von MusicGirl1995
26.08.2013, 23:03

Mit meinen Eltern ist auch wieder alles gut, deswegen hatte ich ja dazugeschrieben dass ich weiß dass die Streitigkeiten viel mit Missverständnissen und Pubertät zu tun hatten. Aber heute versteh ich mich gut mit meinen Eltern.

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Du solltest eine Therapie machen denn die Vergangenheit wird immer mal hochkommen und es abschließen zu können musst du es,mit jemanden,teilen

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