wann kann ein Gasthof gebühren verlangen beim Buchung absage?

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4 Antworten

Der Vermieter eines Fremdenzimmers kann überhaupt keine Gebühren verlangen. Das ist ein knallharter Schadensersatzanspruch. Mit der Buchung und der entsprechenden Zusage entsteht ein Mietvertrag ggf. mit einem Kauf- und Dienstvertrag kombiniert, wenn auch noch Mahlzeiten bereitet werden. Damit erwirbt der Gastwirt einen Anspruch auf die vereinbarte Vergütung und der Gast auf Bereitstellung des Gästezimmers und evtll. Bewirtung. Sagt der Gast anschließend ab, so dokumentiert er, dass er die vereinbarten Leistungen nicht annehmen möchte. Der Gastwirt behält aber seinen Anspruch grundsätzlich in voller Höhe. Allerdings muss er sich natürlich das anrechnen lassen, was er durch die Absage erspart. Kann er also das Zimmer ohne Abzug zu mindestens gleichen Konditionen weitervermieten, entsteht gar kein Schaden.  Allenfalls der vermehrte Verwaltungsaufwand könnte in Rechnung gestellt werden, was aber kaum bezifferbar ist. Auch wäre der geringere Nahrungsmitteleinkauf gegen entgangenen Bewirtungsgewinn gegenzurechnen. Deshalb bestimmen die meisten Gastwirte in ihren Geschäftsbedingungen Pauschalbeträge, die unter dem vereinbarten Zimmerpreis liegen. Will der Gast dem mit dem Argument entgegentreten, der Wirt habe durch adäquate Weitervermietung keinen Schaden erlitten, wird er das beweisen müssen. Wird dem Gast die Inanspruchnahme unverschuldet unmöglich oder auf der anderen Seite dem Gastwirt die Bereitstellung des Zimmers, gilt natürlich wieder etwas Anderes. Niemand braucht eine unmögliche Leistung zu erbringen, allerdings verliert er auch den Anspruch auf die Gegenleistung.

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Wenn Du kurzfristig absagst, entgeht dem Gasthof ein gewisser Betrag, den sie eingenommen hätten. Somit können sie eine Entschädigung erwarten.

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sayuriblue 23.03.2016, 20:47

was heißt kurzfristig?1 Tag, 5Tage, 2 Wochen? Danke!

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Allexandra0809 23.03.2016, 21:23
@sayuriblue

Üblicherweise ist das gestaffelt. Kann Dir jetzt keine genauen Zahlen nennen und weiß auch nicht, ob das unterschiedlich ist. Ich kenne es so, dass bei einer Absage nur ein paar Tage vorher 50% fällig sind.

Ist es noch eine längere Zeit, dann eben weniger Prozent. Sollte aber eigentlich auf der Homepage ersichtlich sein.

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Was hast Du gebucht, ein Zimmer oder einen Tisch oder sogar ein Menü für eine Feier? In allen Fällen, kann der Gastronom dir seine Kosten und Gewinnausfall in Rechnung stellen.

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dann, wenn du eine bestätigte Buchung absagst und der Gasthof keine Frist für eine eventuelle kostenfreie Stornierung genannt hat.

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sayuriblue 23.03.2016, 20:45

Hallo,

Hier meine Details zum Sache:
Ich habe vor 1 Monat ein Gästezimmer gebucht die ich Arbeitsbedingt mit 5 Tagen vor anreise absagen müsste. Das Gasthof verlangt 50% von die Zimmer Preis wegen kurzfristige absage. Ich habe aber an die Internetseite keine Details über die absage Frist oder Stornogebühre gefunden. 

Was ich noch immer nicht kapiere:Was ist die Kündigungsfrist in diesen fall? Muss ich diese Sachen automatisch wisse oder nachfragen oder muss mich das Gasthof oder Hotel drauf aufmerksam machen oder dieses Informationen öffentlich zugänglich machen?
Dankeschön!

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