Wann ist rein rechnerisch die absolute Schmerzgrenze bei den Steuern erreicht?

14 Antworten

Das kann man so nicht errechnen. Es müsste dazu ein Ziel vorgegeben sein, das von entsprechenden Steuererhöhungen tangiert wird. Es müsste eine Theorie ermittelt und begründet werden, wie sich welche Steuererhöhungen auf dieses Ziel auswirken. Der Begriff "soziale Gerechtigkeit" ist zu schwammig. Dazu müsste der Begriff - falls überhaupt brauchbar - klar definiert werden. Es müssten Messgrößen definiert werden, eine Theorie der "sozialen Gerechtigkeit" in der umrissen wird, wie unterschiedliche Einflussfaktoren auf dieses Ziel einwirken. Dazu kommt, wie man nun in Griechenland sehen kann, dass hier auch viele außerökonomische Faktoren wirken wie öffentliche Medien, wirtschaftlicher Realitätssinn der Bevölkerung, Klugheit oder Weltfremdheit der Regierenden. Gravierende soziale Probleme sind auch nicht sachlich definiert. Gemessen an den zur Verfügung stehenden Waren und Leistungen ging es Arbeiterfamilien der 50er Jahre erheblich schlechter, als Harz4-Empfängern heute. Unzufriedenheit bemisst sich meist nicht an sachlichen Vergleichen (z.B. der eigenen Leistung, der historischen Besserstellung) sondern an Erwartungen und Anspruchsdenken. Das kann - siehe Griechenland - gewaltig in die Hose gehen und ehe man sich versieht, ist man das Armenhaus Europas. Und keine Demo und politische Gewalt wendet das zum besseren.

Der ist viel höher als Du vielleicht denkst. In allen anderen europäischen Ländern bezahlen die Leute mit viel Geld auch viel mehr Steuern als in Deutschland. Bei uns bezahlen die Leute mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu viel.

die Frage ist v.a. welche Steuern sie erhöhen. Es gibt genügend Millionäre, die schon verkündet haben, sie würden gern mehr Steuern zahlen, es tut ihnen nicht weh...

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