Wann ist man zu alt zum "studieren"?

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10 Antworten

Studieren ist auch nichts anderes als Lernen, und das geht in jedem Alter - grundsätzlich jedenfalls.Sogar neue Nervenzellen können noch in hohem Alter wachsen, allerdings nicht mehr so schnell; Synapsen bilden sich und schwinden sowieso (auf die kommt's übrigens eigentlich an).

Eines aber ändert sich mit dem Alter. - Plakativ ausgedrückt: Junge wissen nichts, sind wie ein unbeschriebenes Blatt: Neues nehmen sie schnell auf (das Blatt füllt sich). - Alte wissen schon 'ne Menge, selbst von 'Neuem' kennen sie schon vieles, an wirklich Neuem bleibt nicht viel - hier und da ein paar Ergänzungen, neue Verknüpfungen - und das war's: das Blatt ist schon beschrieben, die Ergänzungen müssen an die richtige Stelle. Klar, das 'Neues Lernen' nicht mehr so schnell gehen darf: sie würden das nächste Blatt nehmen, und die Verbindung zu dem alten fehlte, im Ergebnis Kuddelmuddel. Für die Neuverbindungen aber reicht's allemal, das Lerntempo ..

Weshaalb Bildung sich für jung und alt unterscheidet: bei 'alt' gehts's um Feinjustierung, bei jung um Grundlagen.

Schöne Antwort! Danke!

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Laut Gesetz gibt es kein Altersbeschränkung, so studieren manche noch im Rentenalter etwas. Nur jenseits der 30 und unter 65 ist es eine Problemmit der Finanzierung des Studiums.

in dem Fall käme evtl. ein berufsbegleitendes Studium infrage!? Wenn es allerdings ein völlig anderes Fach ist, kann ich mir schon vorstellen, dass es anschließend schwierig ist beruflich Fuß zu fassen. Dazulernen ist immer gut, aber eine anschließende Perspektive zu haben ist ebenfalls wichtig. Es sei denn man kann es sich juist for fun leisten;-)

Ein Vollzeit-Studium mit über 25 zu beginnen ist reiner Luxus. Denn dann muss man private Quellen haben, die einem das bezahlen. Wer das macht, hat einen Sponsor (Ehemann oder reiche Familie) und braucht den Job vermutlich nicht wirklich. Es sei denn, der Beruf ist der absolute Lebenstraum und er ackert und ackert, um Lebensunterhalt, Miete, Studiengebühren und sonstwas noch nebenbei zu verdienen. Das wird ein verschwindend kleiner Teil sein.

Generell ist man mit 40 noch nicht abgeschrieben...wenns auch verdammt schwer ist. Qualifikation macht sich immer gut im Lebenslauf.

Anders ist es mit Fernstudium oder einem Studium, das parallel zur Arbeit läuft im selben Bereich, sodass man Lohn bekommt. Sowas lohnt sich in jedem Alter. Eine tolle Aufstiegschance. Aber da erstmal einen Ausbildungsplatz bei einem Unternehmen finden...

Ich bin auch der Meinung, dass man das so pauschal gar nicht sagen kann.

Stell dir vor du hast einen 25jährigen, der grade sein Studium fertig hat, aber null Berufserfahrung oder jemanden, der meinetwegen 5 Jahre älter ist, vor dem Studium aber 5 Jahre gearbeitet hat und somit etwas mehr Erfahrung hat. Genauso der 40jährige, der eben noch länger vorher gearbeitet hat. Mit Berufserfahrung sind die Chancen doch meist besser eingestellt zu werden. Aber es gibt wie immer überall Ausnahmen, nur so als Beispiel.

Wenn man verkalkt, wenn man keine Aussichten hat das Studiun zu überleben oder wenn man absolut keine Möglichkeiten mehr hat sonst Arbeit zu finden. Andernfalls kann man immer studieren.

Kommt stark auf den Beruf an und wo man da hin will. Modefächer und Pseudowissenschaften wie BWL oder Medienwissenschaften zu studieren, während man über 25 ist, macht eigentlich keinen Sinn.

Im Ingenieurswesen und allgemein der Naturwissenschaft kehrt sich der Trend, nur junge Leute einzustellen langsam um (man hat gemerkt, daß Bachelor/Master-Studenten zu wenig beigebracht bekommen, Danke Frau Schavan).

Danke! Ich meinte auch eher die technische/naturwissenschaftliche Richtung. :)

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ich finde das kommt auf den beruf an und die berufliche einstellung. ich denke in medizinischen berufen, pharmazie, jura usw kann man durchaus etwas älter sein auch bei wissenschaftlichen sachen und Forschung. aber medienstudiengänge und so würde ich eher nicht empfehlen. das ist nix für ältere weil da nur junge leute eingestellt werden es sei denn man will regisseur werden.

Wie steht es mit technischen Studiengängen ? ;) Ingenieure werden ja Hände dringend gesucht, aber würde das auch für ältere Absolventen gelten ?

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Ich bin 88 und habe ein erfolgreiches Leben gelebt. Ein altes Sprichwort sagt, man wird älter als die Kuh und lernt immer noch dazu. Ich habe mein Leben lang dazu gelernt, sonst könnte ich heute nicht am Laptop sitzen und dir schreiben.

Ein Studium sollte nicht zu lange dauern. Du hast schon recht, dass man einem 25 jährigen den Vorzug gegenüber einem 45 jährigen gibt. Das hängt aber auch von seinen Berufserfahrungen ab. Hat ein 45 jähriger bis 40 studiert, könnte der Jüngere den Vorzug erhalten. Also die Frage ist schwierig zu beantworten.

Ein Rat. Beruf kommt von Berufung. Mache das, zu das du dich berufen fühlst. Dein Beruf muß dir Freude machen, dann wirst du Erfolg im Leben haben.

Sehr schöne Antwort! Danke für Ihren Rat! Dem stimme ich auch zu.

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Man ist nie zu alt zum Studieren

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