Wann ist eine Wahl demokratisch?

5 Antworten

Wenn in der Wahl sichergestellt ist, dass der Wähler nach seinem freien Willen wählt oder nicht wählt.

Eckpunkte dazu sind (müsstest du so in der Schule gelernt haben).

Die Wahl ist frei, allgemein, geheim

Frei - Es gibt keinerlei Zwang, eine bestimmte Partei zu wählen. Bei der weiteren Interpretation scheiden sich die Geister. Einige meinen, es dürfe nicht mal einen Zwang geben, überhaupt wählen zu müssen. Es gibt da aber mindestens eine Demoktratie - ich glaube Belgien - da ist der Antritt an die Wahlurne Zwang - dort aber darf man durchaus auch ungültige Stimmen abgeben.

Allgemein - Jeder darf wählen. Da gibt es freilich Eingrenzungen, die aber allgemein für jeden gelten (Mindestalter, Staatsbürgerschaft). In puncto Staatsbürgerschaft scheiden sich auch die Geister. Da wird mitunter die Meinung vertreten, wer in einem Staat wohnt - und somit von dessen Gesetzen betroffen ist - soll auch an der politischen Bildung und Meinungsbildung teilhaben dürfen.

Geheim - Die Wahlentscheidung soll anderen unbekannt bleiben, die Wahlzettel werden anonymisiert ausgewertet, um eben Repressalien für den Wähler zu vermeiden. In der DDR wurde das geschickt umgangen, indem man die Nutzung der Wahlkabine als freiwillige Option anheimstellte. Das bedeutete, systemkonforme Wähle verzichteten auf die Wahlkabine und kreuzten "freiwillig" öffentlich sichtbar an; wer allerdings die Wahlkabine nutzte, erregte schon den Argwohn der Obrigkeit.

Im Vergleich dazu ist in der BRD die Benutzung der Wahlkabine zwingend vorgeschrieben, die auch nur allein betreten werden darf.

Danke, dass hat mir wirklich sehr geholfen ;)

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@Waldelfex33

Die anderen Antworten sind aber auch sehr treffend. Dies bitte bei der DH-Vergabe (und einen etwaigen Stern) bedenken.

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Edit: Ich vergaß "unmittelbar". D.h., der Wähler wählt unmittelbar die Person / die Partei, die er haben will. Er überlässt seine Stimmte nicht Mittelsmännern, die für ihn entscheiden.

Diese Voraussetzung sorgt immer wieder für Gesprächsstoff, da z.B. der Bundeskanzler nicht direkt gewählt wird, sondern von den Mitgliedern des Bundestages.

Allerdings bleibt es bei dem deutschen Wahlrecht effektiv betrachtet eine Direktwahl, da jede Partei jeweils nur einen Kanzlerkandidaten benennt, den sie dann auch bei Bundestagsmehrheit üblicherweise wählt. Eine Stimme für eine bestimmte Partei ist also konkludent eine Stimme für deren Kanzlerkandidaten.

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In einer echten Demokratie besitzt "jeder Bürger eine Stimme". Auch Kinder! Ohne eine Altersbeschränkung!

Je weniger Wähler sich beteiligen, umso geringer ist der Grad der Repräsentation der Bevölkerung, und je geringer der Grad der Repräsentation, umso geringer die innere Legitimität der gewählten demokratischen Institutionen.

Welche Auswirkung eine geringe Wahlbeteiligung auf die Demokratie hat, kannst du hier nachlesen.

http://www.wahlbeteiligung2013.de/fileadmin/Inhalte/Studien/EINWURF_02_2013.pdf

Hi,

  1. jeder gesetzllich Wahlberechtigte darf wählen
  2. jede Stimme zählz gleich viel, egal vom wem sie abgegeben wird
  3. frei und geheim dürfte klar sein.

Grüße

eine Demokratie ist wenn das Volk mitentscheidet wer zB. bei einer Wahl gewählt wird. LG

Eine demokratische Wahl ist: - allgemein; d.h. alle Bürger, die die allgemeinen Vorraussetzungen erfüllen, dürfen wählen - unmittelbar; d.h. es wird direkt gewählt und ohne Zwischeninstanzen - frei; d.h. niemand wird dazu gezwungen zu wählen - gleich; d.h. alle Wahlberechtigten haben die gleiche Anzahl von gleichgewichteten Stimmen - geheim; d.h. du gibst deine Stimme anonym ab

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