Wann ist eine Kündigung stillschweigend akzeptiert?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Die Fristberechnung Deines Chefs ist die richtige.

Du hast zwar an Tag 1 um 22 Uhr die Kündigung eingeworfen, da dies aber keine übliche Zeit der Postzustellung ist, gilt der Eingang erst ab dem nächsten Tag (Tag 2).

Die Kündigungsfrist beginnt  immer einen Tag nachdem die Kündigung erhalten wurde an zu laufen. Das wäre dann Tag 3.

Der AG braucht keine schriftliche Bestätigung schicken. Wenn er möchte, dass die Kündigungsfrist eingehalten wird, muss er genau so klagen wie ein AN der vom AG eine Kündigung mit der falschen Frist/falschem Datum bekommt. Ansonsten gilt der Beendigungstermin der in der Kündigung steht.

Was den Urlaub betrifft, solltest Du noch einmal nachfragen. Hier brauchst Du die Freistellungserklärung des AG. Kannst Du ihn nicht mehr nehmen, wird er ausbezahlt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung - ob der Empfänger bestätigt oder nicht ist Wurscht. 

am Tag danach fängt die Frist an und beträgt 14 Tage - du bist im Recht

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Familiengerd
11.11.2016, 13:04

du bist im Recht

Nein - das stimmt in diesem Fall nicht!

Wenn die Kündigung erst um 22 Uhr am Donnerstag (Tag 1) in den Briefkasten geworfen wurde, gilt sie erst als am nächsten Tag (Freitag, Tag 2) also zugestellt, so dass die Frist erst am übernächsten Tag (Samstag, Tag 3) beginnt.

Hier hat der Arbeitgeber Recht!

2

Die 14-tägige Kündigungsfrist beginnt am Tag NACHDEM, die schriftliche Kündigung in den Machtbereich des Empfangenden gelangt. Es kann sich also hier tatsächlich um einen Tag mehr handeln, den du noch arbeiten müsstest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung und muß vom Empfänger nicht bestätigt werden.

Mal abgesehen davon das er nicht in der Lage ist seinen Briefkasten täglich zu leeren.

Abends  22 Uhr ist keine postübliche Zustellzeit. Somit gilt die Kündigung erst am folgenden Werktag als zugestellt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

http://www.kuendigungsfristen.net/arbeitsrecht/probezeit/

[...]Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass der Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung entscheidend ist, damit sie tatsächlich rechtswirksam werden kann, bzw. verkürzten Kündigungsfristen unterliegt. Im Prinzip ist es also unerheblich, wann genau die Kündigung abgeschickt – und wann genau sie gelesen wird. Wichtig ist nur, dass sie spätestens am letzten Tag der Probezeit zugestellt wird – und unter normalen Umständen gelesen werden könnte. Ein Beispiel soll die Handhabung hier verdeutlichen:


Wird die Kündigung an einem Tag innerhalb der Probezeit (auch am letzten Tag dieses Zeitraums) um 11 Uhr morgens zugestellt, der Gekündigte liest sie jedoch erst am nächsten Tag, weil er seinen Briefkasten nicht geleert hat, so ist die Kündigung dennoch gültig. Ursache dafür ist eine fristgerechte Zustellung sowie die Tatsache, dass sie unter normalen Bedingungen (der Gekündigte leert regelmäßig seinen Briefkasten) geleert worden wäre. [...]

[...]Wird die Kündigung jedoch erst um 20 Uhr am letzten Tag der Probezeit in den Briefkasten geworfen, so kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Briefkasten am Abend noch geleert wird – die Kündigung gilt damit erst am Folgetag als zugestellt.[...]

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Stimmt, wenn Du zu einer Zeit den Brief einwirfst, zu der man normalerweise nicht mehr nach Post guckt, dann gilt das natürlich nicht.

Du pokerst so knapp? Dann musst Du auch akzeptieren,w enn Du Dioch verpokerst.

Und das hast Du.


Aber da handelt es sich ja nur um wenige Tage. Und der Rest wird von Cheffens Seite schon komisch.

Normalerweise wird eine Kündigung immer bestätigt. Muss nict, aberw ird doch. Und bei Dir hieß es:
"Nach weiteren Vorwürfen wurde mir mitgeteilt das man mir eine Bestätigung zusenden würde."


Also hält ders ich nicht an seine eigene Aussage.

Das ist ja auch gerade in diesem Fall wichtig, weil.. zum 15. oder zum 16. gekündigt? Da hast Du Recht.

Auch das mit dem Urlaub .. einfach nichts sagen ist ja bescheuert. Mir hört sich das schon nach nem Fall für einen Anwalt oder Hilfe von der Gewerkschaft an (wenn Du da Mitglied bist, beraten udn v ertreten sie Dich rechtlich).

Die Frage ist.. lohnt sich das? Das musst Du wissen. Übrigens hast Du auch das Recht auf ein qualifiziertes Zeugnis. Du musst es nur anfordern. Sonst MUSS er automatiosch wenigstens ein einfach Zeugnis schreiben.


So oder so, mal von dem allen ab: worauf ich achten würde, da Du nu so doof in der Luft hängst.. solltest Du schon einen neuen Job haben,d ann erst ab dem 17. anfangen! Nicht,d ass sich da nachher doch was überschneidet.



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Moto842
11.11.2016, 11:18

Das mit dem neuen Arbeitgeber ist kein Problem da sind 10 Tage Puffer, ich hab nur keine Lust auch nur einen Tag zulange in dem alten Job zu bleiben. Festgehalt bei 40h/Woche aktuell bin ich bei über 50h/Woche

0
Kommentar von Familiengerd
11.11.2016, 13:08

Stimmt, wenn Du zu einer Zeit den Brief einwirfst, zu der man normalerweise nicht mehr nach Post guckt, dann gilt das natürlich nicht.

und

Das ist ja auch gerade in diesem Fall wichtig, weil.. zum 15. oder zum 16. gekündigt? Da hast Du Recht.

Ja was denn nun?!?! "Gilt es nicht" oder "hat er Recht" Deiner Meinung nach?!?!

Im Übrigen ist die Fristberechnung des Arbeitgebers richtig.

2

Eine Kündigung ist ein Einseitiges Rechtsgeschäft. Es gilt der Tag, an dem die Kündigung in sein Gewaltbereich-wie es Umgangssprachlich heisst- gelangt. Dazu gehört auch der Firmenbriefkasten. Der Einwurftag ist also der erste Gültigkeitstag. 

Der Gültigkeitstag geht im übrigen bis 24 Uhr, sollte dein Chef jetzt mit dem Argument kommen, er hätte ja frühestens am nächsten Tag die möglichkeit den Kasten zu leeren ist das nicht dein Problem. Selbst wenn du den Brief 2 Minuten vor 24 Uhr eingeworfen hättest ist er gültig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Familiengerd
11.11.2016, 13:13

Der Gültigkeitstag geht im übrigen bis 24 Uhr, sollte dein Chef jetzt mit dem Argument kommen, er hätte ja frühestens am nächsten Tag die möglichkeit den Kasten zu leeren ist das nicht dein Problem. Selbst wenn du den Brief 2 Minuten vor 24 Uhr eingeworfen hättest ist er gültig.

Das ist schlicht und einfach völlig falsch!

Natürlich ist die Kündigung "gültig", aber sie gilt nicht an dem Tag als zugestellt, an dem sie um "2 Minuten vor 24 Uhr eingeworfen" wurde - es handelt sich nicht um einen Briefkasten für Terminsachen wie z.B. beim Finanzamt, wo eine Zustellung bei Einwurf bis 24 Uhr als rechtzeitig erfolgt gilt!

Der Kündigungsbrief gilt bei Einwurf in den Firmenbriefkasten nur an dem Tag als zugestellt, wenn er zu "postüblicher" Zeit eingeworfen wurde, also auch nicht abends um 19 Uhr.

1

Eine Probezeit kann mit einer Frist von zwei Wochen ohne Gründe gekündigt werden. Eine Bestätigung des Arbeitgebers ist nicht nötig, aber man sollte natürlich beweisen können, dass gekündigt wurde (besser Einschreiben verwenden).

Allerdings weiss ich nicht, wie es sich verhält, wenn bei Kündigung die Probezeit nur noch weniger als 2 Wochen beträgt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du brauchst keine Bestätigung (auch wenn es für einen persönlich irgendwie angenehmer wäre)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

eine schriftliche Kündigung bedarf keiner Bestätigung,  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?