Wann ist eine außerordentliche Kündigung möglich?

1 Antwort

Das Verhalten und die Unterlassungen des Arbeitgebers sind Anlass für die sichere Annahme, dass es absolut keine Basis mehr gibt für ein Vertrauensverhältnis zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber, die aber die Basis ist für die Fortführung eines Arbeitsverhältnisses.

Unter diesen Umständen ist Dir nicht nur die Fortführung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zumutbar, sondern auch die Einhaltung einer Kündigungsfrist ist es nicht mehr - und Letzteres ist die Voraussetzung für die Möglichkeit einer außerordentlichen / fristlosen Kündigung.

Mit dieser Begründung (Zerstörung des Vertrauensverhältnisses durch Nichtanmeldung Deines Minijobs und Erlöschen der Firma) kannst Du außerordentlich / fristlos kündigen.

Zwei Dinge sind dabei zu beachten (siehe dazu BGB § 626 "Fristlose Kündigung aus wichtigem Grund") :

Erstens solltest Du die Kündigungsgründe zunächst nicht mitteilen, sondern nur, wenn der Arbeitgeber sie verlangt.

Zweitens ist die fristlose Kündigung nur innerhalb von 14 Tagen erlaubt, nachdem Du Kenntnis erlangt hast von den Tatsachen, die eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Wenn Dir diese Umstände also z.B. schon seit 2 Monaten bekannt sind, kannst Du sie nicht mehr als Grund für eine solche Kündigung heran ziehen.

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