Wann ist ein technologisch verbesserter Mensch kein Mensch mehr?

8 Antworten

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Ab dem Zeitpunkt, wo die Technik die Kontrolle über den Menschen übernimmt und der Mensch die Kontrolle über die Technik verliert.

Ich würde sagen, dass wenn in Denkprozesse eingegriffen wird und die Freiheit der Gedanken massiv beeinträchtigt wird, dann geht der Mensch fließend in eine Maschine über.

Alle körperlichen Verbesserungen ändern nichts am Menschsein. Ein Mensch ist theoretisch mit seinen Gedanken immer noch ein Mensch, wenn äußere Einwirkungen realitätsnah dem Gehirn simuliert werden, einschließlich Hormonzugaben. Ansonsten könnte man das Gehirn eines Menschen in einen Roboter stecken (wie bei Robocop) und man wäre immer noch ein Mensch.

Man könnte es sogar noch weiter treiben: Man könnte sich überlegen, ob man immer noch ein Mensch ist, wenn das Bewusstsein in eine Maschine transportiert wird und mit diesem interagiert wird.

Nicht scharf trennbar sind die Übergänge. Steckst du einen Menschen in einen Roboterkörper, der wie ein großer Vogel aussieht, dann wird der Mensch oder seine Nachkommen sich an diese Körper gewöhnen und sich auf ihn spezialisieren, sodass er optimal gesteuert wird. Dann wird sich irgendwann sein Denkmuster von einem anderen Menschen stark unterscheiden, dessen Körper wie ein Wal aussieht.

Die Evolution würde dafür sorgen, dass die Menschen sich in ihrer Umgebung, zu dem der neue Körper gehört, anpassen.

Okey Fortpflanzung wäre eh noch ein Thema für sich.

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Das geht warscheinlich dann über das Patentrecht. Du kannst nichts patentieren was natürlich ist, aber wenn etwas verändert wird, geht das eventuell schon. Das ist ja so wie bei Monsanto mit dem Saatgut, was die manipuliert haben und dann patentieren konnten. Das müsste dann aber wohl eine genetische Veränderung sein, wenn man nur eine Proteste braucht oder sowas, da zählt das natürlich nicht.

Technologisch verbessert (Protesen, Herzschrittmacher ....) bleibt Mensch Mensch,
jedoch ein unaufrichtiger.

Würden alle ihr Ersatzteillager wieder abgeben, dann gäbe es zwar einen jämmerlichen Eindruck und Zustand,
aber einen ehrlichen.

Wenn er seine Seele, Bewusstheit oder Kontrolle über die Technik verliert, dann ist dies wohl ein Wendepunkt.
Bis dahin ist es halt ein Mensch mit einem Ersatzteillager, der im Widerstand mit seinem Dasein und Zustand lebt.

so das heißen, ein Mensch mit einer Armprothese ist unaufrichtig, weil er ein Hilfsmittel nutzt, um die gleichen Dinge wie jemand ohne Behinderung zu tun?

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@Mewchen

Ja, ist meine Sichtweise. Sicherlich bewerte ich dabei allerdings nicht so wie du.

Menschen, mit einer Zahnprothese z.B., gauckeln sich selbst und anderen vor, noch (im übertragenen Sinne) Biss zu haben und zubeißen zu können, was ohne halt nicht mehr der Fall wäre. Ohne wären sie demnach ehrlicher / aufrichtiger als mit.

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@amormutuus

Was hat das bitte mit Aufrichtigkeit zu tun oO? Also gaukelt ein jeder, der Medikamente nimmt, seinen Mitmenschen vor, lebensfähig zu sein? Was ein Schwachsinn

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Ich würde sagen, ein Mensch bleibt ein Mensch, egal wie viel von ihm ausgetauscht werden muss. Wenn wir dann mal soweit sind, dass man sein Hirn in die Cloud hochladen kann, ziehe ich die Grenze

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