Wann Impfung für Indien?

5 Antworten

Impfungen sind derzeit nicht vorgeschrieben. Nur von Reisenden, die sich 6 Monate vor der Einreise in einem Gelbfieber–Endemiegebiet aufgehalten haben, wird der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung verlangt (z.B. Afrika, Südamerika, andere Länder Südasiens)

Empfohlener Immunschutz: Hepatitis A („Gelbsucht“) - nicht verwechseln mit Gelbfieber!!! Diphtherie - Tetanus (eventuell Auffrischungsimpfung)  Poliomyeltis, Tollwut (insbesondere beim Trekking oder wenn du in ruralen Gebieten unterwegs bist. Indien ist das Land mit den meisten Tollwutfällen)

Diphtherie - Tetanus: Nach einer korrekt durchgeführten Grundimmunisierung, sollte etwa alle 10 Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgen

Poliomyelitis: In Indien noch weit verbreitet. Wenn Grundimmunisierung oder Auffrischung länger als 10 Jahre zurück liegen, sollte ebenfalls eine erneute Auffrischung erfolgen.

Hepatitis A: Der Schutz vor Hepatitis A, der infektiösen Leberentzündung, im Volksmund „Gelbsucht“ genannt, ist wegen der endemischen Durchseuchung Indiens dringend anzuraten. Begonnen wird mit einer ersten Injektion in den Oberarm. Nach 6 - 12 Monaten erfolgt dann eine zweite Injektion. Schon die erste Injektion hinterlässt einen vollständigen Schutz. Wahrscheinlich ist er aber zeitlich befristet. Wer länger in Indien bleibt oder öfter in Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko reist, sollte sich auch die zweite Impfung geben lassen. 

Allgemeine Prophylaxe gegen Hepatitis A besteht im Vermeiden von möglicherweise verseuchten Nahrungsmitteln oder Trinkwasser.

Hepatitis B: Trotz des landesweiten Vorkommens wird die Immunisierung nur für Risiko-gruppen empfohlen. Bei Blutabnahmen oder notwendigen Infusionen auf sterile Spritzen und Nadeln achten.

Hepatitis A und B: Durch die Gabe eines Kombinationsimpfstoffes ist der gleichzeitige Schutz gegen Hepatitis A und Hepatitis B möglich. Für beide Varianten gilt: Die Impfstoffe werden nach aller Erfahrung gut vertragen und können mit allen anderen Impfstoffen, die reisemedizinische Wichtigkeit haben, gleichzeitig verabreicht werden. Schutz besteht meist deutlich länger als 10 Jahre. Viele Menschen wissen nicht, ob bei ihnen ein ausreichender Schutz besteht. Daher sollte man ab dem 50. Lebensjahr mit einem Antikörpertest aus dem Blut klären, ob schon ein natürlicher Schutz erworbenen wurde (selten, aber durch eine nicht bemerkte Infektion möglich). Bei Nachweis von schützenden Antikörpern ist eine Impfung überflüssig! (aber nicht gefährlich). Durch Antikörperuntersuchung im Blut nach der Impfung kann der Impferfolg bewiesen werden. Etwa 2 Monate vor Abreise soll mit den Impfungen begonnen werden. (wenn die Zeit nicht mehr ausreicht, reicht zunächst 1 Impfung).

Tollwut Indien steht mit Tollwut-Fällen bei Mensch und Tier weltweit an der Spitze. Weil bei Langzeitaufenthalten, Abenteuerreisen und Reisen in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen eine erhöhte Infektionsgefahr besteht, empfehlen wir bei solchen Reisen eine vorbeugende Impfung. Wild- und Waldtiere, streunende Hunde, Katzen und Affen können durch Biss- und Kratzwunden Tollwut übertragen. Hauptträger des Virus sind Fledermäuse. Auch Tierkadaver können noch infektiös sein. Wer sich von freilaufenden oder streunenden Hunden, Katzen und Affen fernhält, hat nur ein minimales Risiko.

Malaria Die Übertragung der Malaria erfolgt durch eine infizierte Anophelesmücke. Die Aktivität der Mücken ist in der Dämmerung deutlich erhöht. Die Inkubationszeit beträgt 6 - 60 Tage! (Darauf ist vor allem nach der Rückkehr zu denken!)

Achtung: Die Symptome der Malaria sind unspezifisch und von einer Grippe oder anderen Erkrankungen mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen schwer abzugrenzen. Malaria beginnt mit hohem Fieber und geht mit Schüttelfrost einher. Danach Abfall des Fiebers mit starker Schweißbildung. Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Durchfall und Kreislaufkollaps können dazukommen. Wegen der unspezifischen Symptome und oft diffusen Verlaufsformen wird Malaria oft nicht erkannt. Daher muss bei Auftreten solcher Symptome nach der Reise der behandelnde Arzt über den Auslandsaufenthalt informiert werden. Von allein kommt er/sie nicht darauf!

Formen: Malaria tertiana, Malaria quartana und Malaria tropica. Die letzte Form ist die „gefährliche“, die in Indien jedoch relativ selten vorkommt. (90% der Malaria Tropica- Fälle in Afrika!) Allerdings kann die Malaria tropica unbehandelt zum Tode führen.

Verbreitung und saisonales Auftreten: Im ganzen Land besteht ein mittleres Risiko mit saisonalen Schwankungen. Entlang des Ganges (Uttarakhand, Uttar Pradesh, Bihar) und im Süden besteht ein begrenztes Infektionsrisiko. Während und nach der Regenzeit nimmt die Aktivität der Mücken zu. In Höhenlagen über 1.500m besteht keine Infektionsgefahr. 

Vorbeugung: Es gibt keinen absolut zuverlässigen Schutz! Der wirksamste Schutz besteht in der Vermeidung des Mückenstiches. Die Anopheles-Mücke ist in der Dämmerung und nachts aktiv. Deshalb ist das Tragen langärmeliger, heller und mit einem mückenabwehrenden Mittel imprägnierter Blusen oder Hemden, langer Hosen und Socken (!), vor allem in der Dämmerung, sinnvoll. Apropos Socken: Die Moskitos stechen gerne in die Füße! Das konsequente Auftragen geeigneter Repellents an unbedeckten Hautstellen (Wade, Hand- und Fußgelenke, Nacken) ist nützlich, aber leider nur ein beschränkter Schutz.

           Klimatisierte Räume bieten einen wirksamen Schutz, da Mücken nicht vom Warmen ins Kalte fliegen. In Räumen ohne Moskitonetz: abends den Deckenventilator anstellen und Fliegengitter konsequent geschlossen halten. In geschlossenen Räumen können Duftkerzen, Aerosole und Räucherstäbchen helfen. „Moskito-Coils“, in Indien erhältliche Räucherspiralen, vertreiben die Mücken wirksam, sind aber nicht ganz unbedenklich. Bei deren Anwendung für Frischluftzufuhr sorgen! In der Nacht ist ein möglichst imprägniertes Moskitonetz der wirksamste Schutz. In Räumen mit Klimaanlage oder mit Fliegengittern ist das Risiko einer Übertragung deutlich herabgesetzt. Man ist dadurch auch vor anderen Erkrankungen, die durch Stechmücken übertragen werden geschützt (Dengue Fieber, Chikungunya, japanische Enzephalitis).

 Medikamentöse Prophylaxe: Es gibt (noch) keinen Impfschutz gegen Malaria! Alle oralen Malariamittel sind verschreibungspflichtig. Wegen der möglichen Unverträglichkeiten und unerwünschten Begleiterscheinungen ist eine vorbeugende Einnahme von Medikamenten nicht immer ratsam.

Wer sich zur medikamentösen Malariaprophylaxe entschließt, muss bereits 1 Woche vor der Reise mit der Einnahme der Mittel beginnen. Wegen der mitunter sehr langen Inkubationszeit muss die Medizin aber auch noch nach der Reise eingenommen werden. (Die Einnahme von Paludrine beginnt mit der Ankunft im Zielgebiet und wird bis 4 Wochen nach der Rückkehr fortgeführt. Die medikamentöse Malariaprophylaxe mit Malarone beginnt 1 Tag vor Ankunft im Zielgebiet und wird bis 7 Tage nach der Rückkehr fortgeführt. Die Einnahme von Mefloquin sollte 2 - 3 Wochen vor Abreise beginnen, um mögliche Nebenwirkungen vorab erfassen zu können.

Nebenwirkungen: Die unerwünschten Nebenwirkungen der Malaria-Prophylaxe sind zahlreich. Unverträg-lichkeiten und allergische Reaktionen sind häufig. Übelkeit und Magen-Darm-Probleme sind ebenfalls unerwünschte, gelegentlich auftretende, Folgen. Resochin und Chloroquin dürfen nicht an Patienten mit festgestellter Epilepsie oder Schuppenflechte verabreicht werden. Wegen zunehmender Resistenz der Parasiten gegen Resochin, kann Paludrine zusätzlich nötig sein. Als Stand-by-Mittel zur Notfalltherapie (Selbstmedikation) kann Lariam eingenommen werden. Halfan ist ein Stand-By-Mittel zur akuten Therapie in Notfällen. Alle Stand-by-Mittel verzögern lediglich den Ausbruch der Krankheit, können die Infektion aber nicht wirksam bekämpfen! Diese Mittel sind aber geeignet wenn ein unverzüglicher Krankenrücktransport nötig werden sollte.

TIPP: ► Die medikamentöse Prophylaxe ist nur bedingt wirksam. Die Malaria kann trotzdem auch noch Monate nach der Rückkehr ausbrechen.

Jeder grippeartige Infekt und jeder fiebrige Kopfschmerz nach Rückkehr von der Reise ist malariaverdächtig. Häufig wird eine Malariainfektion vom Hausarzt nicht richtig erkannt, weil Patienten den Arzt nicht über ihre Fernreise informiert haben und weil sie sich auf den Malariaschutz verlassen haben. Unerkannte Malaria und folglich unangemessene Behandlung kann höchst bedrohlich sein. Jede Malaria ist heilbar, sofern sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird! Todesfälle entstehen fast ausnahmslos dadurch, dass die Malariadiagnose zu spät oder gar nicht gestellt wurde.

Am Besten du besprichst das alles mit einem Arzt, der sich mit Tropenkrankheiten auskennt.

Na schön werbung für die Pharma machen? :D Tz Schwachsinn! Wer sowas braucht gehört zu der Sorte Mensch die mit 60 an irgendwelchen Schläuchen liegen und "gut" beraten von sich die Hände reibender Ärzte umzingelt sind.. womöglich noch als Privatpatient die extra teuren Leistungen bekommen. Voll abgezockt und Gesundheit ruiniert kriegen und dafür noch großzügig bezahlen, na vielen Dank Dummheit! :D  

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Impfungen sind derzeit für Indien nicht vorgeschrieben und auch nicht nötig. Ich bereise Indien seit 12 Jahren fast jährlich für mehrere Wochen und habe mich in alle der Zeit EINMAL gegen Typhus impfen lassen. Die Impfung verspricht im1. Jahr ca 80%igen Schutz und wird von Jahr zu Jahr weniger wirksam.

Du kannst Dich beim Tropeninstitut gegen HepA impfen lassen, wenn Dir das ein besseres Gefühl gibt. HepA läßt sich allerdings auch prima medikamentös behandeln, hat einen milden Verlauf udn verursacht KEINE chronischen Leberschäden. Impfschutz ist auch hier nicht vollständig, also besser darauf achten, was udn wo man isst und trinkt.

Du hast sicher eine Grundimmunisierung gegen Tetanus und kannst die bei Bedarf (also tiefen Wunden, die nicht bluten) auffrischen.

Tollwut ist in Indien verbreitet ja, aber man wird ja nun nicht andauernd von irgendeinem Tier gebissen! Wenn der sehr unwahrscheinliche Fall eines Tierkontaktes eintritt, geht man sehr entspannt zum Arzt und beginnt mit der Impfung. Das Serum ist in Indien überall verfügbar, auch in rural Areas (weil es Tollwut eben noch gibt!) Und kostet ein paar Euro. Das ist eine der am schlechtesten verträglichen Impfungen, die man nicht braucht!

Der ärgerlichste Tipp betrifft Poliomyelitis welches "weit verbreitet sei". Was für ein Quatsch! Indien ist offiziell von der WHO für Kinderlähmungsfrei erklärt worden und zwar schon 2014. Kannste gern googeln.

Typhus hatte mein Reisepartner (der war geimpft), das ist echt eine fiese Geschichte, die einen langen Krankenhausaufenthalt in Deutschland zur Folge hatte. Er hatte aber auch unbedingt in einem Straßenrestaurant am Bahnhof unter miesen hygienischen Bedingungen essen müssen. Lehrgeld halt.

Also besser achtsam reisen und sich nicht auf Impfungen (allein) verlassen.

Und wenn Du mit einem stabilen Immunsystem losfahren willst, dann ist ein Impfmarathon sicher nicht die beste Voraussetzung.

Der ärgerlichste Tipp betrifft Poliomyelitis welches "weit verbreitet sei". Was für ein Quatsch! Indien ist offiziell von der WHO für Kinderlähmungsfrei erklärt worden und zwar schon 2014. Kannste gern googeln.

Indien ist deswegen seit 2014 Polio WEIL die Menschen dort so vernünftig waren (und auch weiterhin sind) sich gegen Polio impfen zu lassen.

Solange Polio nicht weltweit ausgerottet ist (momentan gibt es noch wenige Fälle in Teilen Pakistans und Afghanistans) ist es nämlich kein "natürlicher Zustand" das Länder wie Indien (oder auch Deutschland) poliofrei sind - das kann sich sehr schnell wieder ändern wenn die Impfquoten in solchen Ländern sinken.

Dazu tragen dann auch nicht gegen Polio Geimpfte "Weltreisende" bei welche die Krankheit über große Distanzen verbreiten können.

Jeder sollte gegen Polio geimpft sein - auch wenn er nicht nach Indien reist.

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Ich habe so etwa 8 Monate vorher angefangen. Frag am besten Deinen Hausartzt was du an Impfungen brauchst und wann du damit anfangen musst.

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