Wann hat man bei einer Schilderung einen zu einfachen Ausdruck?

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3 Antworten

Du müßtest besser einen Beispieltext anführen, dann könnte man es aufzeigen! Als (zu) einfach könnte beispielsweise gelten: "Für Herbst war es total warm. Da zog ich keine Mütze an." Feiner wäre etwa: "Abermals prangte die Sonne am Himmel, als wäre noch September. Eine Mütze würde ich auch heute nicht brauchen."

Hallo KingSize,

Kennzeichen eines zu einfachen Ausdrucks:

Darstellung nur in einfachen Hauptsätzen (Subjekt, Prädikat, Objekt) und damit Fehlen von Nebensätzen (Anschlüsse z.B. mit weil, damit, ...)

Gehäuft gleiche Satzanfänge: Dann ....Dann ....Dann ....

Verwendung von blassen Verben (machen, tun, haben, ist, sind) statt Vollverben (ausführen, bewerkstelligen, besitzen, existieren)

Vollständige Vermeidung von Fremdwörtern und Fachausdrücken auch da, wo sie nötig wären (das Stromdings statt Ladegerät)

Unvollständige Sätze (Ist wichtig! statt: Das ist wichtig!)

Verwendung von unpassenden Modewörtern (Das Auto ist total cool! statt Das Auto gefällt mir, weil ...)

Den hast du, wenn du nicht abwechslungsreich genug formulierst/schreibst.
Ein Beispiel - Tagesablauf

Der Wecker klingelt und ich mache ihn aus.
Dann mache ich das Licht an.
Dann gehe ich in die Küche und mache die Kaffeemaschine an.
Und dann mache ich das Fenster auf.

Der Wecker klingelt und ich stelle ihn aus.
Anschließend mache ich das Licht an.
Dann gehe ich in die Küche und schalte die Kaffeemaschine ein.
Danach öffne ich das Fenster.

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