Wann hat der Vermieter das Recht, eine vor dem Einzug vorhandene Deckenvertäfellung,uns den Abbau und die Endsorgung nach dem Auszug in Rechnung zu stellen?

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5 Antworten

wusstet ihr, dass diese Decke zum Vormieter gehört hat? Ihr habt Diese sogar finanziell abgegolten? 

Damit hat der VM das Recht den Rückbau zu verlangen, kommt ihr dem nicht nach, so habt ihr die Kosten zu tragen.

was steht diesbezüglich im MV oder Übernahmeprotokoll

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War die Deckenvertäfellung schon bei Eurem Einzug und es gab keine Vereinbarung zwischen Vormieter und Mieter, dann gilt sie als vom Vermieter mitvermietet; auch wenn nichts im Mietvertrag steht.

Habt Ihr die Vertäfelung bei Einzug angebracht kann der Vermieter bei Rückgabe der Wohnung verlangen, dass der Urzustand wieder hergestellt wird.

Nach Mängelanzeige und  erfolgloser Fristsetzung, kann der Vermieter die Kaution dafür verwenden oder ggf. Schadenersatz fordern.

Bis zu 6 Monate kann ein Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen Mängel geltend machen und etwas fordern.

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Falls du nicht direkt vom Vormieter entsprechend einer Vereinbarung mit diesem seine Einbauten (um solche handelt es sich) übernahmst, waren sie bei deinem Mietbeginn (Einzug) Bestandteil der Mietsache, wurden dir diese also als Eigentum des Vermieters mitvermietet. Die Forderung des Vermieters zur Entfernung an dich als Mieter ist deshalb nicht rechtlich begründet und nicht zu befolgen.

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Das kommt darauf an: Hat der VM dich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Deckenvertäfelung vom Vormieter angebracht wurde und hast du keinen Rückbau verlangt, hast du sie vom Vormieter übernommen und genauso nach deinem Auszug zu entfernen wie einen nicht mitvermieteten Bodenbelag, Duschvorhang oder Einbauküche, die lediglich vom Vorgänger zurückgelassen wurden.

Zwar hätte der VM bei Rückgabe Rückbau von deinem Vorgänger verlangen können, dir aber ebensogut als Nachmuter die Entscheidung überlassen dürfen, ob du das lieber so behalten möchtest, auch wenn es nicht mitvermiete und damit auch nicht ersetzt werden würde.

Hat er dich in dem Fall nicht unter Fristsetzung zum Rückbau aufgefordert, scheitert eine Inrechnungstellung der Ersatzvornahme es sei denn, die Frist war entbehrlich, weil du dich von vornherein geweigert hast, es zu tun.

Seinen Rückbauanspruch müsste der VM natürlich beweisen, wenn er dich dazu verpflichtet (Zeugen, Mietvertragsbemerkung) - andernfalls gilt grds. die konkludente Annahme, gemietet ist, was bei Mietvertragsschluss vorhanden war.

G imager761

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Kommentar von albatros
04.10.2016, 01:21

"gemietet ist, was bei Mietvertragsschluss vorhanden war".

Richtig ist: Was bei Mietbeginn vorhanden war

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Gar nicht , wenn es nicht ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart ist . Ansonsten gilt , dass du die Wohnung so zu verlassen hast , wie du sie beim Einzug vorgefunden hast . 

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