Wann gilt eine Kündigung als angenommen?

7 Antworten

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Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, der andere Vertragspartner muss nicht zustimmen, damit diese gültig ist.

Die Kündigung bedarf immer der Schriftform, die elektronische Form wie E-Mail, Fax oder SMS ist ausbeschlossen.

Erst ab der Zustellung der Kündigung beginnt die Kündigungsfrist zu laufen.

Sie sind dazu verpflichtet sich an die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen zu halten.

Wenn Sie sich nicht an die Kündigungsfristen halten, kann der Arbeitgeber Ihrer Kündigung widersprechen. Zudem kann er von Ihnen Schadensersatz fordern, wenn Sie sich nicht an die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist halten. Ihr nicht vertragsgemäßes Verhalten wird sich vermutlich auch im Arbeitszeugnis wiederfinden.

Finden Sie deshalb zuerst heraus welche Kündigungsfrist für Sie maßgeblich ist bzw. ob der Arbeitgeber im Recht ist. Prüfen Sie dazu die Regelung in Ihren Arbeitsvertrag bzw. dem anwendbaren Tarifvertrag. Sie können den genauen Wortlaut auch hier bei gute Frage einstellen.

Wenn der Arbeitgeber im Recht ist, sollten Sie mit diesem verhanden ob er einer Aufhebung Ihres Arbeitsverhältnisses zustimmt.

Wenn Sie im Recht sind, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.

Hier noch ein guter Link.

http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/kuendigung/content_04.html

Peter Kleinsorge

Nachtrag:

Hier die kirchliche Dienstvertragsordnung (DVO) Nord-Ost:

http://www.koda-no.de/allg/dvo_frame.htm

Gemäß §14 Absatz 2 Satz e) gilt:

Darüber hinaus beträgt sie für den Dienstgeber und den Mitarbeiter bei einer Beschäftigungszeit des Mitarbeiters von mindestens zwölf Jahren 6 Monate zum Schluss eines Kalendervierteljahres.

Wenn Sie in Ihrem Arbeitsvertrag keine günstigere Regelung haben, dann ist Ihr Arbeitgeber im Recht!

Peter Kleinsorge

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Das mag zwar rechtlich richtig sein, betrifft es aber doch eher höhere Stellungen in Betrieben mit Profitgesinnung. Bei kirchlichen und staatlichen Institutionen halte ich das für unwahrscheinlich. Sofern man als Arbeitnehmer keine Vertrauensposition genießt, die für die Abwicklung eines größeren Geschäftes vonnöten ist, braucht man sich darüber keine Gedanken zu machen. Das Schlimmste, was einem dann passieren kann, ist, dass man zu Unrecht erlangte Leistungen (zuviel gezahltes Gehalt, Sonderzuwendung) zurückzahlen muss. Ich kenne aus der Praxis zahlreiche Fälle, in denen das, aber auch nicht mehr als das, passiert ist.

Was man allerdings berücksichtigen muss - und da hat Herr Kleinsorge ohne Zweifel Recht - es macht sich nicht gut im Zeugnis oder Lebenslauf. Eine einvernehmliche Lösung, wie ein Auflösungsvertrag wäre am besten.

Gruß Navvie

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Nur Kleinsorges Hinweis ist nach meiner Ansicht zu folgen, aber: Wenn jemand absolut nicht mehr will, könnte er es darauf ankommen lassen, dass er dem Arbeitgeber Schadensersatz für die Monate zahlt, für die dieser Anspruch auf dessen Arbeitskraft hat. Sollte jedoch etwas vorgefallen sein, dass hier nicht erwähnt wird, dann ist der Gang zu einem ausgewiesenen Arbeitsrechtler unabdingbar. Allerdings: blu2626 arbeitet in einem Tendenzbetrieb, was arbeitsrechtlich wegen dem Fehlen eines Personalrates oder sofern vorhanden, wegen den eingeschränkten Personalratsrechten zu beachten ist und zwar wegen dem, was blue2626 nicht ausspricht. Die Arbeitsgerichte berücksichtigen diese Sonderstellung der Tendenzbetriebe zu Gunsten der Arbeitnehmer. Ist der Fragesteller nicht Gewerkschaftsmitglied, drücke ich ihm die Daumen, dass er eine erfahrene und kompetente Rechtsvertretung findet, die entsprechende Erfolge nachweisen kann.
Doolboy - aus der Praxis für die Praxis -

du mußt dich an die kündigungsfrist halten,das gleiche müßte auch dein jetziger arbeitnehmer,wenn er dich gekündigt hätte,außer er nimmt deine kündigung zu deinen konditionen an,liegt aber in seinem ermessen

Wielange ist die Kündigungsfrist bei Eigenkündigung nach 24 Jahren Betriebszugehörigkeit?

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