Wann genau endet die Zahlung des Kindergeldes?

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9 Antworten

Die Ausbildung ist beendet wenn man sein Facharbeiter Brief / Zeugnis bekommt bzw.erfährt das man die Ausbildung bestanden hat,was auf dem Ausbildungsvertrag steht ist dann irrelevant !

Wenn er das ganze nach dem 1. eines Monats erfahren hat,dann besteht für diesen Monat auch noch Anspruch auf Kindergeld,denn dann war die Anspruchsvoraussetzung an min. einem Tag im Monat gegeben.

Wenn er schriftlich bestätigt bekommen hat seine Ausbildung bestanden zu haben. Das ist mit normalerweise mit Termin der mündlichen Prüfung, spätestens mit Erhalt des Zeugnisses und damit VOR Vertragsende ;) Die Rechnung des Amtes ist hier vollkommen korrekt. Er ist schon voll ausgelernt bzw. hat sein Ausbildungsverhältnis abgeschlossen

Es kommt  nicht darauf an, wann der Ausbildungsvertrag endet.

Mit Bestehen der Prüfung bekommt das Kind die Urkunde ausgehändigt.

Genau an diesem Tag endet dann auch die Ausbildung, z.B. am Tag der mündlichen Prüfung bei kaufm. Berufen.

Jetzt müssen wir etwas zurückzahlen.Das Amt rechnet aber bis Juli 2016
wo er seine Zeugnisse bekommen hat,nicht bis Vertragsende. Was ist
korrekt??

Hallo Kassandra0815,

laut Dienstanweisung Kindergeld (DA-KG) endet die Zahlung des Kindergeldes folgendermaßen:

Wird die vorgeschriebene Abschlussprüfung vor Ablauf der vertragsmäßigen Ausbildungszeit bestanden, endet das Ausbildungsverhältnis bereits mit Bestehen der Abschlussprüfung. Dies gilt grundsätzlich auch für Berufe, in denen die Ausübung von einer staatlichen Erlaubnis oder Anerkennung abhängig ist. In diesen Fällen kann ein Kind für den Kindergeldanspruch ungeachtet der vertragsmäßigen Ausbildungszeit nur bis zum Ablauf desjenigen Monats berücksichtigt werden, in dem es Kenntnis vom Bestehen der Abschlussprüfung erlangt hat.

Gruß siola55

wenn die letzte Prüfung im Juli war gibt es auch nur bis Juli KG , für August nicht mehr ............ war bei uns genauso , Vertrag ging bis August , Prüfung war aber im Juli und somit die Ausbildung zu Ende ...... also mußte KG für August zurück gezahlt werden ...

Entscheidend ist das tatsächliche Ende der Ausbildung mit Verkündigung der Ergebnisse durch den Prüfungsausschuss. Das Vertragsende im Vertrag ist nur dann interessant,  wenn der Azubi  durchfällt. 

Keine Einkommensanrechnung mehr

Hierfür ist zwingende Voraussetzung, ob sich das Kind gerade in Ausbildung befindet oder gar arbeitslos ist. Auch spielte das Einkommen bis einschließlich 2011
(Freigrenze von 8.004 Euro jährlich) des volljährigen Kindes eine
elementare Rolle für die Weitergewährung von Kindergeld, die allerdings ab 2012 ersatzlos weggefallen ist.

Volljährige Kinder werden unter Berücksichtigung ihres
Ausbildungsstatus und nicht mehr anhand des Einkommens berücksichtigt.
Dabei gibt es zwei Arten beim Kindergeld Anspruch von volljährigen zu
unterscheiden:

Kinder ohne Berufsausbildung/ abgeschlossenem Studium

Kinder, die noch keine Berufsausbildung absolviert oder ein Studium
abgeschlossen haben erhalten in der Wartezeit auf einen
Ausbildungsplatz, während der ersten Berufsausbildung oder in der
Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten ohne weitere
Voraussetzung Kindergeld. Dabei ist es unerheblich, in welchen
zeitlichen Umfang sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder wie viel
Einkommen sie verdienen.

Kinder mit Berufsausbildung/ abgeschlossenem Studium

Sollten volljährige Kinder bereits über eine Ausbildung bzw. ein
absgeschlossenes Studium verfügen und auf einen weiteren
Ausbildungsplatz warten, sich in einer weiteren Ausbildung oder der
Übergangszeit zwischen zwei Ausbildung befinden, erhalten Kindergeld
nur, wenn die Erwerbstätigkeit, der sie nachgehen, unschädlich ist.
Unschädlich für den Kindergeldanspruch volljähriger Kinder ist die
Erwerbstätigkeit dann, wenn:

es sich um Einkommen aus einem Ausbildungsverhältnis handelt (Ausbildungsvergütung)

es sich um Einkommen aus einer geringfügigen Beschäftigung handelt (Minijob, 450-Euro-Job)

die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit 20 Stunden nicht überschreitet

In den nachfolgenden Absätzen finden Sie die Bedingungen, unter denen
das Kindergeld über das 18. Lebensjahr hinaus, gezahlt wird.

Kindergeld nur bis zum 25. Lebensjahr

Grundsätzlich ist eine Förderung durch Kindergeld nur bis zu Vollendung des 25. Lebensjahres möglich. Für die Jahrgänge 1981 bis 1983 gab es eine Übergangsregelung, die nach dem Geburtstag wie folgt gestaffelt war:

bis

einschließlich 01.01.1982

geboren: bis Vollendung des

27. Lebensjahres

zwischen 02.01.1982 und 01.01.1983

geboren: bis Vollendung des

26. Lebensjahres

ab 02.01.1983

geboren: bis Vollendung des

25. Lebensjahres

Diese Übergangsregelung ist allerdings letztmalig in 2010
ausgelaufen, wenn man Jahrgänge von 1982 und einen möglichen,
abgeleisteten Wehr- oder Zivildienst (ab 01.07.2011 ausgelaufen)
berücksichtigt.

Bei Kindern mit Behinderung kann die Altersgrenze von 25 Jahren entfallen. Weitere Informationen hierzu:

Kindergeld bei behinderten Kindern »

Bei arbeitslosen Kindern, die bei der Agentur für
Arbeit arbeitslos gemeldet sind, wird Kindergeld über das 18. Lebensjahr
hinaus bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gezahlt

Auszahlung über das 25. Lebensjahr hinaus

Über das 25. Lebensjahr hinaus kann einer Auszahlung von Kindergeld
an Kinder in Schul-, Berufsausbildung oder Studium nur erfolgen, wenn
das Kind den gesetzlichen Grundwehr- bzw. Zivildienst abgeleistet hat
oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als
Entwicklungshelfer ausübte. Der Zeitraum der Ableistung des Dienstes
wird auf die Bezugsdauer über das 25. Lebensjahr aufaddiert. Ferner
erhöhte eine freiwillige Verpflichtung zum Wehrdienst von nicht mehr als
drei Jahren die Bezugsdauer des Kindergeldes.

Die Wehrpflicht ist allerdings zum 01.07.2011

ausgelaufen. Die Ableistung des Bundesfreiwilligendienstes erhöht die

Kindergeldbezugsdauer aber nicht, da es sich hierbei nicht um einen

gesetzlichen Grundwehrdienst handelt.

Wichtig ist, dass sich die Bezugsdauer nur höchstens um die Zeit des
gesetzlichen Grundwehrdienstes bzw. Zivildienstes verlängert, die Eltern
aber während der Zeit der Dienste grundsätzlich kein Kindergeld
erhalten.

Kind in Ausbildung oder Studium

Kindergeld wird für Kinder zwischen dem 18. Und dem 25. Lebensjahr nur gezahlt, solange sich diese in einer Ausbildung oder Studium
befinden. Diese Ausbildung muss auf ein bestimmtes Berufsziel
hinarbeiten und dem Kind die Fähigkeiten vermitteln, diesen Beruf
ausüben zu können. Die Kindergeld Auszahlung endet spätestens mit dem
Schuljahr, bei Ausbildung oder Studium mit dem Monat, in dem schriftlich
das offizielle Prüfungsergebnis bekannt gegeben wurde. Hierbei spielt
es keine Rolle, ob der Ausbildungsvertrag für einen längeren Zeitraum
abgeschlossen wurde oder das Kind weiterhin bei der Universität /
Fachhochschule immatrikuliert bleibt.

Einen ausführlichen Beitrag zum Kindergeld in der Ausbildung,
insbesondere die Unterscheidung der Erst- und Zweitausbildung finden Sie
hier.

Anerkannte Schulformen der Ausbildung für das Kindergeld:

Allgemeinbildende Schule

Fachoberschule

Berufskolleg/ Berufsfachschule

Berufsakademie

Fachhochschule

Hochschule / Universität

Betriebliche Ausbildung

Muss die Ausbildung oder das Studium wegen Krankheit oder
Mutterschaft vorübergehend unterbrochen werden, so besteht weiterhin
Kindergeldanspruch. Diese Unterbrechung darf aber keine
Unterbrechungszeit zur Kinderbetreuung nach Ablauf der Mutterschutzfrist
sein, was zum Beispiel bei der Elternzeit der Fall wäre. In diesem Fall
wird kein Kindergeld gezahlt.

Übergangszeit zwischen Schulabschluss und Ausbildung

Kindergeld kann für eine Übergangszeit von vier Monaten zwischen dem Schulabschluss und einer darauf folgenden Berufsausbildung 
gezahlt werden. Dies gilt auch für die Zeiten zwischen dem
Schulabschluss und dem Wehr- bzw. Zivildienst oder einem entsprechenden
Ersatzdienst, sowie einem Freiwilligen Sozialen bzw. Ökologischen Jahr. 
Hierbei sind auch der Europäische Freiwilligendienst sowie der
Auslandsdienst nach dem Zivildienstgesetz eingeschlossen. Ist die
Übergangszeit länger, so wird das Kindergeld trotzdem nur für vier
Monate gezahlt.

Voraussetzungen sind jedoch, dass der Dienst angetreten wird oder die Berufsausbildung tatsächlich begonnen wird.

Kind ohne Ausbildungsplatz

Für ein Kind ohne Ausbildungsplatz steht Kindergeld ab dem 18.
Lebensjahr bis zum 25. Lebensjahr zu. Dies gilt aber nur, wenn das Kind
eine Ausbildung beginnen möchte, dieses aber wegen Fehlens eines
Ausbildungsplatzes nicht möglich ist. In diesem Fall kann das Kind ohne
Ausbildungsplatz nur berücksichtigt werden, wenn es trotz ernsthafter
Bemühungen um einen Ausbildungsplatz eine Ausbildung zum
frühestmöglichen Zeitpunkt wegen Erfolglosigkeit der Bemühungen nicht
antreten kann. Die Erfolglosigkeit der Bemühungen ist z.B. durch Absagen
auf die getätigten Bewerbungen nachzuweisen oder glaubhaft zu machen.

Auch gilt als Nachweis, wenn das Kind bei der Berufsberatung der
Agentur für Arbeit oder einem vergleichbaren Leistungsträger für
Arbeitslosengeld II als Bewerber auf einen Ausbildungsplatz oder
Bildungsmaßnahmen registriert und geführt wird.

Kind arbeitslos

Ist das Kind ohne Beschäftigungsverhältnis bei der Agentur für Arbeit
oder einem vergleichbaren für Arbeitslosengeld II zuständigen
Leistungsträger als arbeitssuchend gemeldet, so wird das Kindergeld über
das 18. Lebensjahr hinaus, bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt.

Zu beachten ist, dass ein Mini-Job sprich, eine geringfügige
Beschäftigung mit einem Monatseinkommen von nicht mehr als 450 Euro den
Anspruch auf Kindergeld nicht ausschließt.

Sollte das zu berücksichtigende Kind bereits seinen Grundwehrdienst,
Zivildienst oder einen vergleichbaren und anerkannten Dienst abgeleistet
haben, so wird für diese Zeit das Kindergeld über das 21. Lebensjahr
hinaus gezahlt.

Meldung alle drei Monate

Nach aktueller Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) Az.: III R 66/05 und III R 68/05 vom 19.06.2008 muss eine Meldung bei der Agentur für Arbeit im Falle von Arbeitslosigkeit bzw. Ausbilungsplatzsuche alle drei Monate erfolgen, da sonst der Kindergeldanspruch erlöscht. 

Anrechnung von Einkommen des volljährigen Kindes

Die bisherige Regelung beim Kindergeld bis einschließlich 2011 sah
vor, dass jedes Einkommen von volljährigen Kindern unter
Berücksichtigung einer Freigrenze von 8.004 Euro jährlich angerechnet
würde. Wurde die Grenze auch nur um einen Euro überschritten, entfiel
der Kindergeldanspruch für volljährige Kinder vollständig und im
schlimmsten Fall musste hier eine Rückzahlung geleistet werden.

Ab dem Jahr 2012 ist die Einkommensanrechnung vollständig weggefallen und
richtet sich nach dem Ausbildungsstatus des volljährigen Kindes.
Ausführliche Informationen zur Anrechnung des Einkommens bei
Volljährigen finden Sie im Artikel:

Quelle: http://www.kindergeld.info/volljaehrige-kinder.html

greetz Deadly

XC600 31.01.2017, 17:19

viel Text , aber Thema verfehlt ;) ;)

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beangato 31.01.2017, 17:24

Das war nicht die Frage.

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Rheinflip 31.01.2017, 18:26

Copyright,  Paste & Waste. 

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siola55 31.01.2017, 20:06

Lieber Deadly151, was wolltest du uns jetzt damit sagen???
Kindergeld wurde doch bereits bezogen - es ging nur um die Frage:


Wann genau endet die Zahlung des Kindergeldes?

z.B.: Wird die vorgeschriebene Abschlussprüfung vor Ablauf der vertragsmäßigen Ausbildungszeit bestanden, endet das Ausbildungsverhältnis bereits mit Bestehen der Abschlussprüfung.

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siola55 31.01.2017, 20:16

Lieber Deadly151,

leider ist deine Aufzählung für den Kindergeldbezug unvollständig:
bei der Zweitausbildung bzw. dem Zweitstudium ist noch zu beachten, dass die 20 Wochenstunden-Regel beachtet wird, wobei die Verdiensthöhe bei einem Nebenverdienst wiederum kein Rolle spielt ;-)

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Korrekt ist, wenn er das Kindergeld bis Beendigung der Ausbildung erhalten hat, ab diesem Zeitpunkt, müsste er einen neuen Antrag stellen, um zu prüfen, ob es ihm noch zusteht.

Wenn der Vertrag der Stichtag ist, wo das Kindergeld endet, ist alles ok, wenn er aber noch 2 weitere Monate kassieren wollte, obwohl er schon fertig war, ist es ohne Prüfung zuvor nicht ok.

Dennoch kann er ab diesem Zeitpunkt erneut beantragen und die Zahlungen die ausgeblieben sind, werden nachgezahlt.

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