Wann findet das Konfidenzniveau Anwendung?

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1 Antwort

In der Grundgesamtheit gibt es kein Konfidenzniveau, v.a. kein Konfidenzintervall. Der Wert (z.B. Mittelwert oder Varianz oder Median ...) steht ja bei fester Grundgesamtheit fest. Eine Stichprobe will den Wert in der Grundgesamtheit schätzen. Diese Schätzung ist mit einer Unsicherheit behaftet, denn jede Stichprobe, die nicht die gesamte Grundgesamtheit umfasst, kann ja verschieden ausfallen.

Man kann aber, wenn man die Verteilung fest annimmt (z.B. Normalverteilung mit bestimmtem Mittelwert und bestimmter Varianz) und eine Unsicherheit vorgibt (z.b. 5%), zwei Grenzwerte berechnen, unten und oben, sodass 2,5% aller möglichen Stichprobenergebnisse unterhalb der unteren Grenze und 2,5% oberhalb der oberen Grenze liegen. Weiß man aber nur die Form der Verteilung (z.B. normal), aber nicht ihre Parameter (MW, Varianz), so bestimmt man umgekehrt aus einem Stichprobenergebnis mit Hilfe der Stichprobenvarianz und des Stichprobenmittelwertes einen Bereich, indem mit 95%-iger Sicherheit auch der GG-MW liegt, also irgendwie von hinten rum, denn wenn ich irgendeinen angenommenen GG-MW aus diesem Bereich nehme und dann den Bereich zu diesem Mittelpunkt verschiebe, dann liegt das Stichprobenergebnis auch in dem verschobenen 95%-Bereich.

Siehe auch https://de.statista.com/statistik/lexikon/definition/75/konfidenzniveau/



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