Wann entwickelt sich aus dem Konsum von Alkohol eine geistige Erkrankung?

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4 Antworten

Hallo!

Ich kenne/kannte einige, die Alkoholprobleme haben. Es waren in der Regel sehr schwache und sensible Charaktere, die im Alltag scheiterten und/oder nicht mehr Herr über ihre Probleme & Sorgen wurden --------> den Ausweg sahen sie im Alkohol. Einmal war's eine unglückliche Ehe, einmal Frust im Job, einmal das permanente Gefühl der Minderwertigkeit & einmal war es Perspektivlosigkeit aufgrund Arbeitslosigkeit nach der Wendezeit.

Alle hatten bereits erheblich psychische Probleme, ehe sie auf den Alkohol zugeschlittert sind. Sie fühlten sich durch Kneipen, Bistros, Bars, die Leute dort & den Alkoholgenuss abgelenkt, verstanden, vergaßen all ihr Leid und tranken sich zu.

Von den Alkoholikern die ich nannte hat nur einer - der letztgenannte - sein Problem in den Griff bekommen und ist heute trocken. Zwei sind schon tot (bei beiden war es die Leber) und der andere davon ist inzwischen mit knapp 70 beginnend dement & das ist mit hoher Wahrscheinlich auf den sehr starken Alkoholkonsum über Jahrzehnte hinweg zurückzuführen. 

Psychische Probleme werden durch Alk nicht ausgelöst, sondern verstärkt. Allerdings hat nicht jeder, der ein Alkoholproblem hatte/hat, automatisch auch psychische Probleme zum Zeitpunkt seines Suchtbeginns. 

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Ich denke das Problem liegt darin, dass man eine höhere Anfälligkeit hat, wenn man im Leben nicht ausgefüllt ist. Diese Leere versucht man mit Alkohol zu füllen. Außerdem kann ich mir vorstellen, das viel mehr Menschen eine Abhängigkeit entwickelt haben, als man im Allgemeinen denkt. Jede Form von regelmäßiger berauschender Anwendung (sei es auch in bürgerlicher Gesellschaft) ist ein Symptom von chronischer Abhängigkeit.

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Es gibt verschiedene Arten von Alkoholismus.

- physische Abhängigkeit

- psychische Abhängigkeit

- gesellschaftliche Abhängigkeit

Eine geistige Erkrankung ist trotzdem vorab nicht zu erklären, da es immer auf die Menge der Zufuhr und +  ab gewissem Alter ankommt.

Jeder Mensch hat eine andere Blutgruppe, eine andere Umgangsform mit Lebensmitteln etc. usw. - Alles hat eine nähere Bedeutung für den Gesamtzustand des Körpers.

Es gibt Menschen, die Saufen seit 40 Jahren jeden Tag 2 Liter Whiskey - und gehen ihrer normalen Arbeit nach, kerngesund.

Ich komme an dieser Stelle aber mal lieber besser auf deine Hauptfrage zurück!:

Wenn man ab einem ganz bestimmten Punkt im Leben einfach nur noch verzweifelt ist, kann der überhöhte Alkoholkonsum tatsächlich auch zu geistigen Schäden führen.

Ist das Ergebnis Dir irgendwie dienlich?

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Meist liegt eine psychische Erkrankung bereits vor. Deswegen wird ja mit dem Saufen angefangen. Depressionen zum Beispiel, oder Persönlichkeitsstörungen.

Es ist also eher anders herum.

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