Wann entsteht eine Ionenverbindung und wann ein Molekül?

2 Antworten

Ich nehme an, Du meinst binäre Verbindungen, also soclhe, die aus genau zwei Atom­sorten bestehen (z.B. NaCl, BaO₂, B₂H₆, SF₄ oder XeF₂) und nicht komplizierter gebaute Biester.

Auch dann läßt sich das nicht so ohne weiteres vorhersagen. Im Schulunterricht reicht es meist, das auf die Elektronegativität zu schieben: Wenn der Unterschied in den Elektronegativitäten ΔEN der beiden Elemente groß genug ist, dann entsteht eine Ionenbindung, sonst eine Atombindung (im letzteren Fall kann der Stoff immer noch aus Molekülen bestehen oder ein Gitter bilden, aber diese Komplikation lassen wir mal aus). Gewöhnlich zieht man irgendwo eine fixe Grenze ein (ΔEN≈1.5 bis 2), und alles was drüberliegt bildet Ionen, sonst hat man Atombindung.

Da Metalle tendenziell niedrige Elektronegativitäten haben und Nichtmetalle hohe, kann man als ganz grobe Faustregel auch sagen, daß Verbindungen zwischen Nicht­metallen molekular und solche zwischen Metallen und Nichtmetallen ionisch sind. Daß das nicht so wirklich stimmt, sieht man daran, daß dieselbe Kombination von Metall und Nichtmetall sowohl ionische Salze bilden kann (SnCl₂) als auch Moleküle (SnCl₄).

Ein Molekül ist eine Verbindung zwischen zwei Atome.

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